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Bundeswehr erwartet mehr Tierversuchsprojekte bis 2029
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Spiegel Deutschland17.06.2026Defense3 dk okumaGermany

Bundeswehr erwartet mehr Tierversuchsprojekte bis 2029

نظرة سريعة

  • Das Bundesverteidigungsministerium rechnet bis 2029 mit einem Anstieg von Forschungsprojekten, bei denen Tiere für die Bundeswehr verwendet oder getötet werden.
  • Die Linke fordert ein Verbot schwerer Tierversuche.

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لماذا يهم

Die Bundeswehr führt seit Jahrzehnten Tierversuche durch, vor allem zur Behandlung verletzter Soldaten. Die Linke kritisiert die Erwartung eines Anstiegs dieser Projekte.

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Tierversuche gibt es bei der Bundeswehr seit Jahrzehnten – etwa für Erkenntnisse zur Behandlung verletzter Soldatinnen und Soldaten.

In Zukunft erwartet das Bundesverteidigungsministerium mehr Projekte, in denen Tiere verwendet oder getötet werden. »Aufgrund der hohen Komplexität der Fragestellungen und vor dem Hintergrund der veränderten geopolitischen Lage ist bis zum Jahr 2029 mit einem Anstieg entsprechender Forschungsvorhaben zu rechnen«, heißt es in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Fraktion Die Linke. Die »Rheinische Post« berichtete zuerst darüber, der Nachrichtenagentur dpa liegt das Schreiben vor.

Das Ministerium betont darin, dass die gesetzlichen Vorgaben zum Tierschutz bei den Tierversuchen strikt eingehalten würden. Zudem würden Leitlinien verfolgt, die darauf abzielen, Tierversuche zu ersetzen, weniger Versuchstiere zu verwenden und bei ihnen Schmerzen und Stress zu minimieren.

Von der Linken erfragte Zahlen zu Versuchstieren in den Jahren 2020 bis 2025 stufte das Ministerium »im Hinblick auf das Staatswohl« als Verschlusssache ein.

Was an den Tieren untersucht wird

Nach früheren Angaben des Ministeriums gab es 2019 knapp 400 Versuchstiere in Einrichtungen der Bundeswehr, vor allem Ratten. Demnach erprobten Medizinerinnen und Mediziner beispielsweise mithilfe von Mäusen Therapieansätze bei Hautverletzungen, sie untersuchten Folgeschäden von Nierenverletzungen am Schwein und übten chirurgische Maßnahmen an Mäusen, Ratten und Meerschweinen.

In die Zahlen fallen auch Diensthunde, die bei Lehrgängen zur Ersten Hilfe zum Einsatz kommen, sowie Esel und Maultiere in Lehrgängen für Tierärzte.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden jährlich jeweils einige Hundert Versuchstiere erfasst. Nach früheren Tierschutzberichten der Bundesregierung lagen die Zahlen bis in die Neunzigerjahre deutlich über Tausend. Mitte der Achtzigerjahre waren es jeweils mehrere Tausend Versuchstiere.

Die schwarz-rote Bundesregierung hat angesichts internationaler Kriege und Konflikte ein historisches Finanzpaket für die Bundeswehr geschnürt. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) legte im April 2026 zudem erstmals eine umfassende Militärstrategie vor, die einen Aufwuchs der Bundeswehr auf 460.000 Soldaten vorsieht – mehr als doppelt so viele wie die derzeit rund 185.000 aktiven Kräfte (mehr zu Pistorius’ Plan hier ).

Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Linken, Ina Latendorf, kritisierte, dass das Ministerium mehr Tierversuchsprojekte erwartet. »Anstatt mehr Tierversuche in der Bundeswehr bräuchte es einen konkreten gesamtgesellschaftlichen Ausstiegsplan und ein sofortiges Verbot von schweren Tierversuchen«, sagte Latendorf der »Rheinischen Post«.

Schwere Versuche sind solche, bei denen Tiere starken Schmerzen, Leiden oder Ängsten ausgesetzt sind. Das Ministerium schreibt: »Aktuell sind keine Tierversuche mit höherem Schweregrad geplant.«

Vor allem in der medizinischen Forschung werden Tiere immer noch häufig eingesetzt. Die meisten werden für die Grundlagenforschung und angewandte Forschung genutzt, andere für Qualitätskontrollen und Giftigkeitsprüfungen. Jedoch geht die bundesweite Zahl der Versuchstiere seit mehreren Jahren zurück. 2024 waren es noch 1,33 Millionen.

ما الذي يجب مراقبته

توقعات الذكاء الاصطناعي — احتمالات وليست حقائق

  • Anstieg von Forschungsvorhaben mit Tieren bis 2029

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أسئلة مفتوحة

  • Welche spezifischen Forschungsvorhaben sind geplant?
  • Wie wird das Staatswohl bei der Einstufung von Zahlen berücksichtigt?

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This article was originally published by Spiegel Deutschland.

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