Krankenstand in Deutschland leicht gesunken, psychische Erkrankungen häufigste Ursache
Hızlı Bakış
- Die DAK-Gesundheit meldet einen leichten Rückgang der Krankheitsausfälle in der ersten Jahreshälfte auf durchschnittlich 9,6 Tage pro Erwerbstätigen, verglichen mit 9,9 Tagen im ersten Halbjahr 2025.
- Psychische Erkrankungen sind nun die häufigste Ursache, während Atemwegserkrankungen deutlich abnahmen.
- Die Koalition plant strengere Regeln für Krankschreibungen.
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Die DAK-Gesundheit veröffentlichte eine Analyse der Krankheitsausfälle in der ersten Jahreshälfte, die einen leichten Rückgang der Fehltage (9,6 Tage) im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 (9,9 Tage) zeigte, aber einen Anstieg psychischer Erkrankungen als Hauptursache. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und die schwarz-rote Koalition planen Maßnahmen zur Senkung des Krankenstands.
Krankheitsausfälle im Job sind nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit in der ersten Hälfte dieses Jahres leicht zurückgegangen. Im Schnitt waren Erwerbstätige 9,6 Tage arbeitsunfähig geschrieben, teilte die Kasse mit. Im ersten Halbjahr 2025 waren es 9,9 Tage gewesen. Die häufigste Ursache für Fehlzeiten waren demnach nun psychische Erkrankungen, während es bei Atemwegserkrankungen wie Erkältungen eine deutliche Abnahme gab.
»Der leichte Rückgang beim Krankenstand ist erfreulich«, sagte Kassenchef Andreas Storm. Die Analyse zeige, wie schnell sich Fehlzeiten durch das reale Krankheitsgeschehen nach oben oder unten entwickeln könnten. »Handlungsbedarf besteht vor allem bei der großen Zahl von Langzeiterkrankungen mit vielen Fehltagen.«
Psychische Erkrankungen häufigste Ursache
Der Krankenstand sank der DAK-Auswertung zufolge im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 von 5,4 Prozent auf 5,3 Prozent. An jedem Tag von Januar bis Ende Juni waren also im Schnitt 53 von 1000 Beschäftigten krankgeschrieben. Für die Analyse wertete das Berliner Iges-Institut den Angaben zufolge Daten von rund 2,2 Millionen Erwerbstätigen aus, die bei der Kasse versichert sind.
Ursache Nummer eins für Krankschreibungen waren mit einem Plus von neun Prozent psychische Erkrankungen wie Depressionen mit 184 Fehltagen je 100 Versicherten. Bei Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Grippe, die im ersten Halbjahr 2025 an der Spitze gelegen hatten, gab es ein Minus von 21 Prozent auf 175 Fehltage je 100 Versicherte. Damals waren die Fehltage wegen einer Erkältungswelle im Januar und Februar deutlich hochgegangen.
DAK-Vorstandschef Storm sagte mit Blick auf Langzeiterkrankungen, er begrüße die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) gestartete Offensive für mehr Vorbeugung auch für die Arbeitswelt. Zielführend sei ebenso die geplante Einführung einer Teilkrankschreibung. »Das sind geeignete Instrumente, um den Krankenstand nachhaltig senken zu können.«
Bald höhere Hürden für Krankmeldungen
Um Fehlzeiten im Job zu verringern, plant die schwarz-rote Koalition strengere allgemeine Regeln für Krankschreibungen. So soll die verpflichtende Vorlage einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schon ab dem ersten Krankheitstag zur gesetzlichen Regel werden – statt wie bisher am vierten Tag, wobei Arbeitgeber schon eine frühere Vorlage verlangen können. In Firmen sollen abweichende Regeln vereinbart werden können. Wegfallen soll zudem die Möglichkeit zu telefonischen Krankschreibungen ohne extra Praxisbesuch.
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Die verpflichtende Vorlage einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Krankheitstag wird gesetzliche Regel.
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Die Möglichkeit zu telefonischen Krankschreibungen ohne Praxisbesuch wird wegfallen.
Çok muhtemel · Aylar içinde
Die Einführung einer Teilkrankschreibung wird erfolgen.
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Açık Sorular
- Wie werden die abweichenden Regeln für Krankschreibungen in Firmen konkret aussehen?
- Wann genau wird die Teilkrankschreibung eingeführt und wie wird sie umgesetzt?
- Welche weiteren Maßnahmen umfasst die Offensive für mehr Vorbeugung in der Arbeitswelt?





