USA und Iran einigen sich auf Abkommen zu Kriegsende
Quick Look
- Nach wochenlangen Verhandlungen haben die USA und Iran eine vorläufige Einigung für ein Friedensabkommen erzielt.
- Die Unterzeichnung soll am Freitag in der Schweiz stattfinden.
- Die Straße von Hormus soll nach Minenräumungsarbeiten geöffnet werden, US-Sanktionen könnten gelockert werden.
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Why It Matters
Nach wochenlangen Verhandlungen haben die USA und Iran eine vorläufige Übereinkunft für einen Ausweg aus dem Iran-Krieg gefunden. Die Unterzeichnung soll am Freitag in der Schweiz stattfinden.
Liveblog Irankrieg :
USA und Iran einigen sich auf Abkommen zu Kriegsende
15.06.2026, 02:52Lesezeit: 1 Min.
Die USA und Iran sollen sich auf ein Friedensabkommen geeinigt haben.EPA
Die Unterzeichnung soll am Freitag in der Schweiz stattfinden +++ Trump: Hormus-Seeblockade aufgehoben +++ Israelische Luftschläge auf Ziele in Beiruts Vororten+++ alle Entwicklungen im Liveblog
Hanna Masa
Abkommen soll am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werden
Nach wochenlangen Verhandlungen haben die USA und Iran nach Angaben des Vermittlers Pakistan und der US-Regierung eine vorläufige Übereinkunft für einen Ausweg aus dem Iran-Krieg gefunden. „Nach intensiven Gesprächen freuen wir uns, bekanntgeben zu können, dass das Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran erzielt wurde“, schrieb Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf der Plattform X. Kurz darauf bestätigte auch US-Präsident Donald Trump den Abschluss eines Abkommens mit Iran. Er genehmige hiermit die Öffnung der Straße von Hormus für eine mautfreie Schifffahrt und ordne gleichzeitig die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade gegen iranische Häfen an, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Sharif erklärte, beide Seiten hätten die sofortige und endgültige Beendigung der Militäroperationen an allen Fronten, einschließlich in Libanon, zugesichert. Die offizielle Unterzeichnungszeremonie soll ihm zufolge am Freitag in der Schweiz stattfinden. Auch der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi sagte laut der Nachrichtenagentur Tasnim, der Text des Rahmenabkommens sei fertiggestellt worden.
Zu den Inhalten der Übereinkunft wurden zunächst keine weiteren Details bekanntgegeben. Das Rahmenabkommen ist allerdings nur ein Zwischenschritt, wenn auch ein wichtiger – weitere wichtige Vereinbarungen in dem Konflikt zwischen den beiden Ländern, etwa zum Atomstreit, sollen im Detail während weiterer Gespräche ausgehandelt werden.
Kurz zuvor hatte das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Präsident Donald Trump berichtet, eine Einigung stehe unmittelbar bevor. Diese sehe vor, dass Iran keine Atomwaffen anstrebe und die Straße von Hormus umgehend öffne. Im Gegenzug könnten Sanktionen gegen die Islamische Republik aufgehoben werden, Bargeldzahlungen seien jedoch nicht vorgesehen, sagte Trump der Zeitung. Zudem solle es strenge Kontrollen geben. Der Abtransport von nuklearem Material aus Iran habe für ihn derzeit keine Priorität und könne später erfolgen. Die Seeblockade gegen Iran bezeichnete Trump als wirksam und „mächtiger als die Angriffe“.
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Sabrina Frangos
Iran: Rahmenabkommen unter Führung von Chamenei finalisiert
Der iranische oberste Nationale Sicherheitsrat hat nach eigenen Angaben das Rahmenabkommen mit den USA unter der Führung von Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei finalisiert. Die Verhandlungen seien am Sonntagabend zum Abschluss gekommen, hieß es in einer Stellungnahme des Sicherheitsrates, die von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlicht wurde.
