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US-Notenbank Fed setzt auf externe Reformer
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Handelsblatt1h agoBusiness4 min readGermany

US-Notenbank Fed setzt auf externe Reformer

Quick Look

  • Die US-Notenbank Fed startet eine umfassende Reform ihrer Arbeitsweise.
  • Fünf Arbeitsgruppen, geleitet von prominenten Ökonomen, ehemaligen Zentralbankern und Wirtschaftsführern, sollen geldpolitische Instrumente, Datenquellen und Kommunikationsstrategien überprüfen.
  • Ziel ist die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Institution.

AI-generated summary

Why It Matters

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat fünf neue Arbeitsgruppen eingesetzt, um ihre Arbeitsweise zu überprüfen und mögliche Reformen auszuloten. Diese werden von prominenten Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft geleitet.

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Fünf Arbeitsgruppen sollen die Arbeitsweise der US-Notenbank auf den Prüfstand stellen. An deren Spitze stehen ehemalige Zentralbanker, Ökonomen, die Xbox-Chefin oder der frühere Walmart-Chef. 09.07.2026 - 23:27 Uhr Artikel anhören

Amerikanische Zentralbank: Die Fed soll reformiert werden. Foto: Bloomberg

New York. Der Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Kevin Warsh, hat am Donnerstag die Leitung von fünf neuen Arbeitsgruppen bekannt gegeben. Diese werden von Wirtschaftsnobelpreisträgern wie Thomas Sargent, aber auch Prominenten wie Tech-Investor Marc Andreessen und dem früheren Walmart-Chef Doug McMillon geleitet.

Sie sollen zentrale Aspekte der Geldpolitik der Notenbank überprüfen. Ziel ist es, mögliche weitreichende Reformen bei der Arbeitsweise der Notenbanker auszuloten.

Jede „Task Force“ werde sorgfältig prüfen, ob sich die Instrumente und Methoden der politischen Entscheidungsträger, die analytischen Werkzeuge sowie die geldpolitischen Ansätze verbessern ließen, erklärte Warsh am Donnerstag in einer Pressemitteilung der Notenbank.

„Ich freue mich sehr, dass die klügsten Köpfe verschiedenster Disziplinen zugesagt haben, mit uns zusammenzuarbeiten, um unsere Leistungsfähigkeit als Institution zu steigern“, hieß es weiter. „Das Ziel ist klar: sicherzustellen, dass die Fed in dieser bedeutenden Zeit bestmöglich aufgestellt ist, um ihre Ziele zu erreichen.“

Die Arbeitsgruppen werden von renommierten Wissenschaftlern, ehemaligen Zentralbankern und Führungskräften aus der Wirtschaft geleitet. Sie befassen sich mit den Themen Kommunikation, Bilanzpolitik, der „Nutzung und Abhängigkeit von bestehenden Datenquellen“ der Fed, Produktivität und Beschäftigung sowie dem Inflationsrahmen der Zentralbank.

Ein Überblick über die Leitung:

Die Arbeitsgruppe Kommunikation wird gemeinsam von dem ehemaligen Gouverneur der Bank of England, Mervyn King, dem Wissenschaftler Peter Fisher von der University of Washington sowie dem früheren Präsidenten der brasilianischen Zentralbank, Arminio Fraga, geleitet.

Die Arbeitsgruppe Bilanzpolitik wird von Karen Dynan von der Harvard University, dem ehemaligen Gouverneur der Reserve Bank of India, Raghuram Rajan, sowie Jeremy Stein, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Harvard University, geführt.

Die Arbeitsgruppe Daten wird gemeinsam von Raj Chetty von der Harvard University, dem früheren Walmart-Chef Doug McMillon, und Kevin Murphy von der University of Chicago geleitet.

Die Arbeitsgruppe Produktivität und Beschäftigung wird von Venture-Capital-Investor Marc Andreessen, Charles Jones von der Stanford University sowie Asha Sharma, der Chefin des Spielekonsolenherstellers Xbox, geleitet.

Die Arbeitsgruppe Inflation Rahmenwerk wird vom früheren Wirtschaftsberater Georg W. Bushs, Greg Mankiw von der Harvard University, dem Wirtschaftsnobelpreisträger Thomas Sargent von der New York University sowie William White, einem ehemaligen Wirtschaftsberater der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), geführt.

Die Ernennung einiger Experten dürfte dabei auch für Gesprächsstoff sorgen. Schließlich wurde Tech-Investor Marc Andreessen erst vor wenigen Tagen vom Pentagon auch in das Beratergremium für Verteidigungspolitik berufen. Der Milliardär, der über seine Investmentfirma auch in Unternehmen wie SpaceX investiert ist, gilt als Unterstützer des US-Präsidenten Donald Trump, für dessen Wahlkampf er gespendet hatte.

Warsh spricht von „Regimewechsel“

Die Arbeitsgruppen sollen ihre Ergebnisse bis zum Jahresende vorlegen. Bereits im Juni hatte Warsh bei seiner ersten Pressekonferenz erklärt, dass die externen Experten dabei von Mitarbeitern der Fed unterstützt werden.

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Warsh hat zuvor einen „Regimewechsel“ bei der US-Notenbank in Aussicht gestellt. Einer seiner zentralen Kritikpunkte bezieht sich auf die Bilanz der Federal Reserve, die sich derzeit auf noch knapp 6,7 Billionen Dollar beläuft. Infolge des durch die Coronakrise ausgelösten Marktschocks hatte die Notenbank ihre Bestände bis 2022 massiv ausgeweitet. Warsh hatte die Bilanz als „aufgebläht“ bezeichnet.

Auch bei der Kommunikation hat der neue Fed-Chef Veränderungen angekündigt. Diese will er im Vergleich zu seinen Vorgängern reduzieren. Damit dürfte etwa auch die Zahl der Pressekonferenzen, die es zuletzt nach jeder Zinsentscheidung gab, abnehmen. Dies dürfte auch für die vierteljährlichen Wirtschaftsprojektionen gelten, die von Warsh kritisiert wurden. Bei der Messung der Inflation dürfte es ebenfalls Veränderungen geben.

Mehr: Ein Satz bewegt die Börsen: Neuer Fed-Chef startet Ära, mit der kaum jemand gerechnet hat

mann, Bloo Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Legen Sie das Handelsblatt als Ihre wichtige Nachrichtenquelle fest.

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What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Arbeitsgruppen legen Ergebnisse bis Jahresende vor.

    Likely · Within months

Open Questions

  • Welche konkreten Reformen werden vorgeschlagen?
  • Wie schnell werden die Ergebnisse umgesetzt?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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