Schweiz: Gespräche zwischen USA und Iran abgesagt
نظرة سريعة
- Die für Freitag geplanten Gespräche zwischen den USA und Iran in der Schweiz wurden abgesagt.
- Ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der Waffenruhe und zur Öffnung der Straße von Hormus wurde jedoch unterzeichnet.
ملخص مُنشأ بالذكاء الاصطناعي
لماذا يهم
Ein Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran zur Beendigung des Krieges wurde unterzeichnet, das eine Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Die Verhandlungen zur Ausgestaltung des Abkommens wurden jedoch abgesagt.
Liveblog Irankrieg :
Schweiz: Gespräche zwischen USA und Iran abgesagt
19.06.2026, 06:45Lesezeit: 1 Min.
Bürgenstock über dem Vierwaldstättersee: Hier hätten die Verhandlungen zwischen Iran und den USA stattfinden sollen.AFP
Tanker passieren Straße von Hormus – USA heben Blockade iranischer Häfen auf +++ Gefechte zwischen Hizbullah und Israel +++ Netanjahu schließt Truppenabzug aus Südlibanon aus +++ alle Entwicklungen im Liveblog
Schweiz: Gespräche zwischen USA und Iran abgesagt
Die für diesen Freitag geplanten Gespräche zwischen den USA und Iran wurden dem Schweizer Außenministerium zufolge abgesagt. Das Treffen auf dem Bürgenstock in der Nähe von Luzern finde nicht statt, teilte das Ministerium am Freitagmorgen mit. Dort sollten die Unterhändler beider Seiten über einen dauerhaften Waffenstillstand verhandeln. US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian haben bereits ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das die im April verkündete Waffenruhe verlängert und unter anderem eine Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Für die anschließenden Verhandlungen wurde eine Frist von 60 Tagen gesetzt. US-Vizepräsident J.D. Vance hatte seine Teilnahme bereits abgesagt. Zuvor hieß es, seine Abreise verzögere sich.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Die Einigung zwischen Iran und USA im Wortlaut
Die amerikanische Regierung hat das Rahmenabkommen mit Iran für ein Ende des Kriegs veröffentlicht. Wir dokumentieren den Text, wie er von einem ranghohen US-Vertreter am Mittwoch in Washington vor Journalisten verlesen und anschließend von der Nachrichtenagentur AFP übersetzt wurde:
„Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran haben sich gemeinsam in gutem Glauben auf das Folgende verständigt:
Paragraf 1 - Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran und ihre Verbündeten in dem gegenwärtigen Krieg erklären mit der Unterzeichnung dieser Absichtserklärung eine unverzügliche und dauerhafte Beendigung militärischer Aktivitäten an allen Fronten, einschließlich in Libanon, und verpflichten sich von jetzt an, keinen Krieg oder militärischen Einsatz gegen einander zu beginnen und von gegenseitigen Drohungen oder Anwendung von Gewalt abzusehen, und die territoriale Integrität und Souveränität des Libanon zu gewährleisten. Das endgültige Abkommen wird die dauerhafte Beendigung des Krieges an allen Fronten, einschließlich im Libanon, bestätigen sowie weitere Bestimmungen dieses Paragrafen.
Paragraf 2 - Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran verpflichten sich, ihre gegenseitige Souveränität und territoriale Integrität zu respektieren und davon abzusehen, sich in die inneren Angelegenheiten des jeweils anderen einzumischen.
Paragraf 3 - Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran verpflichten sich, ein abschließendes Abkommen innerhalb von maximal 60 Tagen zu verhandeln und abzuschließen, wobei die Frist in gegenseitigem Einverständnis verlängert werden kann.
Paragraf 4 - Unmittelbar nach Unterzeichnung dieser Absichtserklärung werden die Vereinigten Staaten von Amerika damit beginnen, die Seeblockade sowie alle Störungen oder Hindernisse gegen die Islamische Republik Iran aufzuheben, und werden die Seeblockade innerhalb von 30 Tagen komplett beenden. Während dieses Zeitraums wird der Schiffsverkehr im Verhältnis zu der Zahl des Verkehrs vor dem Krieg durch die Iranische Republik Iran wiederhergestellt. Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich weiter, ihre Streitkräfte aus dem Umfeld des Iran innerhalb von 30 Tagen nach Unterzeichnung des abschließenden Abkommens abzuziehen.
