Donald Trumps Drohungen gegen Irans „Spitzhackenberg“
Hızlı Bakış
- Donald Trump droht erneut mit einem Angriff auf Irans unterirdische Nuklearanlage „Spitzhackenberg“, die tiefer als Fordo liegt.
- Experten diskutieren die Herausforderungen eines solchen Schlags, während Geheimdienstberichte über verlegte Zentrifugen sprechen und eine Eskalation des Konflikts befürchtet wird.
Yapay zekâ özeti
Neden Önemli?
Die iranische Nuklearanlage „Spitzhackenberg“ ist eine potentielle Nuklearanlage, die tiefer unter dem Gestein liegen soll als die bereits bombardierte Anlage Fordo und bislang nicht angegriffen wurde. Im Juni 2025 wurden andere iranische Nuklearanlagen, darunter Fordo, mit bunkerbrechenden Bomben getroffen.
Am Dienstagabend hat Donald Trump abermals eine seiner Drohungen gegen Iran auf einen Berg im Inneren des Landes bezogen. Die Amerikaner nennen ihn „Pickaxe Mountain“, auf Deutsch etwa „Spitzhackenberg“. Tief unter diesem Berg ist eine (potentielle) Nuklearanlage vergraben, die letzte iranische, die bislang noch nicht bombardiert worden ist.
„Wir werden diesen Bereich in Kürze ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht“, sagte der amerikanische Präsident während eines Treffens mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. Schon vorige Woche hatte er in einem Interview geäußert: „Der Pickaxe Mountain ist ein mögliches Ziel für einen hübschen, großen, fetten Schuss in die Haustür.“
Es stellt sich die Frage, warum die Amerikaner (und Israelis) den Spitzhackenberg bislang noch nicht angegriffen haben, auch nicht in den gezielt gegen Nuklearanlagen gerichteten Luftschlägen vom Juni 2025. Ein Grund dafür könnte sein, dass der Tunnelkomplex unter dem rund 1600 Meter hohen Gebirgsmassiv Kuh-e Kolang Gaz La (Kolang heißt „Spitzhacke“) noch tiefer unter dem Gestein liegen soll als die unterirdische nukleare Bunkerfabrik Fordo.
Welche Bombe kann etwas gegen diese tiefen Bunker ausrichten?
Fordo war im Juni 2025 mit den schwersten konventionellen bunkerbrechenden Bomben der Welt getroffen worden, über welche nur die Vereinigten Staaten verfügen. Vor allem für diese gezielten Schläge – jeweils zwei Bomben nacheinander in das gleiche „Loch“ an mutmaßlichen Lüftungsanlagen – hatte Amerika in jenen von Israel begonnenen Luftkrieg eingegriffen. Die Anlage von Fordo liegt schätzungsweise zwischen 60 und 90 Metern unter Fels und Erde, die vom Spitzhackenberg mindestens 100 Meter.
Diese Schätzung stammt vom Washingtoner Institute for Science and Security (ISIS), das über das iranische Atomprogramm gut informiert ist. Es wird von David Albright geleitet, einem ehemaligen Inspekteur der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). Er und sein Team gehen in einer Analyse kommerzieller Satellitenbilder des Bergmassivs, das rund 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran liegt, davon aus, dass es zwei östliche und zwei westliche Tunneleinfahrten gibt, die in eine Anlage unter dem Bergrücken führen. Es sei wahrscheinlich, aber nicht gewiss, dass es sich um eine zusammenhängende Anlage handelt. Möglich sei jedenfalls, dass sie mehrere Ebenen habe – die beiden Tunnelportale haben zueinander einen Höhenunterschied von rund 50 Metern.
Der Komplex wurde nahe der etwas weiter nördlich gelegenen Atomfabrik Natans errichtet, nachdem es dort 2020 – mutmaßlich durch israelische Sabotage – zu Explosionen mit einer erheblichen Zerstörung gekommen war. Die Fabrik war ausgelegt für den Bau von fortschrittlichen Gaszentrifugen, die man braucht, um Uran für zivile, aber in höheren Graden auch für militärische Zwecke anzureichern. Schon 2007 war am gleichen Berg an einem weiteren Tunnelkomplex gebaut worden. Umgeben ist das Bergmassiv weiträumig durch einen Zaun oder eine Mauer mit Fahrstreifen für Patrouillen. Schwachpunkte sind mutmaßlich die Zugänge für Personal, Lüftung und Strom.
Trumps Ankündigung: „Mit voller Wucht“
In seiner Pressebegegnung am Dienstagabend antwortete Trump auf die Frage, ob Iran Zentrifugen in diese konkrete Anlage gebracht habe, mehrdeutig. Einerseits sagte er, das könnte sein, spiele aber keine Rolle, maßgeblich sei „das Material“. Damit war vermutlich das bereits hochangereicherte Uran gemeint, vor allem der Vorrat von rund 400 Kilogramm auf beinahe waffentaugliche 60 Prozent angereichertem Uran. „Wir folgen dem Material“, sagte Trump.
