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Bundeswehr will autonome Militärlaster – Daimler Truck und Quantum Systems kooperieren
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Handelsblatt16.06.2026Defense5 dk okumaGermany

Bundeswehr will autonome Militärlaster – Daimler Truck und Quantum Systems kooperieren

Hızlı Bakış

  • Das Forschungsprojekt InterRoC rüstet Militär-Lkw von Daimler Truck mit autonomen Konvoilösungen von Quantum Systems aus.
  • Ziel ist die Entwicklung fahrerloser Laster für die Bundeswehr, um dem Personalmangel entgegenzuwirken.
  • Es wird ein Milliardengeschäft erwartet.

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Die Bundeswehr plant, fahrerlose Militärlaster einzusetzen, um den erheblichen Personalmangel zu beheben. Forschungsprojekte wie InterRoC sollen die technologische Basis dafür schaffen.

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Im Rahmen eines Forschungsprojekts stattet der Technologiekonzern Militär-Lkw von Daimler Truck mit autonomen Konvoilösungen aus. Es geht um ein Milliardengeschäft. Nadine Schimroszik 16.06.2026 - 14:32 Uhr Artikel anhören

Quantum Systems: Die Militärlaster von Daimler Truck sollen autonom werden. Foto: Quantum Systems

Berlin. Die Bundeswehr will fahrerlose Militärlaster auf die Straße bringen. Den Weg dorthin soll das Forschungsprojekt Interoperable Robotic Convoy (InterRoC) bereiten. In dessen Rahmen stattet das Rüstungsunternehmen Quantum Systems nun die Militärfahrzeuge des Lkw-Herstellers Daimler Truck mit den eigenen Autonomielösungen aus.

„Es ist eine der Kernprioritäten der Bundeswehr, autonomes Fahren für Lkw zu entwickeln“, sagt Hendrik Kramer, der bei Quantum Systems mitverantwortlich ist für den Einsatz der Technologie in Bodenfahrzeugen. Wie viele Laster jetzt mit den Künstliche-Intelligenz- und Autonomielösungen nachgerüstet werden, will Kramer nicht sagen. Fest stehe aber: „Perspektivisch wollen wir größere Stückzahlen liefern.“

Das eingesetzte System von Quantum Systems basiert auf dem Betriebssystem „Mosaic“, das um neue Fähigkeiten erweitert wird. So sorgen Lidar-, Kamera- und Radarsensoren dafür, dass die Laster ihre Umgebung wahrnehmen können. Ein Satellitennavigationssystem ermöglicht es ihnen, Positionen zu orten. Daten können direkt zwischen den Fahrzeugen ausgetauscht werden. Letztlich können die Lkw aus der Ferne oder von einem voranfahrenden Laster gesteuert werden.

Konkurrenz ist groß: Rheinmetall und Arx Robotics

Quantum Systems und Daimler Truck sind aber nicht die einzigen Unternehmen, die in der Militärlogistik autonome Lösungen anbieten wollen. So arbeitet Rheinmetall seit 2020 an teleoperierten Systemen. Der Rüstungskonzern hat den Vorteil, dass er bereits einer der zentralen Lieferanten von Militär-Lkw an die Bundeswehr ist: Die Bundesregierung hat einen Rahmenvertrag für die Lieferung von rund 6500 Lkw aus der HX-Reihe von Rheinmetall unterzeichnet.

» Lesen Sie auch: Konzerne und Investoren zeigen Interesse am deutschen Rüstungs-Start-up Arx Robotics

Ein weiterer Konkurrent ist das Robotik-Start-up Arx Robotics. Es hat das Betriebssystem Mithra entwickelt, das Künstliche Intelligenz (KI) einsetzt und mit dem bestehende Fahrzeugflotten nachgerüstet werden können. Diese können dann miteinander kommunizieren und autonom agieren.

Arx Robotics arbeitet dabei ebenfalls mit Daimler Truck zusammen. Erst diese Woche kündigte der zuständige Daimler-Truck-Manager im Interview mit dem Handelsblatt an, den Rüstungsumsatz bis 2028 verdoppeln zu wollen.

