WM 2026: Präsidentin lädt Ente Merlin ein, Klose gratuliert Messi
Quick Look
- Die WM-Ente Merlin traf Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum.
- Miroslav Klose gratuliert Lionel Messi zum Torrekord.
- Schiedsrichterin Tori Penso leitet Deutschland gegen Ecuador.
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Why It Matters
Die Fußball-WM 2026 findet in den USA, Mexiko und Kanada statt. Der Artikel berichtet über verschiedene kuriose und bemerkenswerte Ereignisse rund um das Turnier.
Fußball-WM 2026Präsidentin lädt Ente ein
22. Juni 2026, 21:39 Uhr|
Der Ente Merlin wird in Mexiko eine besondere Ehre zuteil. Eine US-Schiedsrichterin leitet das Spiel des DFB-Teams gegen Ecuador.
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Wichtige Updates
"Kein Schlechter" – Klose gratuliert Messi
US-Schiedsrichterin Penso leitet Deutschland gegen Ecuador
Die „Hand Gottes“ – auf dem Bauch von Maximiliano Gallo
Schlotterbeck fällt für den Rest der WM aus
Die Kapverden haben es schon wieder getan – das war die Nacht
Präsidentin lädt Ente ein
Die WM-Ente Merlin kommt in Mexiko groß heraus. Nachdem das weiße Tier im grünen Mexiko-Trikot bereits im ganzen Land bekannt ist, traf Merlin nun sogar die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum. Der Vogel nahm an der täglichen Pressekonferenz der Staatschefin im Nationalpalast teil und posierte für ein Foto mit seinen Besitzern und der Präsidentin.
„Merlin ist der Patron unseres Geschäfts“, sagte seine Besitzerin Karla Ivette Gómez, die in den Straßen des historischen Zentrums von Mexiko-Stadt als Straßenhändlerin Getränke verkauft. „Er passt auf, dass wir ordentlich arbeiten.“
Merlin war zu Beginn der Fußballweltmeisterschaft berühmt geworden, als er im mexikanischen Dress mit farblich passenden Söckchen durch die Straßen der Hauptstadt watschelte. Seine Besitzer wollen die Ente Merlin nun als geschützte Marke eintragen lassen.
Da sind garantiert viele Steaks drin. Philipp Schneider
Beim Ochsen nebenan
Gleich neben dem "Graylyn Estate", dem edlen Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Winston-Salem, steht ein gigantischer Ochse. Er bewacht das italienische Steakhaus "Fratellis". Die Speisekarte verspricht leckere Dinge. "Rummo pasta", importiert aus Benevento, Italien. Oder "Certified Angus Beef®", versehen mit dem Hinweis: "beef raised responsibly by North America’s family farmers and ranchers".
Die Nationalmannschaft hat ihren eigenen hervorragenden Koch, der so kocht, wie er heißt: Anton Schmaus. Und der genau weiß, was Leistungssportler brauchen. Aber manchmal wollen Leistungssportler gar nicht das, was sie brauchen. Sondern das, was sie wollen.
Der delikate Kollege Philipp Selldorf (rechts) erinnert sich an den Besuch eines hochrangigen DFB-Stabsmitglieds, das während der WM lieber mit den Reportern auf dem Balkon grillte, als mit den Leistungssportlern im Hotelgarten. Grund: Beim Nationalteam lagen nur magere Putenschnitzel und ungewürzte Gesundheitswürstchen auf dem Rost.
Bei Fratellis gibt es das gute Zeug. Zum Beispiel "Prime Porterhouse, Two Steaks in One! 38 ounces to 40 ounces". Das sind umgerechnet 1077 bis 1122 Gramm.
Falls die Mannschaft mal nach nebenan gehen möchte, wäre also für jeden etwas dabei. Der Veganer Chris Führich wurde nicht nominiert.
"Kein Schlechter" – Klose gratuliert Messi
Miroslav Klose gratuliert Lionel Messi zum Torrekord bei der Fußball-Weltmeisterschaft. „Ich habe doch immer gesagt, der Messi ist kein Schlechter“, sagte Klose, 48, der Süddeutschen Zeitung am Montag. „Lionel Messi ist für mich der beste Fußballer aller Zeiten! Glückwunsch, Champion!“ Klose war bisher mit 16 Toren der Spieler mit den meisten WM-Treffern. Messi gelangen am Montag beim 2:0 in der Vorrundenpartie Argentiniens gegen Österreich seine Treffer 17 und 18 bei Weltmeisterschaften.
