USA und Indien stehen kurz vor Handelsabkommen
Quick Look
- Die USA und Indien sind laut US-Präsident Trump kurz vor einem Handelsabkommen.
- Nach monatelanger Unsicherheit über Zölle, die bis zu 50% erreichten, sehen Analysten eine Verbesserung der Wirtschaftsaussichten Indiens.
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Why It Matters
Die USA hatten auf dem Höhepunkt des Handelskonflikts Zölle von bis zu 50 Prozent auf indische Waren erhoben, was die Wirtschaftsaussichten Indiens belastete.
Auf dem Höhepunkt des Handelskonflikts erheben die USA Abgaben in Höhe von 50 Prozent auf Waren aus Indien. Für das bevölkerungsreichste Land der Welt mit seiner aufstrebenden Wirtschaft ein herber Schlag. Nun lichten sich die Wolken, konstatieren Analysten.
Indien und die USA stehen offenbar kurz vor Unterzeichnung eines Handelsabkommens - zumindest wenn man US-Präsident Donald Trump Glauben schenkt. Der Deal sei "sehr nahe", sagte er beim Briefing mit Premierminister Narendra Modi auf dem G-7-Gipfel in Frankreich. Beide Länder haben mehrere Verhandlungsrunden über Zölle geführt. Im Februar hieß es, sie hätten eine Einigung über die Senkung der US-Abgaben auf indische Waren erzielt, ein endgültiges Abkommen steht jedoch noch aus.
In einem Beitrag auf X teilte Modi mit, er und Trump hätten bei ihrem Treffen im französischen Evian die anhaltenden Fortschritte in der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Energie, Verteidigung und Technologie erörtert. Trump nannte Modi einen "sehr harten Verhandlungsführer" und sagte: "Wir werden sehr bald in Indien sein." Solange er Präsident sei, habe Indien einen großen Freund im Weißen Haus.
Die anhaltende Unsicherheit über die Zölle hatte monatelang die Wirtschaftsaussichten Indiens überschattet und die Marktstimmung belastet. Ökonomen zufolge lichten sich die Wolken jedoch. Laut einem Bericht von Barclays erreichten die effektiven US-Zölle auf indische Waren auf dem Höhepunkt der Handelseskalation 50 Prozent, was die Aussichten für Exporte und ausländische Direktinvestitionen trübte.
Dies habe in Verbindung mit einer Umschichtung in Märkte für Hardware für künstliche Intelligenz in anderen Teilen Asiens und dem Ausbruch des Krieges im Nahen Osten zu einem Ausverkauf an den indischen Aktienmärkten geführt, so Ajay Rajadhyaksha und Aastha Gudwani von Barclays.
Vor drei Monaten sei Indien mit einer Energiekrise, Zollproblemen und einem Markt konfrontiert gewesen, der deutlich Schlimmeres eingepreist habe, so Barclays. Da der Gegenwind nun nachlasse, verdiene die am schnellsten wachsende große Volkswirtschaft der Welt einen zweiten Blick, fügte die Bank hinzu.
Barclays erwartet, dass Indien auf einen noch niedrigeren Zoll als vereinbart drängen wird, da viele Länder bei zehn Prozent liegen. Aber selbst wenn dies nicht geschieht, scheint die Situation deutlich verbessert.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Indien wird auf niedrigere Zölle als vereinbart drängen.
Likely · Medium term
Open Questions
- Wie hoch werden die endgültigen Zölle sein?
- Wann wird das Abkommen unterzeichnet?