Grund für den Einsatz von autonomer Technik ist, dass die Bundeswehr viel Bedarf an Personal hat, aber nicht genug findet. Bis 2035 solle sich die Zahl der Laster auf 60.000 verzehnfachen, sagt Kramer. Dafür gebe es nicht ausreichend Fahrer.

Im zivilen Sektor haben Speditionen dieselbe Herausforderung. Sie sind aber inzwischen einen Schritt weiter als die Anbieter im militärischen Bereich. So bedient der dänische Logistikriese DSV seine 370 Kilometer lange Transportstrecke zwischen Dallas und Houston in den USA mit einem autonom gesteuerten Lkw der Marke Volvo. In absehbarer Zeit sollen solche Fahrzeuge auch in Deutschland zum Einsatz kommen. Denn der Fahrermangel schiebt die Nachfrage an.

Es dürfte ein Milliardengeschäft werden

Beim Forschungsprojekt InterRoC geht es in der aktuellen Phase erst einmal darum zu beweisen, dass Militärfahrzeuge teilautonom im Konvoi fahren können. Einem bemannten Führungsfahrzeug folgten mehrere fahrerlose Fahrzeuge, die „wie an einer Perlenkette aufgezogen einen weitestgehend unbemannten Konvoi bilden“, erklärt Kramer. Quantum Systems müsse zeigen, dass dies auch unter schwierigen Einsatzbedingungen und bei eingeschränkter Kommunikationsinfrastruktur funktioniere.

Lkw von Daimer Truck: Soll im Konvoi mit einem bemannten Führungsfahrzeug operieren können. Foto: Quantum Systems

Zusätzlich geht es darum, die Zulassung für automatisierte militärische Transportfahrzeuge zu erhalten. Darum bemüht sich Quantum Systems zusammen mit dem Zentrum Kraftfahrwesen der Bundeswehr (ZKfWBw). Kramer hat bereits Erfahrung mit dem notwendigen Prozess: Das von ihm gegründete Logistik-Start-up Fernride war in Europa die erste Firma, die eine Zertifizierung erhielt, um auf Containerterminals teilautonom mit Lkw zu fahren. Im Dezember hatte Quantum Systems Fernride übernommen.

Finanzielle Details zu dem Forschungsprojekt will Kramer mit Verweis auf Geheimhaltungsklauseln nicht nennen. Letztlich aber erwartet Quantum Systems ein Milliardengeschäft, weil der Bedarf so hoch ist. Gleichzeitig gibt die Firma an, auf Bezahlbarkeit achten zu wollen: Man greife bei „Mosaic“ auf Komponenten aus der Autobranche zurück, die in hohen Stückzahlen produziert werden.

„Wir wollen keine Goldrandlösung entwickeln“, sagt Kramer. Letztlich werde das Angebot günstiger sein, als „wenn man das Personal vorhalten“ müsse.

Nächste Finanzierungsrunde in Vorbereitung

Kramers Ziel ist es, dass das Geschäft mit Lösungen für Bodenfahrzeuge ähnlich groß wird wie der Luftsektor. Quantum Systems ist bisher vor allem für seine Drohnen bekannt und liefert unter anderem die Aufklärungsdrohnen für die Bundeswehr. Zudem bietet die Münchener Firma Abfangdrohnen an und arbeitet an Geräten für den Meereseinsatz sowie an einem Hubschrauber.

Derzeit bereitet Quantum Systems seine nächste Finanzierungsrunde vor. Insidern zufolge könnte das Unternehmen danach dann Anfang kommenden Jahres an die Börse gehen, wo eine Bewertung von mindestens zehn Milliarden Euro angestrebt wird.

Mehr: Otte: „Eine allgemeine Dienstpflicht würde viele Probleme lösen und wäre gut für den Zusammenhalt“

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  • Quantum Systems geht Anfang 2027 an die Börse.

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  • Wie viele Laster werden nachgerüstet?
  • Wann erfolgt die Zulassung für automatisierte Militärtransporter?

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Bu haber ilk olarak şurada yayınlandı: Handelsblatt.

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