Gezielte Cyber-Angriffe auf Signal-Konten deutscher Politiker
Bundesbehörden warnen vor Spionagekampagne gegen hochrangige Ziele aus Politik und Diplomatie
نظرة سريعة
Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor einer staatlich gesteuerten Spionagekampagne, bei der Signal-Konten deutscher Politiker und Diplomaten durch Phishing-Attacken kompromittiert werden.
ملخص مُنشأ بالذكاء الاصطناعي
لماذا يهم
Die Messenger-App Signal wird aufgrund ihrer Verschlüsselung häufig von Politikern und Journalisten für sensible Kommunikation genutzt. Die aktuelle Kampagne nutzt Phishing-Methoden, um sich als Support-Personal auszugeben und Nutzer zur PIN-Eingabe zu bewegen.
Chat-Nachrichten, Fotos, Dokumente: Was Politikerinnen und Politiker untereinander auf der Messenger-App Signal besprechen und austauschen, ist auch für Angreifer interessant. Schließlich geht es häufig um sensible Informationen.
Seit Februar warnen das Bundesamt für Verfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor einer gezielten Angriffswelle auf Signal-Konten. Sie richte sich gegen hochrangige Ziele aus Politik, Militär und Diplomatie sowie Investigativjournalisten, sagte Elena Singer, Sprecherin im Bundesinnenministerium am Freitag. Man gehe davon aus, dass die Angriffe wahrscheinlich durch einen staatlich gesteuerten Cyberakteur durchgeführt werden. Offenbar ist die Kampagne weiterhin aktiv.
Mitte der Woche wurde bekannt, dass Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) Opfer der Angriffe wurde. Am Wochenende berichten der Spiegel und die Nachrichtenagentur dpa, dass auch die Bundesregierung betroffen sein soll. Laut Spiegel wurden die Signal-Konten von Bildungsministerin Karin Prien (CDU) und Bauministerin Verena Hubertz (SPD) kompromittiert. Sprecher der Ministerinnen wollen das auf Anfrage des ARD-Hauptstadtstudios nicht bestätigen. Man äußere sich grundsätzlich nicht zu möglichen oder tatsächlichen Sicherheitsvorfällen.
Der stellvertretende Sprecher der Bundesregierung, Sebastian Hille, hatte am Freitag bereits betont, dass wir natürlich über die Art und Weise, wie wir in der Bundesregierung kommunizieren, keine Auskunft geben.
Bei der aktuellen Phishing-Attacke geben sich die Angreifer unter anderem als Signal-Support-Mitarbeiter aus. Die Nutzer werden aufgefordert, ihren PIN einzugeben. Tun sie das, haben die Angreifer Zugriff auf die Nachrichten, Fotos und Dokumente, die per Signal geteilt werden und wurden. Offenbar haben die Angreifer mit dieser Masche oft Erfolg. In einem Schreiben des Verfassungsschutzes von dieser Woche an die Fraktionen des Bundestags heißt es, dem Verfassungsschutz seien bereits zahlreiche hochrangige Betroffenheiten bekannt. Seit Februar ermittelt auch die Bundesanwaltschaft. Eine Sprecherin teilt mit, es gehe um den Anfangsverdacht der geheimdienstlichen Agententätigkeit - also um Spionage.
Doch wer steckt dahinter? Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz sagte dem ARD-Hauptstadtstudio, dass es nicht leicht sei, die Herkunft der Angriffe zu erkennen. Der Innenexperte verweist darauf, dass das FBI und der niederländische Geheimdienst Russland für die Angriffe verantwortlich machten. Auch aus Kreisen der Bundesregierung ist inzwischen zu hören, die Angriffe seien mutmaßlich aus Russland gesteuert worden. Die Betroffenen seien informiert und der Datenabfluss von den betroffenen Geräten gestoppt worden. Aber auch die Bundesregierung will nicht ausschließen, dass weitere Signal-Nutzer betroffen sind.
Der schwerwiegende Angriff offenbare Schwächen im Bereich des digitalen Schutzes, sagt von Notz. Und er zeigt eben vor allen Dingen, dass wir im Fadenkreuz der Tätigkeit von russischen Nachrichtendiensten stehen. In seinem Schreiben an die Bundestagsfraktionen warnt der Verfassungsschutz vor einer hohen Dunkelziffer. Das heißt, viele Betroffene könnten noch nicht wissen, dass ihre Signal-Konten ausgespäht werden. Die Politik in Berlin dürfte das Thema noch eine Weile beschäftigen.
ما الذي يجب مراقبته
توقعات الذكاء الاصطناعي — احتمالات وليست حقائق
Weitere Fälle von kompromittierten Konten werden in den kommenden Wochen bekannt werden.
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Die Bundesregierung wird die Sicherheitsrichtlinien für die dienstliche Kommunikation verschärfen.
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أسئلة مفتوحة
- Wie viele Personen sind insgesamt von der Spionage betroffen?
- Welche konkreten Daten wurden bei den betroffenen Ministern abgeflossen?
- Welche weiteren Sicherheitsmaßnahmen plant die Bundesregierung als Reaktion?
