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Japans Billionen-Plan für die Zukunft der Wirtschaft
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Japans Billionen-Plan für die Zukunft der Wirtschaft

نظرة سريعة

  • Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi hat einen über zwei Billionen Euro schweren Zukunftsplan vorgestellt, um die Wirtschaft durch gezielte Investitionen in 62 Schlüsseltechnologien zu stärken.
  • Ziel ist es, neue Exportschlager und Arbeitsplätze zu schaffen, ähnlich den Herausforderungen Deutschlands.

ملخص مُنشأ بالذكاء الاصطناعي

لماذا يهم

Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi hat einen über zwei Billionen Euro schweren Zukunftsplan vorgestellt, um die Wirtschaft durch gezielte Investitionen in 62 Schlüsseltechnologien zu stärken und neue Exportschlager sowie Arbeitsplätze zu schaffen.

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Der Zukunftsplan, den die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi vorige Woche vorgestellt hat, ist eine gigantische Wette. Auf umgerechnet mehr als zwei Billionen Euro summieren sich die Mittel, die die Regierung in den nächsten 14 Jahren in besonders aussichtsreiche neue Produkte und Technologien stecken will – wobei noch unklar ist, welcher Anteil davon vom Staat gestellt wird. Die Hoffnung ist, dass die japanische Wirtschaft um ein Vielfaches von den Investitionen profitieren wird, indem neue Exportschlager, zukunftsfeste und besser bezahlte Arbeitsplätze entstehen.

Die Herausforderungen, vor denen Japan derzeit steht, ähneln denen von Deutschland. Beide Volkswirtschaften, die sich an der dritten und vierten Stelle der Weltrangliste abwechseln, hängen in hohem Maße an der Autoindustrie, die durch den Wandel hin zu Elektromobilität und die forsch voranpreschenden Chinesen derzeit vom Kopf auf die Füße gestellt wird. In beiden Volkswirtschaften hängt der wirtschaftliche Erfolg erheblich von der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Maschinenbauer, Chemie- und Pharmakonzerne ab – und davon, dass diese auch in Zukunft technologisch vorn mitspielen. Doch beide Volkswirtschaften haben Schwierigkeiten, in dieser Gemengelage ordentliche Wachstumsraten zu erzielen.

Hier wie dort soll nun ein Haufen Geld Abhilfe schaffen. Takaichis Billionen-Plan ist vergleichbar mit dem deutschen Sondervermögen. Doch in einem entscheidenden Punkt schlägt die Planung in Tokio jene in Berlin: Während die Bundesregierung mit ihren 500 Milliarden Euro auf dem Papier vor allem die marode Infrastruktur flicken will und in der Praxis Haushaltslöcher stopft, wollen die Japaner das Geld gezielt in Zukunftstechnologien stecken. Fast planwirtschaftlich hat sich die Regierung in Tokio 62 Produkte und Technologien ausgeguckt, die sie für besonders zukunftsträchtig hält und deren Weiterentwicklung sie nun fördern will. Das wirft zwangsläufig die Frage auf, warum ausgerechnet Politiker wissen sollten, wo das Geld besonders sinnvoll investiert ist, vor allem wenn die Planung bis hinunter zu einzelnen Produkten wie flexiblen Solarfolien und neuen LNG-Tankern geht.

Doch Tokio neigt seit jeher zum Dirigismus. Und die Insellage fernab von allen westlichen Freunden hat in der Geschichte des Landes schon oft dazu geführt, dass gemeinsame Kraftanstrengungen der Regierung, der Großkonzerne und ihrer Zulieferer am Ende zum wirtschaftlichen Erfolg geführt haben. Umgerechnet allein 180 Milliarden Euro sollen in neue Rechenzentren und Speicherbatterien fließen, 57 Milliarden Euro in die Weiterentwicklung von physischer KI, also autonom arbeitender Roboter und Maschinen. Das sind Investitionen, von denen die gesamte Wirtschaft des Landes profitieren dürfte.

Wie in Deutschland schrumpft und altert auch in Japan die heimische Bevölkerung. Zugleich ist die Bereitschaft der Japaner, den Bevölkerungsschwund durch Migration aufzufangen, noch deutlich geringer als in Deutschland. In der Folge schrumpft nicht nur die arbeitende Bevölkerung, auch die gesamte Einwohnerzahl Japans könnte nach Berechnungen der Vereinten Nationen schon im Jahr 2050 um ein Viertel kleiner sein als heute. Der Inselstaat mit seinen 123 Millionen Einwohnern hat keine Europäische Union um sich herum, die sich als erweiterter Binnenmarkt bedienen lässt. Es gibt auch keine Nachbarländer, wo sich notfalls Atomstrom zukaufen lässt, wenn die eigenen Windräder nicht genug Energie liefern. Japan ist umgeben vom rauen Pazifik und unfreundlich gesinnten Nachbarn wie China, Russland und Nordkorea.

Vor diesem Hintergrund stimmt Takaichis Analyse, dass nur technischer Fortschritt Japan aus seinen chronisch schwachen Wachstumszahlen herausführen kann. Der Billionen-Plan, der die Innovationskraft der Konzerne befeuern soll, könnte dafür einen wichtigen Schub geben.

Die Frage ist, ob Takaichi ausreichend Finanziers für ihre Wette findet. Die seit drei Jahren laufende Hausse am Tokioter Aktienmarkt spricht dafür, dass der Glaube an die Zukunftsfähigkeit der japanischen Konzerne weiter groß ist. Doch die steigenden Renditen an den Anleihemärkten und der inzwischen historisch wertlose Yen zeigen, dass die Bereitschaft der Investoren, Tokios Spendierfreude wie eh und je auf Pump zu finanzieren, inzwischen geschrumpft ist. Takaichi verspricht, dass durch ihren Konjunktur-Booster die Wirtschaft stärker wächst als der schon jetzt gigantische Schuldenberg. Das ist Zweckoptimismus.

ما الذي يجب مراقبته

توقعات الذكاء الاصطناعي — احتمالات وليست حقائق

  • Die japanische Wirtschaft wird durch die Investitionen profitieren und neue Exportschlager sowie zukunftsfeste Arbeitsplätze schaffen.

    محتمل · خلال سنوات

  • Die Wirtschaft wird durch den Konjunktur-Booster stärker wachsen als der gigantische Schuldenberg.

    تخميني · خلال سنوات

أسئلة مفتوحة

  • Welcher Anteil der Mittel kommt vom Staat?
  • Findet Takaichi ausreichend Finanziers für den Plan?
  • Wie wird der Plan die gigantischen Staatsschulden beeinflussen?

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This article was originally published by FAZ.

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