Henning Höne zieht Kandidatur für FDP-Parteivorsitz zurück
Wolfgang Kubicki bleibt einziger Kandidat für den Parteivorsitz – Team-Lösung mit Höne als Stellvertreter geplant
Hızlı Bakış
- Der NRW-FDP-Chef Henning Höne zieht seine Kandidatur für den Parteivorsitz kurz vor dem Bundesparteitag zurück.
- Damit ist Wolfgang Kubicki der einzige Kandidat.
- Beide planen eine Team-Lösung, um die Partei nach den jüngsten Wahlniederlagen neu aufzustellen.
Yapay zekâ özeti
Der FDP-Politiker Henning Höne will doch nicht Parteichef werden. Nur zwei Wochen vor dem geplanten Bundesparteitag zog der NRW-Landeschef in einem Interview der FAZ seine Kandidatur zurück. Damit ist der Weg frei für Wolfgang Kubicki, der für den Parteivorsitz keine Konkurrenz mehr hat.
Die beiden FDP-Politiker einigten sich auf eine Team-Lösung. Kubicki soll Parteichef werden und Höne sein erster Stellvertreter. Im Interview der FAZ betonte Kubicki, man wolle die Kräfte nun bündeln. "Wir beide wollen uns darauf fokussieren, die FDP so schnell wie möglich wieder zu einem bedeutenden politischen Faktor in Deutschland zu machen."
Dafür wolle man wie schon 2013 die Kräfte bündeln, so Kubicki. Damals habe das Team Christian Lindner und Wolfgang Kubicki geheißen, "jetzt heißt es Kubicki-Höne". Der Bundesparteitag biete die Chance, "dass wir uns geschlossen und schlagkräftig präsentieren".
Bei der Wahl 2025 war die FDP aus dem Bundestag geflogen. Zuletzt gab es auch Wahlschlappen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In beiden Bundesländern schaffte es die Partei nicht in den Landtag. Nach den Niederlagen bei den Landtagswahlen hatte Parteichef Christian Dürr seinen Rücktritt erklärt. Vor den anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist der Druck auf die Partei dementsprechend hoch.
Ende Mai soll auf einem Parteitag die neue Parteispitze der Liberalen gewählt werden. Die Amtszeit beträgt nur ein Jahr, da es sich nach dem Rücktritt von Dürr um eine Nachwahl handelt. Nach den Landtagswahlen im Frühjahr 2027 in Nordrhein-Westfalen und in Schleswig-Holstein könnten die Rollen also schon wieder neu verteilt werden. Auf die Frage der FAZ, ob Kubicki dann erneut antreten werde, antwortete der FDP-Politiker, das werde man dann rechtzeitig vorher entscheiden.
Kubicki bekannt als Provokateur
Der 39-jährige Höne ist Chef der FDP in Nordrhein-Westfalen und sitzt seit 2012 im dortigen Landtag. Er war bisher jedoch noch recht unbekannt. Mit seinem Rückzug vermeidet er möglicherweise eine Niederlage bei der Wahl. Kubicki galt als Favorit.
Kubicki ist seit rund 50 Jahren FDP-Mitglied und inzwischen 74 Jahre alt. Der Politiker ist einer der bekanntesten Köpfe der FDP und bekannt für seine polarisierenden und provokanten Aussagen. Eigentlich hatte Kubicki schon 2025 seinen Rückzug aus der Politik angekündigt, als die Liberalen den Einzug in den Bundestag verpassten. Damals sagte er auch: "Dass ich nicht die Zukunft der Partei bin, das weiß ich selbst." Schließlich blieb der 74-Jährige doch.
Bereits vor dem Rückzug von Höne hatte die stellvertretende FDP-Chefin Marie-Agnes Strack-Zimmermann die Kandidatur von Kubicki kritisiert. Die FDP müsse von einer neuen Generation geführt werden, und "nicht nur von alten Schlachtrössern", kritisierte sie. Kubicki und sie selbst müssten ihre Bekanntheit in den Dienst der Neuaufstellung der Partei stellen.




