DDoS-Angriff auf Bluesky: Iranische Cyberbande 313 Team reklamiert Attacke für sich
Soziales Netzwerk war vergangene Woche stundenlang nicht erreichbar – Unternehmen wehrt Angriff ab, keine Daten kompromittiert
نظرة سريعة
- Das soziale Netzwerk Bluesky war vergangene Woche Donnerstag stundenlang durch einen DDoS-Angriff lahmgelegt.
- Die iranische Cyberbande 313 Team übernahm die Verantwortung.
- Bluesky teilte mit, die Attacke abgewehrt zu haben, Hinweise auf unbefugte Datenzugriffe gebe es nicht.
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Bluesky ist ein 2021 gegründetes soziales Netzwerk, das als Alternative zu X (ehemals Twitter) positioniert ist. Die Plattform hatte zuletzt stark wachsende Nutzerzahlen, insbesondere nach Umfragen zu den US-Präsidentschaftswahlen.
Der Ausfall des sozialen Netzwerks Bluesky am Donnerstag vergangener Woche geht offenbar auf einen verteilten Überlastungsangriff (DDoS, Distributed Denial of Service) zurück. Die iranische Cyberbande „313 Team“ reklamiert die Attacke für sich.
Ab dem vergangenen Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit war der Bluesky-Dienst nur noch sehr sporadisch erreichbar. Dort war die Ursache der Störung noch unbekannt, sie hielt noch den ganzen Tag an. Inzwischen ist klar, dass sich die geäußerte Vermutung, es könnte sich um einen DDoS-Angriff handeln, bestätigt hat.
Bluesky hat Freitag mitgeteilt, dass das Team die Nacht durchgearbeitet habe, um eine ausgeklügelte Distributed-Denial-of-Service-Attacke abzuwehren. Diese habe sich im Laufe des Tages noch verstärkt. Das Unternehmen ergänzt, dass es keine Hinweise auf unbefugte Zugriffe auf Nutzerdaten gebe.
Ein weiteres Status-Update von Bluesky vom Montagabend dieser Woche bestätigt, dass seit etwa Freitagmorgen, 6 Uhr hiesiger Zeit (was Donnerstagabend, 21 Uhr an der US-amerikanischen Pazifikküste entspricht), die Dienste wieder verlässlich zugreifbar sind. Im Blog erwähnt das Unternehmen jedoch eine weitere DDoS-Attacke am Montagnachmittag, also in unseren Breitengraden in der Nacht zum Dienstag, die jedoch keine Stabilitätsbeeinträchtigungen zur Folge hatte.
Die Gruppe „Islamic Cyber Resistance in Iraq – 313 Team“ gibt auf Telegram an, die Angriffe auf Bluesky ausgeführt zu haben. Ihre Motivation zu den DDoS-Attacken erörtern die Täter jedoch nicht, sondern vermelden selbst nur ihre vermeintlichen Erfolge. Die Cybergang wird von IT-Sicherheitsexperten dem Iran zugeordnet. Sie ist offenbar für zahlreiche DDoS-Angriffe verantwortlich und liegt ideologisch mit dem Regime des Iran auf einer Linie. Die Auswahl der Angriffsziele wirkt jedoch willkürlich. Konkrete Forderungen sind nicht erkennbar.
أسئلة مفتوحة
- Welche konkrete Motivation hatte die 313 Team für den Angriff?
- Gibt es Verbindungen zu staatlichen iranischen Stellen?
- Warum wurde Bluesky als Ziel ausgewählt?






