Schweres Erdbeben in Kolumbien: Hunderte Tote und Vermisste
Nach einem Erdbeben der Stärke 7,4 in Kolumbien suchen Rettungskräfte nach Überlebenden. Die Regierung rief den Notstand aus.
Hızlı Bakış
- Nach einem Erdbeben der Stärke 7,4 in Kolumbien sind mindestens 240 Menschen gestorben und Tausende verletzt worden.
- Die Regierung rief den Notstand aus, während Rettungskräfte in eingestürzten Gebäuden nach Überlebenden suchen.
Yapay zekâ özeti
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Ein Erdbeben der Stärke 7,4 ereignete sich am Montagmorgen im Westen Kolumbiens mit einem Epizentrum nahe San José del Palmar.
Nachdem Kolumbien vom schwersten Erdbeben seit Jahrzehnten erschüttert wurde, ist das ganze Ausmaß der Katastrophe noch nicht absehbar. Rettungskräfte suchen in eingestürzten Gebäuden weiter nach Überlebenden.
Bei dem Beben der Stärke 7,4 kamen mindestens 240 Menschen ums Leben. Rund 2.600 weitere Menschen wurden verletzt. Die Regierung rief den Notstand aus. "An erster Stelle steht die Rettung der Menschen, die unter den Trümmern begraben sind", sagte Präsident Abelardo de la Espriella. Die Regierung mobilisiere alle Ressourcen, sagte der erst seit wenigen Tagen amtierende Staatschef.
Unklare Anzahl an Verletzten
Einer inoffiziellen Plattform zufolge gelten knapp 3.800 Menschen als vermisst. Auch die Bürgermeister und Gouverneure der Städte Cali, Pereira, Chocó und Manizales teilten mit, dass nach mehr als 3.000 Vermissten gesucht werde.
Das Epizentrum des Bebens lag nahe San José del Palmar im Westen Kolumbiens. Es ereignete sich am Montagmorgen um 7.34 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von rund 103 Kilometern, wie Kolumbiens Geologischer Dienst mitteilte. Im Anschluss wurden zahlreiche Nachbeben registriert.
Schäden an Häusern, Schulen und Krankenhäusern
Bei einem Besuch in der Stadt Pereira sagte de la Espriella, dass landesweit insgesamt mehr als 1.100 Wohnhäuser und Gebäude vollständig eingestürzt seien. Mehr als 8.300 weitere Wohnhäuser wurden demnach beschädigt.
Die Stromversorgung sowie Telefon- und andere Kommunikationsverbindungen sind beeinträchtigt. Sechs Flughäfen sind dem Präsidenten zufolge wegen Schäden an ihrer Infrastruktur derzeit für den kommerziellen Flugverkehr außer Betrieb.
Eingestürzte Kathedrale in Manizales
Der Bürgermeister der Großstadt Cali, Alejandro Eder, berichtete von Dutzenden eingestürzten Häusern, unter deren Trümmern noch Menschen vermutet würden. Das genaue Ausmaß der Schäden würde nun mit Hilfe von Drohnen aus der Luft ermittelt. Er bat die Bürgermeister von Bogotá und Medellín um Unterstützung.
In Manizales, im Westen des Landes, stürzte ein Turm der neugotischen Kathedrale ein und fiel auf das Kirchenschiff. Bürgermeister Jorge Eduardo Rojas warnte die Einwohner der Stadt vor möglichen Nachbeben.
In Bogotá wurden Gebäude evakuiert, die Schäden in der kolumbianischen Hauptstadt beschränkten sich dem Bürgermeister zufolge aber auf Risse in Gebäuden.
Internationale Hilfe angekündigt
Die USA kündigten derweil Unterstützung für Kolumbien an. Das Außenministerium stellt demnach 15,5 Millionen Dollar für Notunterkünfte, Lebensmittel und weitere Hilfsmaßnahmen bereit. Auch El Salvador, Mexiko und Chile boten Kolumbien Unterstützung an.
El Salvadors Präsident Nayib Bukele erklärte, sein Land sei bereit, Rettungskräfte, medizinisches Personal und Hilfsgüter zu schicken. Chiles Präsident José Antonio Kast erklärte, Chile, eines der erdbebenanfälligsten Länder der Region, "kennt den Schmerz und die Herausforderungen, die Erdbeben hinterlassen".
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Fortsetzung der Rettungs- und Bergungsarbeiten
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