Phishing-Attacke auf deutsche Politikerhandys via Signal-Messenger
Grüne und CDU fordern Konsequenzen nach Hackerangriff - Bundestagsvizepräsidentin Lindholz fordert Umstieg auf europäischen Dienst Wire
نظرة سريعة
- Eine Phishing-Attacke über den Messengerdienst Signal hat deutsche Politiker alarmiert.
- Die Angreifer verschicken Nachrichten im Namen von „Signal-Support“ und fordern Nutzer auf, PINs einzugeben oder Links anzusteuern, um Zugriff auf Adressbücher und Daten zu erhalten.
- Betroffen sind laut Berichten Hubertz, Prien und Klöckner.
ملخص مُنشأ بالذكاء الاصطناعي
Die Phishing-Attacke auf Politikerhandys über den Messengerdienst Signal hat in Berlin eine Welle von Reaktionen ausgelöst. Grünen-Vizefraktionschef Konstantin von Notz sprach in der Süddeutschen Zeitung von einem „Weckruf für alle Sicherheitsbereiche“. „Wir müssen begreifen, mit welcher Agenda Moskau hier unterwegs ist: Die Angriffe sind real und eine echte Gefahr für unsere Sicherheit. Jeden Tag sind Agenten hier unterwegs, spionieren und bereiten Sabotage vor“, so der Grünen-Politiker, der auch im Parlamentarischen Kontrollgremium der Geheimdienste sitzt. Der CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter sieht ebenfalls Russland hinter der Phishing-Kampagne und forderte Gegenmaßnahmen. „Russland muss gestoppt werden, auf allen Ebenen“, sagte er dem Handelsblatt. „Jede Maßnahme, die wir umsetzen können, sollten wir auch umsetzen, um unsere Abschreckung glaubwürdig zu erhöhen.“ Kiesewetter plädierte dafür, unter anderem russische Diplomaten auszuweisen und „Taurus“-Marschflugkörper an die Ukraine zu liefern. Hubertz, Prien und Klöckner betroffen Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz forderte Bundesregierung und Bundestag auf, die Nutzung des US-Anbieters Signal einzustellen. In der Bild empfahl die CSU-Politikerin, Abgeordnete und Verwaltungen sollten auf den europäischen Messengerdienst Wire umsteigen. Dort würden Telefonnummern nicht offengelegt, E-Mail-Adressen seien nicht sichtbar, zudem sei das Sicherheitsniveau wesentlich höher. Außerdem solle man über ein Signal-Verbot auf Dienstgeräten von Abgeordneten und Bundestagsmitarbeitern nachdenken. Schwachstelle Mensch Kern der Phishing-Kampagne ist keine Sicherheitslücke des Signal-Messengers, den Experten sogar für einen recht sicheren Kommunikationskanal halten. Vielmehr setzen die Angreifer auf die Schwachstelle Mensch. Um Zugriff auf die Adressbücher und Daten bestimmter Nutzer zu erhalten, schicken die Angreifer zunächst eine Nachricht, in der sie den Nutzer auffordern, eine PIN einzugeben beziehungsweise Links oder einen QR-Code anzusteuern. Als Absender erscheint dabei etwa „Signal-Support“.





