Deutschlands Topmanager: Warum viele CEOs gelassen wirken
Hızlı Bakış
- Trotz Transformationsdruck und KI-Disruption wirken viele deutsche Topmanager gelassen.
- Das Handelsblatt recherchierte Strategien von CEOs wie Bettina Orlopp und Leonhard Birnbaum, um dem Jobdruck standzuhalten, und beleuchtet die Rolle von KI und Resilienztraining.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Topmanager stehen unter erheblichem Druck durch wirtschaftliche Unsicherheiten, technologische Umbrüche und anhaltende Stagnation. Dennoch zeigen viele eine bemerkenswerte Gelassenheit.
Aus dem Handelsblatt-Archiv: Deutschlands Topmanager hätten Gründe genug, sich zu sorgen. Warum viele CEOs dennoch gelassen wirken – und was andere Manager von ihnen lernen können. Julia Beil, Andreas Kröner, Tanja Kewes und Catiana Krapp 23.06.2026 - 11:28 Uhr Artikel anhören
Transformationsdruck, KI-Disruption, anhaltende Stagnation: Topmanagerinnen und -manager stehen aktuell vor einer Vielzahl von Schwierigkeiten. Trotzdem wirken sie oft gelassen. Das Handelsblatt hat recherchiert, mit welchen Strategien CEOs wie Bettina Orlopp (Commerzbank), Leonhard Birnbaum (Eon) oder Oliver Dörre (Hensoldt) es schaffen, dem Druck ihres Jobs standzuhalten.
Eine Entlastung für Führungskräfte kann Künstliche Intelligenz sein. So lässt sich Christina Puello, Chefin der Deutschen Dienstrad, in bestimmten Dingen von einer eigens nach ihr benannten KI helfen. Puello nutzt damit ein Potenzial, das viele andere Managerinnen und Manager liegen lassen.
Auch wenn die Wirtschaftswelt mit ihren Unwägbarkeiten zuletzt viele Führungskräfte an ihre Grenzen gebracht hat: Resilienz kann jeder trainieren, sagt Hirnforscher Volker Busch. Wie das geht und warum seiner Erfahrung nach gerade junge Menschen mit Stress oft nicht mehr gut zurechtkommen, lesen Sie im Interview mit dem Mediziner.
Berlin, Düsseldorf, Frankfurt. Vom Zögern hält Leonhard Birnbaum nichts. Es ist ein verregneter Nachmittag im Frühjahr 2024, als Birnbaums Fahrer an einer Straßenabsperrung in Essen halten muss. Eigentlich wollte er den Vorstandschef zur Eon-Zentrale bringen, direkt vor die Tür natürlich. Das Gebäude ist schon in Sicht, die Straße aber gesperrt und Birnbaum spät dran. Der Fahrer schlägt vor, einen neuen Weg zu suchen, Birnbaum winkt ab. „Lass, ich laufe.“ Dann steigt er aus, ohne Schirm oder Mantel, und läuft in seinem Anzug durch den Regen an der Absperrung vorbei zum Gebäude.
Bei Birnbaum klingt alles einfach und pragmatisch. 70-Stunden-Woche? – „Langeweile würde mich viel mehr stressen.“ Zeit für Konzentration finden? – „Vorstandsmappen lese ich am Wochenende. Sonntagmorgens, wenn noch alle schlafen, da kann man super denken!“ Quälende Termine erdulden? – „Wenn etwas richtig nervig ist, bring es hinter dich!“
Für Topmanager wie ihn gebe es nicht den einen Weg zur Zufriedenheit. „Es gibt tausend Wege, Stress zu bewältigen. Und jeder muss für sich selbst herausfinden, was funktioniert.“ Wichtig sei, dass man seinen Job aus Überzeugung mache: „Wenn man sich dauerhaft zwingen muss, etwas zu tun, dann sollte man es besser nicht tun. Ich liebe das, was ich tue.“
Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige
remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Açık Sorular
- Wie verbreitet sind diese Bewältigungsstrategien?
- Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur?
- Sind diese Strategien für alle Führungsebenen anwendbar?






