Krim: Ausnahmezustand nach ukrainischen Angriffen ausgerufen
Hızlı Bakış
- Auf der Krim wurde nach ukrainischen Angriffen der Ausnahmezustand ausgerufen.
- Gouverneur Aksjonow kündigte Stromabschaltungen an und sprach von Versorgungsproblemen.
- Die russische Armee kann Angriffe nicht vollständig abwehren.
Yapay zekâ özeti
Nach den jüngsten ukrainischen Angriffen haben die Behörden auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim den Ausnahmezustand ausgerufen.
»Es ist eine Entscheidung getroffen worden (…) Dekrete zu unterzeichnen, mit denen der Ausnahmezustand auf regionaler Ebene in der Republik Krim und der Stadt Sewastopol erklärt wird«, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur, Sergej Aksjonow, über den Onlinedienst Telegram mit.
Der Ausnahmezustand ermögliche es, »Fragen im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung des Betriebs aller wesentlichen Sektoren mit größtmöglicher Schnelligkeit zu regeln«, schrieb Aksjonow. Der Schritt soll die Freigabe weiterer Mittel ermöglichen und sieht theoretisch auch die Möglichkeit vor, Beschränkungen für die Bevölkerung vor Ort zu verhängen.
Russland schaltet Strom ab
Am Vortag hatte Aksjonow Stromabschaltungen auf der Halbinsel angekündigt, um den durch ukrainische Angriffe verursachten Engpässen entgegenzuwirken. Aksjonow teilte mit, die Krim stehe vor einer »schwierigen Zeit«, die Treibstoffsituation sei am schwierigsten. Am Sonntag war auf der Krim infolge der ukrainischen Attacken der Verkauf von Treibstoff eingestellt worden.
»Ich kann weder genau sagen, wie lange es dauern wird, noch kann ich den konkreten Aktionsplan öffentlich bekannt geben. Wir ergreifen jedoch Maßnahmen«, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur mit. Aksjonow teilte weiter mit, die russische Armee sei nicht in der Lage, die Angriffe auf die Halbinsel vollständig abzuwehren. »Leider … gibt es keine Luftabwehrsysteme auf der Welt, die hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit absolut perfekt sind.«
In der Nacht zum Freitag schoss die russische Luftabwehr nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums 660 ukrainische Drohnen ab, die unter anderem Ziele auf die Krim und in der Region Moskau ansteuerten.
Schon seit Wochen Versorgungsprobleme
Seit Mitte Mai häufen sich Meldungen über Versorgungsprobleme auf der Krim. Dem ging eine monatelange Serie ukrainischer Drohnenangriffe voraus: erst auf die Luftverteidigung, dann auf Transportwege mit russischen Lastwagen. Sie versorgen die Krim mit Treibstoff, Waren und Touristen. Zwischen fünf und sieben Millionen Russinnen und Russen haben seit Kriegsbeginn jährlich die Halbinsel besucht, der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle der Krim.
»Wir werden die Krim in naher Zukunft isolieren«, sagte Major Robert Browdi, der Kommandeur der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, der Nachrichtenagentur Reuters. Russland hatte die Halbinsel 2014 annektiert.



