Vier Metropolregionen gründen Innovationsagentur
Quick Look
- Hamburg und drei weitere Bundesländer gründen eine gemeinsame Innovationsagentur zur länderübergreifenden Förderung von Unternehmen und Forschung.
- Ziel ist die Vernetzung und Unterstützung bei der Suche nach Partnern und Fördermitteln, um den Norden im Wettbewerb zu stärken.
- Die Gründung ist für 2027 geplant.
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Why It Matters
Die vier Länder der Metropolregion Hamburg wollen eine gemeinsame Innovationsagentur gründen, um Innovationen länderübergreifend zu fördern und bestehende Strukturen zu ergänzen. Die Pläne gehen auf eine OECD-Empfehlung von 2019 zurück.
Die vier Länder der Metropolregion Hamburg wollen eine gemeinsame Innovationsagentur gründen. Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern unterzeichneten dazu in dieser Woche eine Absichtserklärung. Die Einrichtung soll erstmals Innovationen gezielt länderübergreifend fördern und bestehende Strukturen ergänzen.
Geplant ist, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere Akteure besser zu vernetzen, Projekte anzustoßen und bei der Suche nach Partnern sowie Fördermitteln zu unterstützen. Ziel ist es, vor allem kleinen und mittelständischen Betrieben den Zugang zu überregionalen und internationalen Innovationsprojekten zu erleichtern. Die Agentur soll zudem Wissenstransfer organisieren und Informationen zentral bündeln.
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte, Innovation müsse „auch über Ländergrenzen hinweg gefördert“ werden, um Unternehmen zu modernisieren und den Norden im Wettbewerb gegen andere Regionen zu stärken. Die geplante Agentur solle eine „Brücke zwischen den Innovationszentren“ schlagen und Kräfte bündeln. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nannte das Ziel „klar“: mehr länderübergreifende Projekte und Unterstützung für Unternehmen, etwa bei internationalen Vorhaben.
Auch aus den anderen Ländern kam Zustimmung. Niedersachsens Europaministerin Melanie Walter sagte, die Agentur sei eine „echte Chance für gelebte Zusammenarbeit“. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsstaatssekretärin Julia Carstens sieht erstmals eine „strategisch länderübergreifende Projektentwicklung“ und die Möglichkeit, Fördermittel gezielter in den Norden zu lenken – etwa für Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und sogenannte Dual-Use-Technologien.
Die Pläne gehen auf eine Empfehlung der OECD aus dem Jahr 2019 zurück. Demnach schöpft die Region ihr wirtschaftliches Potenzial bislang nicht vollständig aus, weil Zusammenarbeit oft an Ländergrenzen endet. Ein gemeinsames Konzept, das Leistungsangebot, Struktur und Finanzierung klärt, liegt inzwischen vor. Die Gründung der Innovationsagentur ist zum 1. Januar 2027 vorgesehen.
Open Questions
- Wie wird die Finanzierung der Agentur genau geregelt?
- Welche konkreten Projekte sind als erstes geplant?






