Unicredit-Übernahmeangebot: Commerzbank in der Defensive, aber nicht chancenlos
Quick Look
- Unicredit sammelte 17,6% der Commerzbank-Anteile im Übernahmeangebot.
- Mit bestehenden Beteiligungen erreicht Unicredit 47,6%, muss aber die Finanzaufsicht beachten.
- Die Commerzbank ist in der Defensive, aber nicht ohne Chancen.
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Why It Matters
Unicredit hat ein Übernahmeangebot für die Commerzbank abgegeben. Die Kräfteverhältnisse sind nach Ablauf des Angebots klar verteilt, wobei Unicredit die Offensive führt.
Unicredit-Chef Andrea Orcel darf zufrieden sein. Nach Ablauf des Übernahmeangebots der Italiener für die Commerzbank sind die Kräfteverhältnisse eindeutig verteilt. Der Angreifer ist klar in der Offensive, das Frankfurter Übernahmeziel in der Defensive. Selten wurde ein Übernahmekampf in der Finanzbranche derart verbissen geführt – doch jetzt ist es höchste Zeit für echte Verhandlungen zwischen den beiden Kontrahenten. Denn die Position der Commerzbank sieht trotz des Rückschlags gar nicht so schlecht aus, wie es auf den ersten Blick wirken mag.
Aber zunächst einmal die Fakten: Unicredit konnte mit dem Übernahmeangebot 17,6 Prozent der Commerzbank-Anteile einsammeln, und das, obwohl die Offerte für die meiste Zeit der Angebotsfrist für die Aktionäre nicht lukrativ war.
Rechnet man die bisherige Beteiligung und Kaufoptionen hinzu, kommen die Italiener auf einen Anteil von insgesamt 47,6 Prozent an dem Frankfurter Institut. Unicredit kann nun an der Börse weitere Commerzbank-Aktien kaufen, steht dabei aber unter Beobachtung der Finanzaufsicht.
Open Questions
- Wird es zu echten Verhandlungen kommen?
- Wie wird die Finanzaufsicht agieren?
- Kann die Commerzbank ihre Position verbessern?