Er rechne damit, dass sein Rekord in diesem Turnier falle, hatte Klose schon unmittelbar vor Turnierbeginn der SZ in einem Interview gesagt. „Das ist auch völlig okay, der Rekord wird sowieso irgendwann geknackt werden, und dann darf das gerne Messi machen. Ich bin ein großer Fan von Messi, schon immer gewesen“, so Klose. Messi sei „ein Genie“.
Bei Punktgleichheit rückt der direkte Vergleich in den Fokus
In den abschließenden Vorrundenspielen droht Langeweile, wegen eines Eingriffs der Fifa in den Modus. Warum das ein Problem ist, hat SZ-Sportchef Claudio Catuogno hier beschrieben und er kommt zu einem eindeutigen Urteil:
US-Schiedsrichterin Penso leitet Deutschland gegen Ecuador
Die US-amerikanische Schiedsrichterin Tori Penso pfeift das letzte WM-Gruppenspiel Deutschlands gegen Ecuador. Dies teilte die Fifa mit. Für die 39-Jährige ist die Partie am Donnerstag (22 Uhr/ARD und MagentaTV) in East Rutherford der zweite Einsatz bei diesem Turnier. Sie hatte zuvor Tschechien gegen Südafrika (1:1) geleitet.
Penso ist erst die zweite Frau in der Geschichte der Männer-WM, die bei einem Spiel zum Einsatz kam. Vor vier Jahren in Katar war die Französin Stéphanie Frappart die Unparteiische bei der Partie von Deutschland gegen Costa Rica. Bei dieser WM ist neben Penso auch die Mexikanerin Katia García im Aufgebot der Referees, kam bislang aber nicht zum Einsatz.
Schiedsrichterin Tori Penso bei ihrem WM-Debüt, dem Spiel Tschechien gegen Südafrika. REUTERS
Die „Hand Gottes“ – auf dem Bauch von Maximiliano Gallo
Genau 40 Jahre ist es her, dass Diego Maradona im Viertelfinale der WM 1986 gegen England zwei Tore erzielte: das verruchteste und das schillerndste der WM-Geschichte. Das zweite, ein spektakuläres Solo, bezeichnet der Autor Andrés Burgo in seinem Buch „El Partido“ als „die Nuklearbombe unter den Toren“. Aber im Legendenschatz des Fußballs verewigt hat sich vor allem das erste: Maradona, wie er den Ball mit der Hand über den englischen Torwart hinüber stupst, ohne dass es auf den ersten Blick wie ein Handspiel aussieht. Muss also die „Hand Gottes“ gewesen sein …
Mein Kollege Javier Cáceres hat sich zum Jahrestag noch mal auf die Spuren dieses Spiels begeben, durch das Diego Maradona zur Legende wurde. Er hat dafür Maximiliano Gallo getroffen, der einst Maradonas Assistent war. Und der irgendwann, „2010 oder 2011, so genau weiß ich das nicht mehr“, die Idee hatte, Maradona zu bitten, seine linke Hand in Tinte zu tauchen und sie ihm auf den Bauch zu drücken, um sie sich als Tattoo stechen zu lassen. Nun hat er sie immer bei sich.
Die Geschichte empfehle ich Ihnen sehr. Unter anderem auch deshalb, weil sie rekonstruiert, dass es gar nicht Maradona selbst war, der hinterher von der „Hand Gottes“ sprach …
Maximiliano Gallo hat die „Hand Gottes“ immer bei sich. Als Tatoo gestochen, nachdem Diego Maradona seine Hand in Tinte getaucht und sie seinem ehemaligen Assistenten Gallo auf den Wams gedrückt hatte. Javier Cáceres
Schlotterbeck fällt für den Rest der WM aus
Bittere Diagnose für Nico Schlotterbeck und die deutsche Nationalmannschaft: Der Innenverteidiger hat beim 2:1 im WM-Spiel gegen die Elfenbeinküste am Samstag eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk erlitten. Er falle „mehrere Monate“ und damit auch für den Rest des Turniers aus. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag bekannt.
„Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann und fügte bedauernd hinzu: „Es hätte seine WM werden können.“ Man habe gemeinsam „versucht, ihn aufzubauen – zum Glück ist er ein sehr positiver Typ, der schon wieder vorausblickt“. Dass Schlotterbeck zunächst bei der Mannschaft in den USA bleiben werde, wertete Nagelsmann als „ein schönes Zeichen, denn er hat auch neben dem Platz Einfluss. Trotz seines Ausfalls sind wir in der Innenverteidigung (...) weiterhin sehr gut aufgestellt.“ Eine Nachnominierung ist nicht mehr möglich.
