USA liefern Deutschland vorerst keine Tomahawk-Raketen – US-Firma plant Produktion in Sachsen
Quick Look
- Die USA liefern Deutschland derzeit keine Tomahawk-Marschflugkörper, trotz früherer Ankündigungen.
- Das US-Rüstungsunternehmen Covenant plant ab 2027 die Produktion von Mittelstrecken-Flugkörpern mit über 1500 Kilometern Reichweite in der Nähe von Leipzig, wobei Komponenten überwiegend aus Deutschland und Europa stammen sollen.
- Die Bundesregierung sucht nach kostengünstigen Alternativen zu teureren Systemen.
AI-generated summary
Why It Matters
Die USA hatten zuvor Tomahawk-Marschflugkörper an Deutschland geliefert oder zugesagt, liefern diese derzeit jedoch nicht aus, was Besorgnis im Verteidigungsministerium ausgelöst hat und die Suche nach Alternativen getriggert hat.
Die USA liefern Deutschland vorerst keine Tomahawk-Raketen. Für Abhilfe könnte ein US-Rüstungsunternehmen sorgen, das in Sachsen Marschflugkörper fertigen will - offenbar mit Bauteilen aus Europa.
Das US-Rüstungsunternehmen Covenant will Insidern zufolge ab 2027 in der Nähe von Leipzig die Produktion von Mittelstrecken-Flugkörpern starten. Sie sollen eine Reichweite von über 1500 Kilometern haben, wie die Nachrichtenagentur Reuters von mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr. Eine Jahresproduktion von bis zu 1000 Stück sei möglich. Obwohl Covenant eine US-Firma ist, sollen die Komponenten überwiegend aus Deutschland und Europa zugeliefert werden.
Die Pläne fallen mit der Suche der Bundesregierung nach günstigen, in großer Stückzahl verfügbaren Marschflugkörpern zusammen. Demnach sollen sie helfen, eine Lücke zu schließen und als Ergänzung zu teureren Systemen dienen. Covenant und das Bundesverteidigungsministerium kommentierten den Medienbericht nicht.
Die USA wollen Tomahawk-Marschflugkörper trotz früherer Ankündigungen derzeit nicht an Deutschland liefern. Dies hatte Besorgnis im Verteidigungsministerium und die Suche nach Alternativen ausgelöst. Das Covenant-Modell wurde Medienberichten zufolge im August bei einem von den US-Streitkräften unterstützten Test in Marokko erprobt. Insidern zufolge kosten Tomahawk-Marschflugkörper deutlich mehr als die geplanten Covenant-Modelle. Das Rüstungs-Startup strebt die ersten Auslieferungen bereits Anfang 2027 an.
Hinter Covenant steht der US-Investor Michael Kaufman, der zuvor für die Investmentfirma Thiel Capital tätig war. Zu den Geldgebern gehören prominente US-Technologie-Investoren wie Andreessen Horowitz und der Founders Fund. Das 2024 gegründete Unternehmen hat Gesellschaften und Aktivitäten auch in Israel.
Tomahawks sind weitreichende Marschflugkörper. Die unbemannten Präzisionswaffen werden von Schiffen oder U-Booten aus gestartet und fliegen in geringer Höhe unter dem feindlichen Radar. Damit können Ziele in bis zu 2500 Kilometern Entfernung getroffen werden. Marschflugkörper zählen zu den wichtigsten strategischen Offensivwaffen des US-Militärs für Erstschläge gegen geschützte Infrastruktur.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Covenant wird ab 2027 die Produktion von Marschflugkörpern in der Nähe von Leipzig aufnehmen.
Likely · Within years
Die Bundesregierung wird Covenants Angebot als Alternative zu teureren Tomahawk-Systemen prüfen.
Possible · Within months
Open Questions
- Wird das Bundesverteidigungsministerium Covenants Angebot offiziell prüfen oder akzeptieren?
- Welche genauen Kosten unterscheiden die Tomahawk- von den geplanten Covenant-Modellen?
- Werden die in Europa produzierten Komponenten den europäischen Rüstungsstandort stärken?
- Wie reagieren NATO-Partner auf die mögliche Stationierung neuer US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland?





