
Nach zwei Vorfällen innerhalb weniger Tage äußert sich Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß besorgt über den Gesundheitszustand von Jamal Musiala.
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Jamal Musiala erlitt in zwei aufeinanderfolgenden Spielen Zusammenbrüche, die er auf neurologische Absencen zurückführt. Der Verein war über die Diagnose informiert und hatte ärztliche Freigaben für den Sportbetrieb erhalten.
Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat sich nach dem erneuten Zusammenbruch von Fußballnationalspieler Jamal Musiala schockiert gezeigt. »Es ist ein Drama – speziell für den Jamal«, sagte Hoeneß im RTL/Sky-Interview.
Musiala war am Dienstagabend im Testspiel gegen den 1. FC Heidenheim kurz nach seiner Einwechslung zusammengesackt – ähnlich wie schon drei Tage zuvor in der Begegnung mit RB Leipzig. Er wurde jeweils kurz behandelt, vom Platz gebracht und wieder ausgewechselt.
Hoeneß »im Moment ehrlich gesagt ziemlich sprachlos«
»Jetzt mit diesen zwei Vorfällen am Samstag und gestern ist es natürlich schon ein Problem, in erster Linie natürlich für den Menschen Jamal. Wirklich, ich gehe mit dem Gedanken ins Bett und wache mit dem Gedanken an ihn auf«, sagte Hoeneß. Es gebe eine »bedingungslose Unterstützung für Jamal in jeder Hinsicht«, betonte der 74-Jährige. Es sei mittelfristig aber auch für den Verein ein Problem. »Weil wir im Moment ehrlich gesagt ziemlich sprachlos sind. Wir haben uns darauf nicht vorbereiten können und wir müssen erst lernen, mit dieser Situation umzugehen.«
Musiala führte die Probleme auf eine neurologische Dysfunktion zurück. Er sprach dabei von temporär kurz auftretenden, aber gut behandelbaren Absencen. »Diese können zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen, wie gegen Leipzig oder auch jetzt in Heidenheim«, teilte der 23-Jährige noch am Dienstagabend in den sozialen Medien mit.
Der Verein habe von den Problemen gewusst, sagte Hoeneß. »Wir haben mit allem gerechnet, nur nicht mit dieser Häufung.«
Das französische Wort Absence bedeutet im Deutschen so viel wie »Abwesenheit«. Das traf auf Musiala zu, der gegen Leipzig und gegen Heidenheim auf dem Platz kurzzeitig weggetreten wirkte. Absencen sind eine Form epileptischer Anfälle. Wie aus dem Verein zu hören war, sei der Einsatz Musialas in den beiden Partien jedoch völlig unbedenklich und ärztlich umfangreich abgesprochen gewesen.
»Keine Bedenken gegen einen Hochleistungssport«
Man habe zudem eine schriftliche Erklärung der behandelnden Neurologen erhalten, dass es »keine Bedenken gegen einen Hochleistungssport« gebe, sagte Hoeneß nun. »Denn ohne das hätten wir uns ja fahrlässig verhalten.« Seitdem schlafe man »ein bissl ruhiger«. Der Verein habe sich an die neue Situation aber erst herantasten müssen.

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