Warnstreik an drei Unikliniken in Baden-Württemberg
Quick Look
- Patienten an den Universitätskliniken Freiburg, Heidelberg und Tübingen müssen heute mit Einschränkungen rechnen.
- Verdi hat zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, um höhere Löhne zu fordern.
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Why It Matters
Patientinnen und Patienten an drei Universitätskliniken in Baden-Württemberg müssen heute mit Einschränkungen rechnen. Ein ganztägiger Warnstreik wurde von der Gewerkschaft Verdi ausgerufen. Die Notfallversorgung soll gewährleistet bleiben, aber es kann zu längeren Wartezeiten kommen.
Patientinnen und Patienten an drei Universitätskliniken sollten sich heute auf mögliche Einschränkungen einstellen. Wegen eines ganztägigen Warnstreiks in den Häusern in Freiburg, Heidelberg und Tübingen kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Die Gewerkschaft Verdi rief die Klinikbeschäftigten in der laufenden Tarifrunde zu Arbeitsniederlegungen auf. Am Montag war der Auftakt der Warnstreiks in dieser Woche an der Universitätsklinik in Ulm. Die Gewerkschaft rechnet an beiden Tagen mit insgesamt rund 1.500 Teilnehmenden.
Notfallversorgung gewährleistet, aber ...
Die Notfallversorgung und lebenswichtige Behandlungen sollen weiter gewährleistet bleiben. In Einzelfällen könne es aber zu Einschränkungen oder Verzögerungen kommen, sagte ein Verdi-Sprecher.
Die Uniklinik in Tübingen teilte mit: «Dringliche Behandlungen werden weiterhin durchgeführt, die Akut- und Notfallversorgung wird zu jeder Zeit gewährleistet.» Es könne zu längeren Wartezeiten kommen.
Patientinnen und Patienten, deren Termine verschoben werden müssten, seien aktiv durch die jeweiligen Fachabteilungen informiert worden. Zu den zum Warnstreik aufgerufenen Beschäftigten zählen unter anderem der Pflege- und Funktionsdienst, der medizinisch-technische Dienst und Verwaltungsmitarbeitende.
Rund 26.000 Beschäftigte betroffen
Hintergrund des Warnstreiks ist der festgefahrene Tarifstreit für rund 26.000 Beschäftigte der vier Unikliniken. Verdi fordert 7,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 320 Euro zusätzlich pro Monat für die Beschäftigten. Auszubildende sowie Praktikantinnen und Praktikanten sollen monatlich 250 Euro mehr erhalten. Zudem verlangt die Gewerkschaft für Azubis einen Mobilitätszuschuss in Höhe des Deutschlandtickets.
Die nächste Verhandlungsrunde ist laut dem Arbeitgeberverband der Universitätsklinika (AGU) am 17. Juni. Verdi werde dann ein konkretes Angebot unterbreitet, sagte Heinz Falszewski, Geschäftsführer des AGU. Die wirtschaftliche Situation der Unikliniken in Baden-Württemberg sei schwierig. Hinzu kämen zu erwartende weitreichende Folgen der aktuellen Gesundheitsreform.
Open Questions
- Wie viele Patienten sind konkret von verschobenen Terminen betroffen?
- Wie wird die Notfallversorgung im Detail aufrechterhalten?
- Welche konkreten Angebote wird die AGU am 17. Juni unterbreiten?
- Wie reagieren die Universitätskliniken auf die Forderungen der Gewerkschaft?