Schlotterbeck war in Toronto zur Pause ausgewechselt worden. Der 26-Jährige hatte sich in einem Zweikampf mit Amad Diallo verletzt. Gegen die Elfenbeinküste kam Antonio Rüdiger für Schlotterbeck ins Spiel. Jetzt wird der Profi von Real Madrid wohl in die Startelf rücken.
Schlotterbeck ist schon der dritte Spieler, der dem Bundestrainer bei der Endrunde verletzungsbedingt fehlt. Serge Gnabry hatte bereits im Vorfeld passen müssen, Lennart Karl musste nach einer Verletzung im Training vor Turnierbeginn aus den USA abreisen. Außerdem war Stürmer Tim Kleindienst nicht rechtzeitig voll fit geworden.
SZ-Reporter Philipp Selldorf erlebte in der vergangenen Woche den „entspanntesten Antonio Rüdiger, den es je gab“. Sein Text:
Frauenfußball am Flughafen JFK
Heute ist die WM wieder in New York / New Jersey zu Gast, zum Spiel zwischen Frankreich und Irak. Wer zu diesem Zweck am Flughafen JFK ankommt, wird von einer besonderen Fußballspielerin empfangen. Vielleicht auch eine kleine Erinnerung daran, dass in den USA Megan Rapinoe, Hope Solo oder Alex Morgan schon Stars waren, lange bevor das Land wirklich zur Kenntnis nahm, dass Fußball übrigens auch von Männern gespielt wird …
Kennen Sie diese Fußballerin?
Werbebanner des Flughafens New York JFK. Claudio Catuogno
Norwegen-Trikots machen Probleme
So mancher Fernsehzuschauer reibt sich bei den WM-Spielen der norwegischen Fußball-Nationalmannschaft bisweilen verwundert die Augen. Die Nachnamen von Erling Haaland und Co. auf den Rückseiten der Trikots sind wie die Nummern Runen nachempfunden, den Schriftzeichen der alten Germanen und Wikinger, aber leider nicht für alle gut lesbar.
„Viele von uns können die Nummern und die Namen nicht erkennen“, sagte Terje Andre Olsen vom norwegischen Blinden- und Sehbehindertenverband. Das sei ansonsten bei Fußballspielen in der Regel anders, betonte er, „der Kontrast ist meist gut.“ Die „schwer lesbare“ Schriftart auf den norwegischen WM-Trikots aber sei „für niemanden ein Pluspunkt“. Auch die Spieler hätten sich erst an die Shirts von Ausrüster Nike gewöhnen müssen, sagte der frühere Frankfurter Jens Petter Hauge dem norwegischen Rundfunk NRK. Jetzt aber fänden die Spieler die Trikots „verdammt cool“.
Kongolesischer Fan zum Teil der Delegation erklärt - Einreise trotz Ebola-Ausbruch möglich
Wegen des Ebola-Ausbruchs konnten keine Fans die Mannschaft der Demokratischen Republik Kongo zur WM begleiten. Für ihren berühmtesten Fan fand die Mannschaft einen Weg, die Einreiserestriktionen zu umgehen: Michel Nkuka Mboladinga, besser bekannt als „Lumumba Vea“, wurde auf Betreiben von Regierungschef Félix Tshisekedi in die offizielle Delegation des Landes aufgenommen.
Mboladinga ist weltbekannt - vor allem, weil er kaum zu übersehen ist. Wenn die Demokratische Republik Kongo spielt, steht der 49-Jährige auf der Tribüne - regungslos, den Blick in die Ferne gerichtet, den rechten Arm erhoben. Wie eine Statue. Er singt nicht, er feiert nicht, er bewegt sich einfach nicht. Seine farbenfrohen Anzüge, inspiriert von der Nationalflagge des Kongo, kennt mittlerweile fast jeder Fußballfan.
Den sensationellen Auftakt seiner Landsmänner gegen Portugal (1:1) hatte "Lumumba Vea" wegen der Isolationsmaßnahmen noch verpasst. Doch im zweiten Gruppenspiel der WM gegen Kolumbien in Guadalajara am Mittwoch wird er wohl endlich dabei sein - und seine Mannschaft unterstützen, auch ohne Gesang.
