WM-News: Streaming-Ärger, Spionageverdacht und Reiseverbote
Quick Look
- Ein Streaming-Ausfall bei Österreich gegen Jordanien, Spionageverdacht gegen Südkorea und Einreiseverbote für Thomas Partey sorgten für Aufregung bei der WM.
- Zudem gab es Diskussionen über Trinkpausen und verbotene Gegenstände.
AI-generated summary
Why It Matters
Die WM sorgt für diverse Aufreger abseits des Platzes, von technischen Pannen bis hin zu rechtlichen und sicherheitstechnischen Problemen.
Ein Streaming-Ausfall kurz vor Ende des Spiels zwischen Österreich und Jordanien (3:1) hat für Ärger bei einigen Fußballfans gesorgt. In der Nachspielzeit der Partie brach der ZDF-Stream des Einzelspiels plötzlich ab, die Zuschauer verpassten den Treffer zum 3:1-Endstand per Handelfmeter durch den früheren Bundesliga-Profi Marko Arnautovic. Um 8 Uhr wurde Werbung eingeblendet, zudem sprang der Stream bei manchen Usern auf den Beginn der Übertragung.
„Im Eventlivestream auf „sportstudio.de“ und im ZDF-Streamingportal brach heute Morgen in der Nachspielzeit die Übertragung des Spiels Österreich – Jordanien aufgrund eines technischen Programmierfehlers ab“, antwortete das ZDF auf dpa-Anfrage. „Das Spiel stand kurz darauf umgehend wieder im Re-Live zur Verfügung. Wir bedauern die kurze Unterbrechung im Eventlivestream am frühen Morgen noch vor Abpfiff der Partie. Im 24/7-Livestream war die Übertragung des Spiels komplett zu sehen.“
Juan Gabriel Benitez aus Paraguay ist der Schiedsrichter für das zweite WM-Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft. Der 43 Jahre alte Referee wurde von der Fifa für die Partie am Samstag in Toronto gegen die Elfenbeinküste eingeteilt.
Benitez ist zum ersten Mal bei einer WM dabei. Die Profis von Borussia Dortmund haben aber schon Erfahrung mit ihm. Benitez war bei der Club-WM 2025 Schiedsrichter beim 4:3-Sieg des BVB gegen Mamelodi Sundowns aus Südafrika.
In der ersten und zweiten Bundesliga sowie in europäischen Wettbewerben soll es anders als bei der laufenden WM keine generell angesetzten Trinkpausen geben. „Über Trinkpausen wird weiterhin je nach Wetterlage situativ entschieden“, teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) auf Anfrage der ARD-„Sportschau“ mitteilte.
Die Europäische Fußball-Union Uefa erklärte auf Anfrage, dass ihr Vorgehen bei dem Thema im Europapokal ähnlich dem der Bundesliga sei. „Die Uefa plant nicht, diese Regularien für die kommenden Wettbewerbe zu verändern. Das schließt die Champions League und die EM 2028 ein“, hieß es.
Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler war vor neun Jahren aus Monaco zu Manchester City gewechselt und dort unter Trainer Pep Guardiola zum Weltklassespieler gereift. Bei Real trifft Silva nach der WM auf seinen Landsmann José Mourinho als Chefcoach.
Die Liste der verbotenen Gegenstände in den 16 Stadien der Fußball-WM ist lang. Die Fifa untersagt das Mitbringen von Waffen, Bomben, Werkzeugen, Spraydosen, Drogen und radioaktiven Materialien. Aber auch Mehl, Toilettenpapier und Luftballons sind verboten. Selbst die Maße der Flaggen sind genormt, dürfen eine gewisse Größe (2 × 1,50 Meter) nicht überschreiten. Vor den Stadien hängen Planen, mit denen die Zuschauer erkennen können, ob ihr Schwenk-Element zu groß ist oder den Regularien entspricht.
Doch damit nicht genug. Denn der Weltverband greift auch in das Verhalten der Stadion-Besucher ein. Per Lautsprecher-Durchsage werden sie am Einlass in Endlosschleife darauf hingewiesen, was unerwünscht ist. So wie am Dienstag in Kansas City beim Spiel Argentinien gegen Algerien (3:0). Dazu gehören lautes Schimpfen, Rauchen und Vapen in den Stadionbereichen, beleidigende Gesten und illegales Wettspiel. Aber auch „inappropriate displays of affection“ (zu Deutsch etwa „unangemessene Liebesbekundungen in der Öffentlichkeit“) sind zu unterlassen. Darunter verstehen die Amis neben Fummeln und Petting auch das Knutschen. Kurze Küsse sind erlaubt, intensives Küssen wird dagegen nicht toleriert.
