Merz schließt Rentenkürzungen aus und bekräftigt private Vorsorge
Kanzler stellt nach Kritik klar: Gesetzliche Rente bleibt Basis, keine Kürzungen - Stärkere Gewichtung der kapitalmarktgedeckten Altersversorgung
Hızlı Bakış
- Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat auf der Bundestagung der CDA in Marburg Rentenkürzungen ausgeschlossen und seine Forderung nach einer Stärkung der privaten Altersvorsorge bekräftigt.
- Nach Kritik an seiner Äußerung, die gesetzliche Rente sei künftig nur noch eine »Basisabsicherung«, stellte er klar, dass die gesetzliche Rente die Basis des Rentensystems bleibe und nicht eingeschränkt werde.
- Er betonte die Notwendigkeit, alle drei Säulen der Altersversorgung in ein neues Verhältnis zu setzen und kapitalmarktgedeckte Systeme stärker zu gewichten.
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Der Streit um die Rentenpolitik entzündete sich an Merz' Äußerung, die gesetzliche Rente werde »allenfalls noch die Basisabsicherung« sein. Die SPD hatte dies im Wahlkampf kritisiert. Die CDA als Sozialflügel der Union tagte in Marburg.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat seine Forderung nach einer Stärkung der privaten Altersvorsorge bekräftigt, gleichzeitig aber Abstriche bei der gesetzlichen Rente ausgeschlossen. »Es wird mit uns keine Kürzungen der gesetzlichen Renten geben«, sagte der CDU-Politiker bei der Bundestagung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) im hessischen Marburg. »Unser Ziel ist und bleibt ein starkes und solidarisches Deutschland auch in der Altersversorgung.«
Noch Anfang vergangener Woche hatte Merz mit einer Äußerung zur gesetzlichen Rentenversicherung Empörung unter anderem beim Koalitionspartner SPD hervorgerufen. »Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter«, hatte er gesagt. »Sie wird nicht mehr ausreichen, um den Lebensstandard zu sichern.«
In Marburg sagte er nun, dass für ihn die gesetzliche Altersvorsorge die Basis für das Rentensystem bleiben werde, die er auch nicht einschränken wolle. »Das war übrigens immer klar, das war auch im Wahlkampf klar, obwohl die SPD versucht hat, im Wahlkampf eine andere Geschichte zu erzählen.«
Man dürfe aber nicht mehr nur über Haltelinien bei der gesetzlichen Rente sprechen, sondern müsse alle drei Säulen der Altersversorgung – gesetzlich, betrieblich und privat – in den Blick nehmen und in ein neues Verhältnis zueinander setzen. »Wir müssen hier eine stärkere Gewichtung auf die kapitalmarktgedeckten Altersversorgungssysteme legen, damit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland auch die Chance haben, an der gesamten Vermögensentwicklung unserer Volkswirtschaft teilzunehmen.«
Nach der vorherigen Äußerung des Kanzlers hatte auch CDA-Chef Dennis Radtke vor einer Verunsicherung der Bürger gewarnt. »Wir müssen aufhören, den Menschen Angst zu machen«, sagte der Chef des Sozialflügels der Union dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
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- Wie soll das »neue Verhältnis« zwischen den drei Säulen gestaltet werden?
