Iran greift Israel an, mutmaßliche Morde an Erntehelfern in Italien
نظرة سريعة
- Der Iran hat Israel erstmals angegriffen, ohne zuvor angegriffen worden zu sein, und begründet dies mit israelischen Angriffen auf Beirut.
- In Italien wurden vier Erntehelfer mutmaßlich ermordet, nachdem sie ihren Lohn eingefordert hatten.
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In der Nacht zum 8. Juni hat das iranische Regime erstmals Israel angegriffen, ohne dass Israel zuvor den Iran angegriffen hatte. Die Islamische Republik hat die Raketenangriffe nicht mit der Verteidigung des eigenen Territoriums begründet, sondern mit israelischen Angriffen auf Beirut und zugleich Israel mit weiteren Schlägen gedroht, sollte es seine Angriffe im Libanon fortsetzen oder auf die iranischen Raketen reagieren. Damit macht das iranische Regime den Libanon zum eigenen Kriegsgrund – und verschiebt die Logik der Konfrontation. Das lässt sich als markanter Punkt einer anderen iranischen Politik sehen. Wieso der Angriff als Symptom des »neuen Egos des Iran« verstanden werden kann, erklärt der Iranexperte der ZEIT, Omid Rezaee.
Vier Erntehelfer sind in Italien mutmaßlich ermordet worden, weil sie ihren Lohn eingefordert haben sollen. Das berichtet ein fünfter Erntehelfer, der 35-jährige Alamyar, der aus dem brennenden Minivan in Amendolara in der Region Kalabrien entkommen konnte, in dem drei Afghanen und ein Pakistaner starben. Die vier Männer im Alter zwischen 19 und 29 verbrannten, weil zwei Männer das Auto mit Benzin übergossen, ein Feuerzeug hineingeworfen und die Türen von außen zugehalten haben sollen. Nach Angaben der Ermittler starben sie, weil aus einem Streit um ein paar Euro eine Hinrichtung wurde. Die mutmaßlichen Täter gehören offenbar zu einem System, das in Italien lange bekannt ist: den sogenannten Caporali, Vermittler, die Erntehelfer anwerben, kontrollieren und illegal beschäftigen. Über das System spricht der ZEIT-Autor Michael Braun.
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Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Mira Schrems



