Gedenken an OEZ-Anschlag 2016: Hinterbliebene fordern Untersuchungsausschuss
نظرة سريعة
- Juli 2024 findet eine Gedenkveranstaltung am OEZ in München statt, um der neun Opfer des rechtsextremistisch motivierten Anschlags von 2016 zu gedenken.
- Ministerpräsident Söder ordnete Trauerbeflaggung an, und der Nahverkehr wird um 17:51 Uhr für eine Minute stillstehen.
- Hinterbliebene fordern einen Untersuchungsausschuss.
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لماذا يهم
Am 22. Juli 2016 erschoss ein 18-Jähriger am Olympia-Einkaufszentrum in München neun Menschen, bevor er sich selbst tötete; die Tat wurde 2019 als rechtsextremistisch motiviert eingestuft.
Die Gedenkveranstaltung beginnt um 16 Uhr (Einlass 15 Uhr) am Denkmal „Für Euch“ an der Hanauer Straße vor dem OEZ. Zum Tatzeitpunkt um 17.51 Uhr wird der Opfer mit einer Schweigeminute gedacht. Dann werden auch U-Bahnen, Trams und Busse für eine Minute stillstehen. Ministerpräsident Markus Söder hat für alle staatlichen Dienstgebäude in Bayern für den Jahrestag Trauerbeflaggung angeordnet.
Am 22. Juli 2016 hatte ein 18-Jähriger am Olympia-Einkaufszentrum acht Jugendliche und eine erwachsene Frau erschossen, ehe er sich selbst tötete. Weitere Menschen wurden verletzt. Die Ermittlungsbehörden sprachen schnell vom Amoklauf eines Einzeltäters. Dabei deutete schon das Datum auf seine rechte Überzeugung hin: Fünf Jahre zuvor, am 22. Juli 2011, hatte der Rassist Anders Behring Breivik in Norwegen 77 überwiegend junge Menschen getötet. Erst im Oktober 2019 stuften die Ermittler die Tat am OEZ als rechtsextremistisch motiviert ein.
Dieses Motiv sei lange ignoriert oder bagatellisiert worden, kritisiert die Initiative München erinnern, die Angehörige der Opfer und Überlebende mit weiteren Unterstützern gegründet haben.
Zum Jahrestag fordern Hinterbliebene einen Untersuchungsausschuss. Sie wollen wissen, ob die Tat hätte verhindert werden können, wenn Hinweise aus dem Umfeld des 18-Jährigen ernst genommen worden wären – und ob erneut ermittelt werden müsste, um mögliche Hintermänner zu finden und rechte Netzwerke aufzudecken.
Größter Wunsch der Angehörigen sei es dabei, dass sich eine solche Tat nicht wiederhole, hieß es von der Initiative München erinnern. Niemand solle erleben, was sie erlebt hätten.
Stillstand im Nahverkehr
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) beteiligt sich am Gedenken und unterbricht dafür den Betrieb. Um 17.51 Uhr stehen alle öffentlichen Verkehrsmittel der MVG – U-Bahnen, Trambahnen und Busse – für eine Minute still. Um den Aufenthalt auf freier Strecke beziehungsweise im Tunnel zu vermeiden, bleiben die Fahrzeuge in Einzelfällen bereits kurze Zeit vorher an der nächstgelegenen Haltestelle oder einer anderen passenden Stelle stehen. Die Fahrgäste werden sowohl in den Fahrzeugen als auch an den Haltestellen über digitale Anzeigen und Durchsagen darauf hingewiesen.
أسئلة مفتوحة
- Hätte die Tat verhindert werden können?
- Müsste erneut ermittelt werden, um Hintermänner und rechte Netzwerke zu finden?