Das Rahmenabkommen umfasse ein sofortiges Kriegsende an allen Fronten, eingeschlossen Libanon. Dies gelte sofort und dauerhaft. Zudem werde die US-Seeblockade sofort und vollständig aufgehoben, hieß es weiter. Von Zugeständnissen der iranischen Seite war in dem Schreiben keine Rede.
Der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi sagte laut Tasnim, die iranischen Verpflichtungen des Abkommens würden erst nach einer Unterzeichnung am Freitag in Kraft treten.
In einem weiteren Tasnim-Bericht war unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen von einer Öffnung der Straße von Hormus nach einer Unterzeichnung des Rahmenabkommens die Rede.
Der Nationale Sicherheitsrat in Iran ist das höchste Entscheidungsgremium und steht unter der Aufsicht des obersten Führers Modschtaba Chamenei sowie der Leitung von Präsident Massud Peseschkian.
Seit Modschtaba Chamenei die Nachfolge seines getöteten Vaters angetreten ist, wird über den Gesundheitszustand des 56-Jährigen spekuliert. Iranische Staatsmedien bezeichneten ihn in einem Porträt als „Kriegsversehrten“. Öffentlich aufgetreten ist er seit seiner Ernennung nicht.
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Sabrina Frangos
UN-Chef: Einigung zwischen USA und Iran „entscheidender Schritt“
UN-Generalsekretär António Guterres hat die Einigung zwischen den USA und Iran als „entscheidenden Schritt“ auf dem Weg zu einer friedlichen Dauerlösung des Konflikts gewürdigt. Er bedanke sich bei allen, die dazu beigetragen hätten, und hoffe, dass die Beteiligten diesen Moment nun nutzen, um mit noch mehr Anstrengung eine endgültige Beilegung des Konflikts zu erreichen, sagte Guterres. Die Vereinten Nationen stünden jederzeit zur Unterstützung bereit.
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Sabrina Frangos
Ölpreise fallen nach Einigung zwischen Iran und USA
Die Ölpreise sind infolge der Einigung zwischen den USA und dem Iran deutlich gefallen. Der Preis für die weltweite Referenzsorte Brent mit Lieferung im August fiel um knapp vier Prozent auf rund 84 US-Dollar je Barrel. Der Preis für die US-Sorte WTI mit Lieferung Ende Juli fiel in den USA am Sonntagabend (Ortszeit) ähnlich stark auf gut 81 Dollar pro Fass je 159 Liter.
Nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte Teheran die Schifffahrt in der Straße von Hormus mit Drohungen und Angriffen weitestgehend zum Erliegen gebracht, weshalb die Energiepreise weltweit anstiegen. Die Meerenge ist von entscheidender Bedeutung für den Export von Öl und Flüssiggas aus den rohstoffreichen Staaten am Persischen Golf.
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Sabrina Frangos
Medien: Trump droht bei Scheitern des Atomabkommens mit erneuten Angriffen
US-Präsident Donald Trump droht einem Medienbericht zufolge Iran mit neuen militärischen Angriffen, falls kein endgültiges Atomabkommen mit den USA zustande kommt. Alternativ würden die USA gegen eine Beteiligung von 20 Prozent an den Einnahmen der Region als „Wächter des Nahen Ostens“ auftreten, sagt Trump der Zeitung „New York Times“. Die von ihm erzielte Vereinbarung mit der Regierung in Teheran stelle letztlich sicher, dass die Straße von Hormus „dauerhaft gebührenfrei“ bleibe, erklärt er weiter. Zudem habe er Israel trotz der Einwände des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor der nuklearen Vernichtung bewahrt.
