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VW-Chef Blume verteidigt Sparkurs und fordert Weiterentwicklung des Geschäftsmodells
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Die Zeit6/18/2026Business3 min readGermany

VW-Chef Blume verteidigt Sparkurs und fordert Weiterentwicklung des Geschäftsmodells

Quick Look

  • VW-Chef Oliver Blume verteidigte auf der Hauptversammlung den Sparkurs des Konzerns angesichts verschärfter Branchenbedingungen und angespannter Lage.
  • Er betonte die Notwendigkeit, das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln, um bis 2030 der attraktivste Automobilhersteller zu werden und die Umsatzrendite auf 8-10% zu steigern.
  • Der Stellenabbau liege im Plan.

AI-generated summary

Why It Matters

Angesichts verschärfter Branchenbedingungen und einer angespannten Lage verteidigte VW-Chef Oliver Blume auf der Hauptversammlung den Sparkurs des Konzerns. Er betonte die Notwendigkeit, das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln.

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VW-Chef Oliver Blume hat auf der Hauptversammlung des Konzerns seinen Sparkurs verteidigt. «2026 haben sich die Rahmenbedingungen der Automobilindustrie nochmals verschärft», sagte er laut vorab veröffentlichtem Redemanuskript bei dem virtuellen Aktionärstreffen. «Unsere Lage ist angespannt und anspruchsvoll.» Darauf müsse der Konzern reagieren.

Blume hatte im Frühjahr ein «Zielbild Volkswagen Konzern 2030» angekündigt und erste Eckpunkte für die Neuausrichtung genannt. «Unser über Jahrzehnte erfolgreiches Geschäftsmodell funktioniert heute nicht mehr. Wir müssen es weiterentwickeln», sagte er. Daran werde gearbeitet. «Weitere wesentliche Entscheidungen treffen wir gemeinsam mit unserem Aufsichtsrat im Sommer.»

Ziel sei es, 2030 der «weltweit der attraktivste Automobilhersteller» zu sein. Die Umsatzrendite soll dann bei 8 bis 10 Prozent liegen.

Blume: Verdienen nicht genug Geld

Zugleich zog Blume eine positive Bilanz der bisherigen Bemühungen. Mit neuen Modellen wie dem gerade vorgestellten elektrischen ID. Polo sei die Marke auf dem richtigen Weg. «Mit unseren Produkten stehen wir wieder vorn im Wettbewerb. Allerdings verdienen wir damit nicht genug Geld.» Zwar zeigten die laufenden Sparprogramme bereits Wirkungen. Dem wirkten aber die neuen Belastungen durch Zölle, Handelsbarrieren und geopolitische Risiken entgegen.

Beim geplanten Abbau von konzernweit 50.000 Stellen bis 2030 liege VW im Plan. Allein bei der Kernmarke, wo 35.000 Stellen wegfallen sollen, werde sich die Belegschaft bis Ende 2026 um 19.000 reduzieren, berichtete Blume. 28.000 freiwillige Austritte seien bereits fest vereinbart, die Fabrikkosten an deutschen VW-Standorten 2025 um mehr als 20 Prozent gesunken.

Überkapazitäten werden abgebaut

Zugleich bekräftigte Blume seine Pläne, die Kapazität der Werke weiter zu senken und Überkapazitäten abzubauen. Bis 2030 will Blume die Kapazität seiner europäischen Werke um weitere 500.000 Fahrzeuge senken - zusätzlich zum bereits laufenden Kapazitätsabbau um eine Million Fahrzeuge bis 2028. Ebenso viele sollen es in China sein, weltweit damit eine Million Autos wegfallen. Details zu konkreten Maßnahmen nannte Blume zunächst nicht.

Das Aktionärstreffen findet erneut rein digital statt - wie bereits in den vergangenen beiden Jahren. Vorstand und Aufsichtsrat sind dabei nicht einmal in Wolfsburg, sondern werden aus München zugeschaltet. In Präsenz hatte Blume die eigenen Anteilseigner zuletzt 2023 empfangen.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Umsatzrendite von 8-10% bis 2030.

    Likely · Long term

  • Kapazität europäischer Werke um weitere 500.000 Fahrzeuge senken bis 2030.

    Likely · Long term

Open Questions

  • Welche konkreten Maßnahmen für Kapazitätsabbau?
  • Wie wirken sich Zölle und Risiken aus?

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This article was originally published by Die Zeit.

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