Wochenend-Newsletter: Ein neues Reformthema – das Handelsblatt-Wochenende
Quick Look
- Der Handelsblatt-Wochenend-Newsletter thematisiert die Herausforderungen für Eltern bei der Urlaubsplanung angesichts langer Schulferien und begrenzter eigener Urlaubstage.
- Er beleuchtet auch kontroverse Themen wie das System Infantino bei der FIFA, ein Startup für Nusscreme-Automaten, die strategische Position Europas zwischen den USA und China, Buchtipps für den Sommer, Rednerqualitäten von Dax-Chefs, die Kunst von Jeff Koons, das Lucid Gravity SUV, persönliche Triathlon-Erfahrungen, die Samsung-Aktie, das Marketing von Globus und die Fairness von Ferienregelungen für Eltern.
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Why It Matters
Der Artikel thematisiert die Herausforderungen für Eltern bei der Urlaubsplanung während der Schulferien und die daraus resultierenden Kosten. Er stellt die Frage nach der Fairness von Ferienregelungen und beleuchtet verschiedene aktuelle Themen von Politik über Wirtschaft bis Kultur.
Wochenend-Newsletter: Ein neues Reformthema – das Handelsblatt-Wochenende
Außerdem: Höher, schneller, reicher, Infantino. Zehn Bücher für den Sommer. Und eine Nusscreme, die frisch aus dem Automaten kommt. Das sind unsere Leseempfehlungen zum Wochenende. Claudia Panster 10.07.2026 - 11:40 Uhr
Liebe Leserin,
lieber Leser,
in einigen Bundesländern laufen die Sommerferien schon, in NRW starten sie kommende Woche. Sechseinhalb Wochen keine Schule – für Kinder wohl die schönste Zeit des Jahres. Und auch ich mag die Sommerferien. Theoretisch zumindest. Wären da nicht nur 30 Urlaubstage, die mir zur Verfügung stehen.
Denn bündelt man alle Schulferien des Jahres, kommt man auf sage und schreibe 75 Werktage. Ohne die vier beweglichen Ferientage und die sechs weiteren freien Tage, die – zumindest an der Schule, die meine Kinder besuchen – durch Zeugniskonferenz, Lehrerfortbildung oder Betriebsausflug hinzukommen.
85 Tage, an denen meine Kinder keine Schule haben, stehen also meinen 30 Urlaubstagen gegenüber. Selbst wenn sich beide Elternteile splitten, würden 25 Tage ohne Betreuung übrig bleiben.
Und dann muss man auch noch, will man denn verreisen, horrende Preise zahlen, weil die Tourismusbranche die erzwungenen Urlaubszeiten schamlos ausnutzt. Flugpreise und Hotelkosten steigen in den Schulferien häufig um 50 Prozent oder mehr.
Vielleicht könnte die Koalition also auch hier mal eine Reform in den Blick nehmen? Immerhin gibt es knapp elf Millionen Familien mit Kindern in Deutschland, knapp drei Millionen Menschen sind alleinerziehend. Ich weiß, Schule ist Ländersache. Aber was meinen Sie, Herr Merz, wäre das nicht mal ein Thema, mit dem Sie viele Menschen glücklich machen könnten? Extra-Urlaub für Eltern? Aber leider fragt mich ja keiner.
Wir dagegen wollen Sie fragen: Wie gefällt Ihnen unser Wochenend-Angebot? Welche Geschichten lesen Sie gern, welche weniger gern? Und welche Änderungen würden Sie sich wünschen? Schreiben Sie mir, ich freue mich auf Ihre Ideen oder Vorschläge.
Ich wünsche Ihnen ein Wochenende, an dem Sie ausreichend gehört werden.
Ihre
Claudia Panster
Ressortleiterin Wochenende & Report
Kolumnistin: Für Eltern ist der Sommerurlaub eine größere Frage als die nach der perfekten Freizeitgestaltung, findet unsere Autorin. Foto: Max Brunnert, Getty [M] Handelsblatt
Eltern haben Vorrang – ist das fair?
Man kann das Thema Ferienplanung natürlich auch von der anderen Seite aus betrachten, nämlich aus der Sicht der Nicht-Eltern. Wer Kinder hat, darf sich im Sommer wochenlang freinehmen – wer keine hat, muss schauen, was übrig bleibt. Agatha Kremplewski fragt sich in ihrer Kolumne, ob das wirklich fair ist.
Fifa-Präsident Infantino: „Sobald man Fußball spielt, weiß man, dass es Regeln gibt.“ Foto: AP, HB/Flux2 [M]
Höher, schneller, reicher – das umstrittene System Infantino
Erst setzte die Fifa nach dem Anruf Donald Trumps die Rot-Sperre für einen US-Spieler aus. Dann reichte Ägyptens Verband nach dem umstrittenen Achtelfinal-Aus gegen Argentinien Beschwerde ein, weil auf den Schiedsrichter angeblich Druck ausgeübt worden sei. Selten stand Fifa-Präsident Gianni Infantino so in der Kritik wie dieser Tage, wenige Spiele vor dem Finale der größten Weltmeisterschaft der Geschichte. Zu Recht?, fragen Laurin Meyer und Elisabeth Postl.
