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Vorsicht bei Online-Käufen von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln
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Handelsblatt6/15/2026Consumer_affairs3 min readGermany

Vorsicht bei Online-Käufen von Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln

Quick Look

  • Verbraucherzentrale NRW warnt vor unseriösen Online-Shops, die gefälschte Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel verkaufen.
  • Betrüger nutzen alte Arztpraxis- oder Apothekenseiten und falsche Gesundheitsversprechen.
  • Achten Sie auf das EU-Sicherheitslogo und Register-Einträge.

AI-generated summary

Why It Matters

Internationale Händler nutzen seriös wirkende Internetseiten von ehemaligen Arztpraxen oder Apotheken, um gefälschte Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel anzubieten. Diese Produkte sind oft nicht ordnungsgemäß registriert.

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Mit wenigen Klicks kann man Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel online bestellen. Dennoch sollten Sie sich kurz Zeit nehmen, die Internetseite zu prüfen - um nicht auf Betrüger hereinzufallen.

Düsseldorf. Wer im Internet nach Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln oder Gesundheitsprodukten sucht, sollte genau hinschauen. Denn derzeit werden fragwürdige Produkte auf seriös wirkenden Internetseiten verkauft, warnt die Verbraucherzentrale NRW.

Hinter vielen dieser Angebote stecken internationale Händler. Sie verwenden Internetseiten ehemaliger Arztpraxen, Apotheken oder Kliniken, um ihre Waren anzubieten und das Vertrauen der Kunden zu gewinnen. Dafür nutzen sie gezielt bekannte Namen und locken Kunden mit falschen Gesundheitsversprechen.

Durch den aktuell wirkenden Webauftritt - mit Fotos, Impressum und Stellenanzeigen - erkennen Verbraucher nicht unbedingt, dass die medizinischen Einrichtungen längst nicht mehr existieren und die Angaben veraltet sind.

Im schlimmsten Fall vertrauen Verbraucher auf die scheinbare medizinische Kompetenz und landen bei unseriösen Angeboten. Besonders kritisch wird es, wenn Menschen gesundheitliche Beschwerden haben. Das Problem: Viele der dort angebotenen Produkte, etwa Nahrungsergänzungsmittel, seien in Deutschland nicht ordnungsgemäß registriert, so die Verbraucherschützer.

Versandapotheken brauchen eine Zulassung

Arztpraxen und Kliniken dürfen in Deutschland - bis auf wenige Ausnahmen - im Rahmen ihrer ärztlichen Tätigkeit gar keine Waren verkaufen. Taucht auf einer solchen Internetseite also ein Shop auf, sei das ein deutliches Warnzeichen, so die Verbraucherschützer.

Bevor Verbraucher online also den Button „Kaufen“ drücken, sollten sie immer überprüfen, ob es sich bei der Internetseite um eine Versandapotheke handelt, die offiziell im Register steht. Denn in Deutschland erhalten nur zugelassene Präsenzapotheken eine Erlaubnis zum Versandhandel.

Und so geht es: Seriöse Internetapotheken kann man den Verbraucherschützern zufolge am einheitlichen EU-Sicherheitslogo erkennen. Klickt man auf das Logo, sollte man beim Eintrag der Apotheke im Versandhandelsregister des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) landen. Fehlt das Logo oder die Verlinkung, sollten Verbraucher auf keinen Fall auf der Internetseite bestellen.

Übrigens: Die Verbraucherzentrale NRW veröffentlicht auf Ihrer Internetseite eine Übersicht zu unseriösen Online-Shops. Beim Fakeshopfinder kann man gezielt verdächtige Internetadressen eingeben. Wer selbst eine neue Fake-Internetseite entdeckt, kann sie bei der Ärztekammer oder den Verbraucherschützern melden (per Mail, etwa unter [email protected]).

Open Questions

  • Wie viele Verbraucher sind bereits auf diese Betrüger hereingefallen?
  • Welche Strafen drohen den Betrügern?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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