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Sabrina Frangos
Agentur: Iran veröffentlicht weitreichende Details zu geplantem Abkommen mit den USA
Die iranische Nachrichtenagentur Mehr veröffentlicht Details aus dem 14-Punkte-Entwurf für eine Absichtserklärung zwischen den USA und Iran. Demnach sieht das Papier ein sofortiges und dauerhaftes Ende des Krieges an allen Fronten einschließlich des Libanons vor. Innerhalb von 30 Tagen sollen die US-Seeblockade vollständig aufgehoben und die Straße von Hormus unter iranischer Regie wieder geöffnet werden. Zudem sollen die Sanktionen gegen iranische Öl- und Petrochemie-Verkäufe ausgesetzt und eingefrorene iranische Gelder in Höhe von 24 Milliarden Dollar freigegeben werden. Die Hälfte dieser Mittel müsse ebenso wie die Aufhebung der Seeblockade und der Ölsanktionen gewährt werden, bevor die abschließenden Verhandlungen beginnen.
Diese Gespräche sollen 60 Tage dauern und sich auf Nuklearfragen sowie die vollständige Aufhebung der Sanktionen konzentrieren. Das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung von Widerstandsgruppen sind dem Bericht zufolge von den Verhandlungen ausgeschlossen. Die USA und ihre Verbündeten müssen zudem Wiederaufbaupläne für den Iran im Volumen von mindestens 300 Milliarden Dollar vorlegen. Ein endgültiges Abkommen soll durch eine Resolution des UN-Sicherheitsrates gebilligt werden.
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Sabrina Frangos
Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien begrüßen US-iranische Einigung
Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien begrüßen die Ankündigung einer Absichtserklärung zwischen den USA und Iran. Der Iran dürfe niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen, teilen die Staats- und Regierungschefs der sogenannten E4-Staaten in einer gemeinsamen Erklärung mit. Man sei bereit, entsprechende Sanktionen aufzuheben, wenn die Regierung in Teheran klare und überprüfbare Schritte bei ihrem Atomprogramm unternehme. Zudem sei die dringende Wiedereröffnung der Straße von Hormus mit bedingungsloser und uneingeschränkter Schifffahrtsfreiheit unerlässlich.
Die vier europäischen Länder seien bereit, zu diesem Zweck mit den USA, dem Iran und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus bekräftigen die Staaten ihre volle Unterstützung für die Stabilität, Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Libanons sowie die Bedeutung eines stabilen Waffenstillstands.
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Sabrina Frangos
Straße von Hormus soll erst Freitag geöffnet werden
Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus soll erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, teilte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Danach werde das Öl wieder frei fließen, zugunsten der Region und der ganzen Welt.
Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen von einer Öffnung der Meerenge nach einer Unterzeichnung eines Rahmenabkommens am Freitag.
Zuvor hatte Trump ebenso wie Pakistan eine Einigung auf ein Rahmenabkommen mit dem Iran verkündet. In dem ersten Post von Trump klang es noch so, als werde die Straße von Hormus umgehend geöffnet. Er genehmige die Öffnung der Meerenge, eine Maut werde es nicht geben, schrieb der US-Präsident. Zudem ordnete er laut seinem Post die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Häfen an.
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Sabrina Frangos
Merz: Abkommen mit Iran muss „zielstrebig“ umgesetzt werden
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Einigung zwischen den USA und Iran begrüßt und eine „zielstrebige“ Umsetzung des Abkommens gefordert. „Die Straße von Hormus muss dauerhaft und uneingeschränkt für die freie Schifffahrt geöffnet werden“, erklärte der Kanzler. „Weitere Verhandlungen müssen in den nächsten Wochen sicherstellen, dass Iran sein militärisches Nuklearprogramm nachprüfbar beendet.“ Es dürfe auch keine weiteren Angriffe gegen Israel und andere Nachbarn in der Region geben.
Merz gratulierte US-Präsident Donald Trump zu „diesem diplomatischen Durchbruch“ in den Verhandlungen mit Iran. „Nun gilt es, das Vereinbarte zielstrebig umzusetzen.“ Das Abkommen könne den Weg zu einer Erholung der Weltwirtschaft und einer Stabilisierung der Region anbahnen, erklärte Merz. Die Bundesregierung unterstütze und befördere dafür weiter alle entsprechenden diplomatischen Anstrengungen.
