Deutsche Delegation in Mauretanien: Hoffnungen auf Stabilität in der Sahel-Region
Außenminister Merzoug bricht Pressekonferenz ab; Wadephul trifft Präsident Ghazouani und betont Rolle Mauretaniens bei Extremismusprävention.
نظرة سريعة
- Eine deutsche Delegation unter Wadephul besucht Mauretanien, um Beziehungen zu stärken und das Land als Stabilitätsanker in der Sahel-Region zu positionieren.
- Trotz eines Pressekonferenzabbruchs durch den mauretanischen Außenminister setzt man auf Extremismusprävention, besonders durch das von Deutschland geförderte Netzwerk der "Mourchidates".
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لماذا يهم
Deutschland will sich nach 20 Jahren Abwesenheit wieder stärker in der Sahel-Region engagieren, da Frankreichs Rolle dort zunehmend schwieriger wird. Mauretanien wird als stabiler Partner mit erfolgreicher Extremismusprävention gesehen.
Es gebe einen „neuen Aufschwung“ in den Beziehungen, so Merzoug. Negativ fällt allerdings auf, dass der mauretanische Außenminister die Pressekonferenz nach einleitenden Bemerkungen durch ihn und Wadephul abbricht, bevor überhaupt Fragen gestellt werden können – angeblich aus Zeitmangel. Das war kein gutes Beispiel in puncto Demokratie und Pressefreiheit für die Gäste aus Deutschland.
Wadephuls Hoffnungen in Mauretanien
Wadephul, der im Anschluss auch noch den Präsidenten Mohamed Ghazouani trifft, verbindet mit dem Besuch jedoch eine konkrete Hoffnung: dass Mauretanien mit seiner Stabilität positiv in die fragile Sahel-Region hineinwirken könne. Da die ehemalige Kolonialmacht Frankreich hier eine zunehmend schwierige Rolle hat – Burkina Faso brach gerade erst vor wenigen Wochen seine diplomatischen Beziehungen mit Paris ab –, könnte Deutschland aktiver werden, so der Gedanke. Der Besuch ist daher auch ein Fühler-Ausstrecken: Nach 20 Jahren Abwesenheit will man sich mehr in der Region engagieren.
„Sowohl als Mauretanien als auch Deutschland haben ein unbelastetes Verhältnis zu Burkina Faso, zu Mali, zu Niger“, betont Wadephul. „Das kann eine gute Voraussetzung dafür sein, um einen gemeinsamen Ansatz zu finden, dort stabilisierend zu wirken.“
Was in Mauretaniens auffällt, ist die erfolgreiche Bekämpfung von radikalen Ideologien in dem islamischen Land. Nach einer Reihe von terroristischen Anschlägen zwischen 2005 und 2011 setzte die Regierung in Nouakchott konsequent auf Prävention.
Eine wichtige Rolle dabei spielt auch das von Deutschland von 2024 bis 2028 mit rund 7,2 Millionen Euro geförderte Netzwerk der „Mourchidates“, auf Deutsch die „spirituellen Führerinnen“: Dies sind rund 75 Frauen – zumeist Lehrerinnen an Koranschulen oder Gemeindeleiterinnen –, die im ganzen Land und insbesondere in der Grenzregion zu Mali aktiv sind. Mit theologischen Argumenten gehen sie in Moscheen, Koranschulen und Gefängnisse, um dort dem radikalen Islam entgegenzuwirken.
Am Abend stattet Wadephul Vertreterinnen des Netzwerks im UN-Regionalbüro einen Besuch ab. Für wie wichtig er ihren Beitrag ansieht, hatte er schon zuvor vor der Presse betont: „Ihr Land ist eine wichtige Stimme der Besonnenheit, der Mäßigung und der Toleranz in dieser Region. Es geht darum, Sicherheit auch durch Extremismusprävention zu schaffen.“
Abschließend stellt sich der Minister noch zwei Fragen, die bei der durch den Gastgeber verkürzten Pressekonferenz weggefallen waren. Dabei äußert er sich auch zur innenpolitischen Lage daheim Berlin — in diplomatischen Worten.
„Ich weiß die Geschicke der CDU/CSU-Fraktion bei allen Verantwortlichen in besten Händen. Und deswegen, glaube ich, ist es genau das Richtige, was ich hier mache, ich tue meine Arbeit als Außenminister dieser Regierung. Und andere sorgen dafür, dass die Nachfolgefragen der in der Tat sehr wichtigen Position an der Spitze der CDU/CSU-Fraktion gut vorbereitet wird.“
ما الذي يجب مراقبته
توقعات الذكاء الاصطناعي — احتمالات وليست حقائق
Deutschland wird sein Engagement in der Sahel-Region verstärken.
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Das Netzwerk der "Mourchidates" wird weiterhin von Deutschland gefördert.
مرجح جداً · خلال سنوات
أسئلة مفتوحة
- Warum brach Merzoug die Pressekonferenz ab?
- Wie genau wird Deutschland sein Engagement in der Sahel ausbauen?
- Wie reagieren andere Sahel-Staaten auf die deutsche Initiative?





