Busunternehmen leiden unter hohen Dieselpreisen
Hohe Dieselpreise belasten deutsche Busunternehmen, insbesondere jene mit alten Verträgen. Während einige auf E-Busse setzen, fordern andere staatliche Entlastungen und Bürokratieabbau.
Hohe Dieselpreise belasten deutsche Busunternehmen, insbesondere jene mit alten Verträgen. Während einige auf E-Busse setzen, fordern andere staatliche Entlastungen und Bürokratieabbau.

Erstmals seit März ist Diesel in Deutschland günstiger als E10. Ein Liter Diesel kostete am Samstag durchschnittlich 1,990 Euro, E10 1,994 Euro. Diesel verbilligte sich um 0,9 Cent, E10 blieb unverändert.

Der Tankrabatt der Bundesregierung zeigt am ersten Tag Wirkung: Laut ADAC kostete E10 um 12.15 Uhr 2,076 Euro - 15,8 Cent weniger als Donnerstag zur gleichen Zeit. Diesel lag bei 2,177 Euro, 16,2 Cent unter dem Vor-Tag-Niveau. Vizekanzler Lars Klingbeil forderte die Mineralölkonzerne auf, die vollen 17 Cent an die Verbraucher weiterzugeben. Der Steuerrabatt von 16,7 Cent gilt seit Mitternacht und wird im Tagesverlauf zunehmend weitergegeben.

TotalEnergies wendet seit dem 8. April Höchstpreise an seinen 3300 französischen Tankstellen an. Während der Feiertagswochenenden um den 1. und 8. Mai wird Diesel auf 2,09 Euro gedeckelt. In Deutschland gelten seit dem 1. Mai niedrigere Steuern: Der Tankrabatt senkt die Spritsteuern um 16,7 Cent pro Liter bis Ende Juni.

TotalEnergies wendet seit dem 8. April Höchstpreise an seinen 3300 Tankstellen in Frankreich an. Während der Mai-Feiertage wird Diesel auf 2,09 Euro gedeckelt. In Deutschland gilt seit dem 1. Mai ein Tankrabatt mit einer Steuersenkung von 16,7 Cent pro Liter. Die Preisweiterleitung ist nicht verpflichtend.

Der Iran-Krieg sorgt für einen globalen Energiepreisschock, der die Kraftstoffpreise in Deutschland massiv in die Höhe treibt. Die Bundesregierung plant ab dem 1. Mai einen Tankrabatt, um Verbraucher zu entlasten, während die Lage am Persischen Golf volatil bleibt.

Wegen EU-Vorgaben erhält der ÖPNV nicht die volle Entlastung beim Dieselpreis. Die Branche kritisiert das als »sozial unausgewogen« – und fordert einen Nachlass an anderer Stelle.

Deutsche Busunternehmer kämpfen mit stark gestiegenen Dieselpreisen. Ein Liter kostet mittlerweile rund 2,30 Euro - vor dem Irangriff waren es noch unter 1,75 Euro. Unternehmen wie die Firma Markert aus Bingen sind in langfristigen Verträgen zu Festpreisen gebunden und können die höheren Kosten nicht ausgleichen. Der Branchenverband bdo fordert neben kurzfristigen Entlastungen auch eine nationale Strategie für den Busmittelstand mit Fokus auf E-Mobilität. Bereits 14 Prozent der deutschen ÖPNV-Flotte sind elektrisch, mit stark steigender Tendenz.