Andererseits kündigte er – ähnlich wie in seinem Interview in der vergangenen Woche – an: „Und wir werden diesen Bereich höchstwahrscheinlich schon sehr bald ins Visier nehmen. Und sie können nichts dagegen tun. Wissen Sie, normalerweise würde ich das nicht sagen. Wenn ich dächte, sie könnten etwas dagegen tun, würde ich das niemals sagen. Aber wir werden diesen Bereich schon sehr bald ins Visier nehmen, und zwar mit voller Wucht.“
Sabotage, Bodentruppen oder die Bombe
Ein Angriff auf den Spitzhackenberg würde bedeuten, dass die USA ihre Kriegsführung gegen Iran wieder deutlich eskalieren. Sie würden möglicherweise militärisch an den Ausgangspunkt zurückkehren, an dem sie in den 2025 von Israel mit seinen Luftschlägen begonnenen Luftkrieg eingegriffen haben: mit einem massiven Schlag auf eine unterirdische Nuklearanlage mit schweren bunkerbrechenden Waffen.
Allerdings ist das nicht die einzige, nach Einschätzung von Fachleuten nicht einmal die beste Option. „In seinem gegenwärtigen Zustand wären eher Sabotageakte oder Angriffe durch Bodentruppen geeignet“, den Standort zu zerstören, heißt es in der ISIS-Analyse. „Es könnte aber auch Schwachstellen geben, die durch Luftangriffe mit tief in den Boden eindringenden Waffen ausgenutzt werden könnten.“
Ob für eine Operation mit Bodentruppen allerdings gälte, was Trump gesagt hat – nämlich dass es keine Rolle spiele, dass er seine Pläne vorab öffentlich verkündet – steht auf einem anderen Blatt. Möglicherweise sähe das die US-Militärführung etwas anders.
Aufwand, Risiko und möglicher Ertrag
Dass die Anlage unter dem Spitzhackenberg bis dato nicht angegriffen worden ist, könnte aber neben den Sicherungsmaßnahmen auch daran liegen, dass der mögliche Erfolg in keinem vernünftigen Verhältnis zu Risiko und Aufwand zu stehen schien. Wie hoch das Risiko einer Spezialkräfteoperation so tief im Land wäre, liegt auf der Hand. Das Fiasko der auch an den geographischen Bedingungen gescheiterten Befreiung amerikanischer Geiseln in der besetzten Botschaft in Teheran liegt zwar schon 46 Jahre zurück, steht aber zweifellos jedem amerikanischen Kommandeur vor Augen.
Und was den Einsatz der wertvollen Bunkerbrecherbomben betrifft, schien bislang zu ungewiss, was in den Tunneln überhaupt schon steht, um zerstört zu werden. Die Kapazitäten des iranischen Atomprogramms sind im Zwölftagekrieg des vergangenen Jahres weitgehend vernichtet worden: Sowohl die montierten Kaskaden an Gaszentrifugen als auch die Fabriken zur Herstellung dieser Maschinen.
Was ist bereits installiert?
Ob bereits angereichertes Uran unter dem Spitzhackenberg gelagert ist, wie einzelne Fachleute im vergangenen Jahr mutmaßten, ist ungewiss. Die IAEA hat über die Vorräte von rund 400 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertem Uran nur gesagt, dass etwa die Hälfte davon in den zerstörten Anlagen von Isfahan vermutet würde; über die andere Hälfte gab es keine Aussagen. Trump spricht über die angereicherten Bestände nur als „Atomstaub“, der an den zerstörten Stätten einzusammeln sei.
Es bleibt aber die Gefahr, die von der schlichten Existenz einer so stark gesicherten Anlage ausgeht. Sie könnte in Zukunft für ein heimliches militärisches Atomprogramm genutzt werden, gegebenenfalls in kleinerem Maßstab. Ein paar Bomben würden dem Regime, das stets bestritten hat, nach Atomwaffen zu streben, ja schon für die politische Wirkung ausreichen.
Auf jeden Fall würde ein amerikanischer Angriff dort, wie auch immer geartet, eine weitere Eskalation in dem Konflikt bedeuten. In wessen Interesse läge das? Trump schwankt da wie üblich zwischen extremen Positionen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat hingegen mehrfach zu verstehen gegeben, dass er die „Arbeit“ in Iran noch nicht für getan hält.
In diesem Licht fällt auf, dass die amerikanische Zeitung „Wall Street Journal“ zu Wochenbeginn über Geheimdiensterkenntnisse berichtet hat, die Israel an die US-Dienste übermittelt habe. Demnach soll Iran im vergangenen Herbst, nach dem zwölftägigen Luftkrieg, „tausende“ Zentrifugen zur Urananreicherung in die Tunnel unter dem Spitzhackenberg geschafft haben.
Bundan Sonra Ne Olabilir?
Yapay zekâ öngörüsü — kesinlik taşımaz
Die USA werden den Bereich des Spitzhackenbergs sehr bald ins Visier nehmen.
Muhtemel · Haftalar içinde
Açık Sorular
- Was genau ist bereits unter dem Spitzhackenberg installiert?
- Wo befindet sich die andere Hälfte des auf 60 Prozent angereicherten Urans?
- Wie würde die US-Militärführung eine Operation mit Bodentruppen bewerten?