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Sabrina Frangos
Macron: G7-Staaten werden über dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus beraten
Nach der Verkündung einer Einigung auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Krieges hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron für den G7-Gipfel im französischen Evian ab Montag Gespräche über eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus angekündigt. „Ziel wird es sein, die Folgen dieses Abkommens zu beleuchten, die Unterstützung für den Libanon, die dauerhafte Wiedereröffnung der Straße von Hormus und selbstverständlich den Abschluss eines Abkommens über das Atom- und das Raketenprogramm in Iran“, sagte Macron am Sonntagabend in einer im Onlinedienst Instagram veröffentlichten Videobotschaft.
Zuvor hatten US-Präsident Donald Trump und die pakistanische Regierung, die in dem Konflikt vermittelt hatte, den Durchbruch verkündet. Eine Einigung mit Iran sei „jetzt vollständig“, erklärte Trump. Diese Einigung umfasse eine sofortige Waffenruhe in der gesamten Region einschließlich des Libanon, erklärte Premierminister Shebaz Sharif.
Die Staats- und Regierungschefs der sieben G7-Mitgliedstaaten starten am Montag in Evian ein dreitägiges Gipfeltreffen. Die Folgen der Einigung im Iran-Krieg sollen Macron zufolge auch am Dienstag in Anwesenheit der Staats- und Regierungschefs von Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar zur Sprache kommen. „Wir werden uns auch die Wege und Mittel ansehen, die Energierouten aus der Region zu diversifizieren, um aus unserer Abhängigkeit herauszukommen“, sagte der französische Präsident.
Die Straße von Hormus liegt zwischen dem Golf von Oman und dem Persischen Golf. Der Iran hatte die für den weltweiten Handel mit Öl und Flüssiggas wichtige Meerenge nach Beginn des Krieges mit den USA und Israel Ende Februar weitestgehend blockiert. Die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade gegen iranische Häfen. Daraufhin waren die Ölpreise weltweit explodiert.
Frankreich und Großbritannien hatten sich im April zu einer militärischen Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus bereit erklärt. Zahlreiche weitere Länder hatten den Briten und Franzosen dabei ihre Unterstützung zugesichert, darunter auch Deutschland. Diese Mission dürfte nun beim G7-Gipfel besprochen werden.
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Hanna Masa
UN-Generalsekretär kritisiert israelischen Angriff auf Beirut
UN-Generalsekretär António Guterres hat den israelischen Angriff auf Vororte von Beirut kurz vor der möglicherweise bevorstehenden Unterzeichnung eines Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs scharf kritisiert. „Die Angriffe fanden trotz der Waffenruhe statt und zu einem Zeitpunkt, an dem eine Einigung der Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran erwartet wird, die den Weg für eine friedliche Lösung dieses Konflikts ebnen wird“, erklärte der UN-Generalsekretär am Sonntag.
„Ich fordere alle Seiten auf, in diesem entscheidenden Moment größtmögliche Zurückhaltung auszuüben“, fügte Guterres hinzu.
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Hanna Masa
Irans Nationaler Sicherheitsrat droht nach Israels Angriff mit Reaktion
Nach einem Angriff Israels auf die pro-iranische Hizbullah-Miliz in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut hat der iranische Sicherheitsrat mit einer raschen Reaktion gedroht: „Die Reaktion der Kämpfer des Islam steht unmittelbar bevor“, erklärte der iranische oberste Nationale Sicherheitsrat am Sonntag im Onlinedienst X. "Libanon ist unser Leben, und eine Überschreitung der roten Linien der Islamischen Republik wird nicht toleriert werden“, hieß es weiter.
Zuvor hatte Irans Präsident Massud Peseschkian erklärt, der Nationale Sicherheitsrat halte an den Verhandl
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Endgültiges Atomabkommen wird ausgehandelt.
Likely · Within months
Wiederaufbaupläne für Iran werden vorgelegt.
Possible · Within months
Open Questions
- Welche weiteren Details des Abkommens werden bekannt?
- Wie werden die Sanktionen konkret gelockert?
- Wird das Atomprogramm umfassend geklärt?




