US-Staatsanwältin stellt Ermittlungen gegen Notenbankchef Powell ein
Weg für Nachfolger Kevin Warsh frei – Senator Tillis machte Zustimmung von Einstellung abhängig
Quick Look
- Die US-Justiz hat die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Fed-Chef Jerome Powell wegen angeblich ausschweifender Renovierungskosten eingestellt.
- Staatsanwältin Jeanine Pirro erklärte, statt der Justiz werde nun die interne Aufsicht der Federal Reserve den Fall untersuchen.
- Der republikanische Senator Thom Tillis hatte seine Zustimmung zur Ernennung von Kevin Warsh als Powell-Nachfolger von der Einstellung der Ermittlungen abhängig gemacht.
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Why It Matters
Die Federal Reserve ist eine dem Kongress verpflichtete, unabhängige Institution. Trump fordert seit geraumer Zeit Zinssenkungen, die Fed hat jedoch in den vergangenen zwei Sitzungen den Leitzins stabil gelassen. Die Ermittlungen gegen Powell wurden als Versuch gewertet, die Unabhängigkeit der Notenbank zu untergraben.
Die US-Justiz hat die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Notenbankchef Jerome Powell wegen angeblich ausschweifender Renovierungskosten eingestellt und damit den Weg für die Ernennung eines Nachfolgers freigemacht. Staatsanwältin Jeanine Pirro, die als Verbündete von US-Präsident Donald Trump gilt, erklärte in Onlinediensten, statt der Justiz werde nun die interne Aufsicht der Federal Reserve (Fed) den Fall untersuchen. Zugleich betonte sie im Netzwerk X, erneut strafrechtliche Ermittlungen aufzunehmen, »sollten die Fakten dies rechtfertigen«. Der republikanische Senator Thom Tillis, auf dessen Stimme es bei der Ernennung des designierten Powell-Nachfolgers Kevin Warsh ankommt, hatte seine Zustimmung von der Einstellung der Ermittlungen gegen Powell abhängig gemacht. Powells Amtszeit an der Fed-Spitze endet im Mai. Powell hatte Anfang des Jahres in einer außergewöhnlichen Stellungnahme mitgeteilt, dass das US-Justizministerium der Fed eine Vorladung zugestellt und mit einer Anklage gedroht habe. Dabei geht es offiziell um den geplanten Umbau des Fed-Gebäudes für 2,5 Milliarden Dollar. Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand. Er brachte das Vorgehen in Verbindung damit, dass die Notenbank bei ihren Zinsschritten ihren eigenen Maßstäben und nicht den Wünschen von Präsident Donald Trump folge. Seit geraumer Zeit pocht Trump darauf, dass die Fed den Leitzins senkt – in den vergangenen zwei Sitzungen blieb dieser aber stabil. Trump fiel vor allem im vergangenen Jahr durch zahlreiche Beschimpfungen und Entlassungsdrohungen gegen Powell auf. Die US-Notenbank ist eine dem Kongress verpflichtete, unabhängige Institution. Die Ermittlungen gegen Powell stießen auf scharfe Kritik, da sie als Versuch gewertet wurden, diese Unabhängigkeit zu untergraben. Kritiker befürchten, dass der von Trump vorgeschlagene Kandidat die Unabhängigkeit der weltweit wichtigsten Zentralbank untergraben könnte. Warsh versichert, objektiv handeln zu wollen.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Kevin Warsh wird neuer Fed-Chef
Very likely · Within weeks
Politischer Druck auf die Fed wird fortbestehen
Likely · Within months
Open Questions
- Wird Kevin Warsh als neuer Fed-Chef die Unabhängigkeit der Notenbank wahren?
- Wird die interne Fed-Aufsicht die Renovierungskosten tatsächlich untersuchen?
- Wird die Justiz die Ermittlungen bei neuen Fakten wieder aufnehmen?




