Vertrauensbruch beim Arzt oder Anwalt: Was Betroffene tun können
Quick Look
- Wenn Ärzte oder Anwälte ihre Schweigepflicht brechen, können Betroffene Strafantrag stellen.
- Dies kann zu Geld- oder Freiheitsstrafen führen und berufsrechtliche Konsequenzen wie den Verlust der Zulassung nach sich ziehen.
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Why It Matters
Die Schweigepflicht schützt sensible persönliche Informationen und sichert das Vertrauen zwischen Fachkräften und ihren Klienten. Ein Bruch kann schwerwiegende Folgen haben.
Vertrauensbruch beim Arzt oder Anwalt: Wie Betroffene reagieren können, wenn ihre sensiblen Daten unerlaubt weitergegeben wurden – und welche Folgen das für die Verantwortlichen hat. 26.06.2026 - 04:25 Uhr Quelle: dpa Artikel anhören
Was beim Arzt besprochen wird, bleibt auch beim Arzt. Bricht dieser seine Schweigepflicht, kann er sich strafbar machen. Foto: Jens Büttner/dpa/dpa-tmn
Berlin/Freiburg. Die Schweigepflicht soll sensible persönliche Informationen schützen und das Vertrauen zwischen Fachkräften und ihren Klienten, Patienten und Mandanten sichern. Umso schwerer wiegt es, wenn vertrauliche Angaben ohne Zustimmung oder ohne einen rechtfertigenden Notfall weitergegeben werden. Für Betroffene kann ein solcher Vertrauensbruch nicht nur emotional belastend sein, sondern auch berufliche, soziale oder gesundheitliche Folgen haben. Aber was dagegen tun?
„Bei einem Bruch der Schweigepflicht sollte Strafantrag gestellt werden“, rät Rechtsanwalt Christian Rode, der auch Mitglied im geschäftsführenden Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft Strafrecht des Deutschen Anwaltvereins ist. Das geht zum Beispiel bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft.
Bruch kann zum Verlust der Approbation führen
Der Bruch der Schweigepflicht ist Rode zufolge ein sogenanntes Antragsdelikt. Darum werde die Straftat nur dann verfolgt, wenn der Verletzte selbst Strafantrag stellt. Wurde die Schweigepflicht tatsächlich zu Unrecht gebrochen, drohen Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.
„Neben der Kriminalstrafe drohen auch berufsrechtliche Sanktionen - bis hin zur Rücknahme der Anwaltszulassung oder der Approbation“, sagt Rode. Dann kann es sein, dass Verurteilte ihren jeweiligen Beruf nur noch eingeschränkt, ihn zeitlich befristet nicht mehr oder ihn sogar nie wieder ausüben dürfen.
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Open Questions
- Wie häufig kommt ein solcher Vertrauensbruch vor?
- Gibt es spezifische Branchen, die besonders betroffen sind?