Amelie und Timo Sperber bei der TV-Show „Die Höhle der Löwen“: Mit frischer Nusscreme auf Nespresso-Spuren. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer
Mehr als drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Ihre Maschinen stehen in Hilton- und Marriott-Hotels, beim FC Liverpool oder dem FC Bayern. Und bald auch bei Ihnen? Mit Supernutural wandeln Amelie und Timo Sperber auf Nespressos Spuren, nur nicht mit Kaffee, sondern mit gesunder Nusscreme. Ob das Geschäft mit Privatkunden ebenso erfolgreich sein kann, weiß Christian Wermke.
Wolfgang Ischinger: „Das Wort Autonomie nehme ich immer noch mit Vorsicht in den Mund.“ Foto: Kay Nietfeld/dpa, Bloomberg [M]
„Hütet euch, uns auszuschließen“
Wolfgang Ischinger hat als Chef der Münchner Sicherheitskonferenz sein Berufsleben der transatlantischen Allianz gewidmet. Philipp Alvares de Souza Soares hat den 80-Jährigen in Palo Alto getroffen, um mit ihm über ein Europa zu sprechen, das sich bei Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz zwischen den USA und China entscheiden muss.
Bücher: Lektüre, die Sie im Sommer inspirieren kann. Foto: Getty Images
Sonnige Seiten
Urlaubszeit ist Lesezeit. Diese zehn Bücher sind im ersten Halbjahr 2026 erschienen. Sie eignen sich wunderbar, um am Strand, im Tal oder auf dem Balkon dem Alltag zu entfliehen – und dennoch neue gedankliche Landschaften zu entdecken. Sven Prange hat sie schon gelesen.
Dax-Chefs Busch, Orlopp, Höttges, Kamieth (v. li.): Sie schneiden beim Redner-Ranking 2026 gut ab. Foto: Reuters, Imago (2), Picture Alliance [M]
Das lässt sich von Dax-Chefs für den idealen Auftritt lernen
Die Universität Hohenheim analysiert in Kooperation mit dem European Speechwriter Network jedes Jahr die Reden der 40 Dax-Chefs. Wie gut waren Manuskript, Auftritt und Inszenierung der Konzernlenker? Auf die Topplätze in diesem Jahr schafften es vor allem diejenigen, die in drei Kategorien besonders glänzten. Welche das sind, analysieren Julia Beil und Milena Merten.
„Jeff Koons Portrait The Red Couch by Kevin Clarke“: Entstanden im Rahmen des Projekts „Red Couch Revisited. 1979 / 2026“. Foto: Kevin Clarke 2026 / Courtesy Galerie Breckner
„Wir sollten die Technologien für mehr Menschlichkeit nutzen“
An einem heißen Samstagmittag posiert ein Mann auf einem roten Sofa vor der Bayerischen Staatsoper in München. Der Mann ist Jeff Koons, 71, US-Künstler, hochdotiert und streitbar. Hans-Jürgen Jakobs hat neben ihm Platz genommen – und mit ihm über seine Karriere, seine Kinder und seinen Umgang mit KI gesprochen.
Lucid Gravity: Das erste SUV der Marke punktet mit viel Platz und großer Reichweite. Foto: Lucid/Handelsblatt
Die wundersame Welt der Schwerkraft
Lucid hat mit dem Gravity ein Auto gebaut, das jeder Schwerkraft trotzt. Fast fünf Meter, knapp 2,8 Tonnen schwer, beschleunigt der Gravity dennoch wie ein Sportwagen. Dabei ist er so komfortabel wie eine Oberklasse-Limousine. Eigentlich kann dieses Auto alles. Und doch verlief der Test anders, als Lukas Bay es erwartet hatte.
Kolumnist Firlus, Straße: Ich komme mit dem Rad so weit wie mit dem Auto. Foto: Privat (2)
Zielzeit verpasst? Staunen Sie besser über sich selbst
Es ist am 17. Juli exakt 15 Jahre her, dass Thorsten Firlus auf der Rückfahrt von seinem ersten Triathlon in Hamburg über die olympische Distanz (1500 m Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Laufen) im Zug auf der Landungsbrücke dachte: Und das soll viermal hintereinander am Stück gehen? Ironman? Kann ich das? Ob er darauf eine Antwort gefunden hat, lesen Sie in seiner Kolumne.
Ulf Sommer: Er analysiert für das Handelsblatt Aktien- und Bilanzkennzahlen. Foto: HB
Aktie der Woche: Rekordgewinn als Aktionärsschreck
In der abgelaufenen Woche übertraf der weltgrößte Halbleiterhersteller Samsung Electronics die Erwartungen deutlich und steigerte seinen Quartalsgewinn um 1800 Prozent. Dennoch fiel die Aktie daraufhin in der Spitze um zehn Prozent. Für Ulf Sommer ist das ein Vorgeschmack darauf, wie es dem Aktienmarkt bald ergehen könnte.
Fleischkäsebrötchen von Globus: Erfolgreiches Marketing. Foto: PR, Imago/Jan Huebner
Warum eigentlich verkauft Globus Ein-Euro-Leberkäs-Brötchen?
Das Fleischkäsebrötchen der Supermarktkette Globus kostet einen Euro, seitdem es den Euro gibt. Jedes Jahr werden etwa 30 Millionen verkauft. Was bringt das dem Unternehmen? Das erklärt Nell Rubröder im Video der Woche.
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What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Koalition könnte eine Reform der Ferienplanung in Betracht ziehen, um Eltern zu entlasten.
Possible · Medium term
Open Questions
- Wie kann die Koalition die Ferienplanung reformieren?
- Ist das System Infantino bei der FIFA gerechtfertigt?
- Wird das Nusscreme-Geschäftsmodell auch Privatkunden überzeugen?