Michel Nkuka Mboladinga bei einem Spiel der kongolesischen Mannschaft beim Afrika Cup gegen Algerien in Rabat im Januar 2026. AFP
„Ich stehe reglos da, weil ich glaube, dass es dem Team emotionale Ausdauer gibt“, sagte Mboladinga zuletzt dem Wall Street Journal. Laut eigenen Angaben hält er seine Pose jeden Tag für 30 bis 40 Minuten, um zu trainieren. Ein einfacher Scherz ist die Aktion, mit der er beim Afrika-Cup 2025 erstmals viral ging, keinesfalls. Mboladinga imitiert eine Statue von Patrice Lumumba in Kinshasa.
Der erste Premierminister des unabhängigen Kongo und einer der Vorkämpfer der afrikanischen Unabhängigkeitsbewegung war 1961 ermordet worden. Er wird bis heute als Symbolfigur verehrt. Mboladingas Spitzname „Lumumba Vea“ bedeutet so viel wie „Lumumba lebt“.
Die Spieler scheinen das wertzuschätzen. „Sie lieben ihn sehr“, sagte Véron Mosengo-Omba, der Präsident des kongolesischen Fußballverbands, über das Verhältnis der Profis zu ihrem berühmtesten Fan: „Mboladinga ist ein nationales Symbol für Widerstandskraft und Stolz“.
Die Kapverden haben es schon wieder getan – das war die Nacht
Warum mit einer Sensation aufhören? Nach dem 0:0 im Auftaktspiel gegen Europameister Spanien hat es auch der zweimalige Weltmeister Uruguay nicht geschafft, die Kapverden zu bezwingen. In diesem Spiel musste Torhüter Vozinha, dessen Mutter diesmal im Stadion dabei war, zwar zweimal den Ball aus dem Netz holen, allerdings traf der drittkleinste WM-Teilnehmer der Geschichte auch zweimal selbst. Dass Uruguays Torhüter Fernando Muslera beide Male nicht gut aussah? Geschenkt. Trainer Bubista hat nun das nächste Ziel des bisher ungeschlagenen Außenseiters ausgerufen: das Erreichen der K.-o.-Runde.
Kurz vor einer Überraschung stand eine weitere Inselnation, allerdings eine etwas südlichere. Neuseeland führte von der 15. bis zur 58. Minute mit 1:0 gegen Ägypten, dann drehte das Team um Mo Salah unter anderem durch ein Tor des Stürmers die Partie und gewann 3:1.
In Los Angeles spielte Iran sein zweites Gruppenspiel. Das 0:0 gegen Belgien ist für das Team ein Erfolg und für die Europäer eine Enttäuschung. Aber wie bei allen Spielen Irans ist das Sportliche nur ein Teil der Geschichte. Unser Autor Jürgen Schmieder war im Stadion.
Und zum Schluss noch eine besondere Leseempfehlung. Vor genau 40 Jahren fand das WM-Viertelfinale zwischen Argentinien und England in Mexiko statt. Für einige ist es das legendärste Weltmeisterschaftsspiel überhaupt. Einerseits wegen der Vorgeschichte des Falklandkrieges. Vor allem aber wegen Diego Maradona, der in diesem Spiel gleich zwei der berühmtesten Tore der Fußballgeschichte erzielte. Javier Cáceres hat aus Anlass des Jahrestages das Spiel noch mal rekonstruiert – und erklärt unter anderem, warum der Begriff „Hand Gottes“ gar nicht von Maradona stammt.
Ein Messi – 26 Meter hoch
Besondere Ehre für Lionel Messi: Die Kleinstadt Cultral Có hat dem Weltmeister eine riesige Statue in seiner Heimat Argentinien gewidmet. Das Monument, das während der laufenden Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada feierlich eingeweiht wurde, ist 26 Meter hoch und wiegt 70 Tonnen.
Die vom einheimischen Künstler Aldo Beroisa geschaffene Skulptur befindet sich an der Nationalstraße 22, einer der Hauptzufahrtstraßen in die Provinz Neuquén im Südwesten Argentiniens. Cultral Có hat etwa 35 000 Einwohner und eine tiefe Verbundenheit zur Ölindustrie. Die Statue, die Volksheld Messi auf Knien mit dem WM-Pokal 2022 zwischen den Beinen zeigt, soll den Tourismus ankurbeln.
Die bislang größte Messi-Statue im indischen Kalkutta (Foto unten), die der Superstar im Dezember 2025 selbst feierlich enthüllt hatte, musste Anfang Juni aufgrund von Sicherheitsbedenken wieder abgebaut werden. Über einen neuen Standor
Open Questions
- Wie wird die Marke "Ente Merlin" geschützt?
- Wird der direkte Vergleich wirklich zum Problem bei Punktgleichheit?




