USA untersuchen Arzneimittelpreise in Deutschland
Quick Look
- Die US-Regierung hat eine Untersuchung wegen mutmaßlich unfairer Arzneimittelpreise in Deutschland eingeleitet.
- Laut US-Handelsbeauftragtem Jamieson Greer tragen US-Patienten unverhältnismäßig hohe Kosten für Forschung und Entwicklung.
- Die Maßnahme könnte zu Zöllen führen.
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Why It Matters
Die USA untersuchen, ob deutsche Arzneimittelpreise US-Patienten unverhältnismäßig belasten. Dies ist Teil einer breiteren US-Strategie zur Senkung von Medikamentenpreisen im Inland.
Die Preise für Medikamente sind in den USA deutlich höher. Deutschland beteilige sich zu wenig an den Entwicklungskosten, argumentiert der US-Handelsbeauftragte Greer. 19.06.2026 - 06:47 Uhr Artikel anhören
Jamieson Greer: Die USA drängen auf höhere Arzeimittelpreise in Deutschland. Foto: REUTERS
Washington. Die US-Regierung hat eine Untersuchung wegen mutmaßlich unfairer Arzneimittelpreise in Deutschland aufgenommen. Dabei gehe es um die Frage, ob US-amerikanische Patienten einen unverhältnismäßig großen Anteil der Kosten für Forschung und Entwicklung schultern, teilte das Büro des Handelsbeauftragten Jamieson Greer mit. Er beruft sich auf ein Handelsgesetz, das je nach Ausgang Zölle rechtfertigen könnte.
Greer wies darauf hin, dass den Ermittlungen monatelange Gespräche mit der Bundesregierung vorausgegangen seien – offenbar ohne Erfolg. Erst im April sei ein Abkommen mit Großbritannien erzielt worden, teilte Greer mit. „Deutschland sollte diesem Beispiel folgen und konstruktive Verhandlungen führen, um das Ungleichgewicht zu beseitigen.“
Die Maßnahme ist Teil eines breiteren Vorstoßes der Regierung von Präsident Donald Trump, die vergleichsweise hohen Medikamentenpreise im Land zu drücken. Gegen etliche Länder wurden deshalb bereits Zölle erhoben. Andere ließen sich auf Vereinbarungen mit der US-Regierung ein, die etwa die Verlagerung von Produktion in die USA vorsehen.
Die Untersuchung stützt sich auf einen Passus eines US-Handelsgesetzes aus dem Jahr 1974. In der Vergangenheit nutzten die USA diesen Mechanismus etwa, um Strafzölle gegen China zu verhängen. Auch gegen die Europäische Union und weitere Länder leiteten die USA im März Ermittlungen auf Grundlage des Passus ein. Der Vorwurf damals: strukturelle Überkapazitäten.
In einem wegweisenden Urteil hatte der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten im Februar einen Großteil von Trumps Zöllen gekippt. Seither setzt der Republikaner auf neue rechtliche Vehikel, die jedoch zeitlich befristet sind oder Ungleichgewichte im Handel voraussetzen.
Mehr: Billige Medikamente in Europa, weil die Amerikaner zahlen? Das ist bald vorbei
What to Watch
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Mögliche Verhängung von Zöllen gegen deutsche Arzneimittel
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Open Questions
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