Ein möglicher Spionagevorfall sorgt beim WM-Teilnehmer Südkorea für Aufregung. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll das nicht öffentliche Training des Teams in Zapopan vor dem wichtigen zweiten WM-Spiel gegen Co-Gastgeber Mexiko am Freitag (3.00 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) mit Hilfe einer Drohne ausgekundschaftet worden sein. Die Drohne sei am Dienstag zu Beginn des Trainings gesichtet worden, als sich die Spieler um ihren Star Heung-Min Son in Zapopan aufwärmten.
Ein mexikanischer Militärangehöriger, der im Basiscamp der Mannschaft stationiert ist und für die Störung von Drohnen zuständig ist, habe das Flugobjekt zum Absturz gebracht. Den Berichten zufolge konnten die mutmaßlichen Täter die Drohne wieder einsammeln und fliehen. Der Fußballverband Südkoreas habe die Fifa über den Vorfall informiert.
Österreichs Teamchef Ralf Rangnick sorgt sich nach dem 3:1 gegen Jordanien zum WM-Auftakt um Abwehrspieler Stefan Posch. „Der Kiefer hat wohl ein bisschen geknackst“, sagte Rangnick über den 29-Jährigen, der zuletzt für Mainz 05 gespielt hat. „Wir müssen hoffen, dass es kein Kieferbruch ist. Weil, wenn es das wäre, dann würde er tatsächlich für den Rest des Turniers ausfallen.“ Eine Röntgenuntersuchung soll Klarheit bringen.
Rangnick sprach zudem auf der Pressekonferenz nach der Partie über seinen Kapitän David Alaba, dessen Gesundheitszustand ebenfalls nicht ganz klar sei. Der 33 Jahre alte viermalige Champions-League-Sieger selbst gab jedoch Entwarnung. Zwar habe sein Muskel im Spiel ein wenig zugemacht, es sei aber alles in Ordnung.
Für ihn ist die WM nach wenigen Tagen schon wieder vorbei. Der türkische Kommentator Murat Ekrem Çimen verwechselte die Mannschaften Irans und Neuseelands (2:2). Dieser Fehler hat nun schwerwiegende Folgen. Denn der türkische Staatssender TRT hat ihn suspendiert. Das teilte der Sender in einem öffentlichen Statement mit. Hintergrund: Çimen kommentierte die ersten vier Minuten des Spiels so, als wäre die Mannschaft in den weißen Trikots Neuseeland und die in den dunklen Trikots der Iran. Dabei war genau das Gegenteil der Fall. Erst als Ende der vierten Spielminute die TV-Kameras Iran-Kapitän Taremi von hinten zeigten, korrigierte er sich.
Der Sender aber kannte im Nachgang der Partie keine Gnade. In einer Mitteilung hieß es: „Für TRT ist es inakzeptabel, dass eine Persönlichkeit mit über 30 Jahren Erfahrung in der Sportberichterstattung einen solchen Fehler begeht. TRT toleriert keinerlei Praktiken, die gegen die Übertragungsstandards bei nationalen und internationalen Veranstaltungen verstoßen, die Millionen von Zuschauern erreichen.“
Ghanas Fußballer Thomas Partey hat vor Gericht eine Niederlage erlitten und darf nicht auf den letzten Drücker zum Auftaktspiel seines Teams nach Kanada einreisen. Das kanadische Bundesgericht in Ottawa hat den Einspruch gegen die zuvor erteilte Einreiseverweigerung für den 33-jährigen Profi vom FC Villareal abgewiesen. Damit kann Partey beim ersten Gruppenspiel von Ghana gegen Panama am Donnerstag (01.00 Uhr) in Toronto nicht dabei sein.
Partey steht seit April dieses Jahres wegen Missbrauchsvorwürfen in London vor Gericht. Ihm wird in der Anklage vorgeworfen, im Dezember 2020 eine Frau zweimal vergewaltigt zu haben. Der frühere England-Legionär vom FC Arsenal (2020-2025) verfolgte die Verhandlung in Ghanas WM-Camp in Smithfield im US-Bundesstaat Rhode Island.
Open Questions
- Wird es weitere Spionagefälle geben?
- Wie wird die FIFA auf die Vorfälle reagieren?
- Wird Stefan Posch rechtzeitig fit?