Paragraf 5 - Mit der Unterzeichnung dieser Absichtserklärung wird die Islamische Republik Iran nach ihren besten Möglichkeiten Vorkehrungen treffen für die sichere und unentgeltliche Durchfahrt von Handelsschiffen für nur 60 Tage, aus dem Persischen Golf in den Golf von Oman und umgekehrt. Der Verkehr von Handelsschiffen wird unverzüglich beginnen und, angesichts der Notwendigkeit der Beseitigung von technischen und militärischen Hindernissen und der Minenräumung durch die Islamische Republik Iran, innerhalb von 30 Tagen vollständig wiederhergestellt. Die Islamische Republik Iran wird in einen Dialog mit dem Sultanat Oman eintreten, um die künftige Verwaltung und maritime Dienste in der Straße von Hormus zu bestimmen, im Gespräch mit anderen Anrainerstaaten des Persischen Golfs und in Übereinstimmung mit dem anzuwendenden Völkerrecht und den souveränen Rechten der Küstenstaaten an der Straße von Hormus.
Paragraf 6 - Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich, mit regionalen Partnern einen endgültigen gegenseitig vereinbarten Plan über mindestens 300 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Entwicklung der Islamischen Republik Iran aufzustellen. Der Mechanismus für die Umsetzung dieses Plans wird als Teil des endgültigen Abkommens innerhalb von 60 Tagen endgültig festgelegt. Alle erforderlichen Lizenzen, Verzichterklärungen und Genehmigungen für die relevanten finanziellen Transaktionen werden von den Vereinigten Staaten von Amerika gewährt.
Paragraf 7 - Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich, alle Arten von Sanktionen gegen die Islamische Republik Iran zu beenden, einschließlich Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, Resolutionen des Gouverneursrats der IAEA sowie aller einseitigen US-Sanktionen, primär und sekundär, in einem vereinbarten Zeitplan als Teil des endgültigen Abkommens. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika erkennen die entscheidende Bedeutung der Angelegenheit der Beendigung der Sanktionen wie oben erwähnt an und erklären ihre Absichten, diese Angelegenheiten in den Verhandlungen unverzüglich anzugehen, um ein gegenseitiges Einverständnis darüber zu erzielen.
Paragraf 8 - Die Islamische Republik Iran bestätigt abermals, dass sie sich keine nuklearen Waffen beschaffen oder solche Waffen entwickeln will. Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran haben vereinbart, die Beseitigung eingelagerten hochangereicherten Materials in einem Mechanismus zu regeln, auf den sie sich innerhalb des in Paragraf 7 erwähnten Zeitplans verständigen werden, mindestens durch Verdünnung vor Ort unter Aufsicht der IAEA. Die beiden Parteien haben zudem vereinbart, dass das Thema der Anreicherung und anderer gegenseitig vereinbarter Punkte, die mit den nuklearen Bedürfnissen der Islamischen Republik Iran in Verbindung stehen, basierend auf einem zufriedenstellenden Rahmen in dem abschließenden Abkommen erörtert werden sollen. Die abschließende Vereinbarung wird die Bestimmungen dieses Paragrafen bestätigen. Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran erkennen die entscheidende Bedeutung der oben erwähnten nuklearen Angelegenheiten an und drücken ihre Absichten aus, diese Punkte in den Verhandlungen unverzüglich anzugehen, um darin eine gegenseitige Übereinstimmung zu erzielen.
Paragraf 9 - Bis zum Abschluss des endgültigen Abkommens vereinbaren die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran, den augenblicklichen Status Quo beizubehalten. Die Islamische Republik Iran wird den augenblicklichen Status Quo ihres Nuklearprogramms beibehalten und die Vereinigten Staaten von Amerika werden keine neuen Sanktionen erlassen und keine zusätzlichen Streitkräfte in der Region einsetzen.
Paragraf 10 - Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich, dass unmittelbar nach der Unterzeichnung dieser Absichtserklärung, und bis zur Beendigung der Sanktionen, das US-Finanzministerium Freigaben ausstellen wird für den Export von iranischem Rohöl, von Erdölprodukten und -derivaten, und allen damit verbundenen Dienstleistungen, einschließlich Transaktionen, Versicherungen, Transporten etc.
Paragraf 11 - Die Vereinigten Staaten von Amerika arbeiten darauf hin, dass die eingefrorenen oder gesperrten Gelder und Vermögenswerte der Islamischen Republik Iran in vollem Umfang zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden, nachdem diese Absichtserklärung in Kraft tritt. Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran werden sich gegenseitig im Rahmen der Verhandlungen auf ein Verfahren in Bezug auf die Freigabe dieser Gelder verständigen. Solche Mittel, ob sie auf dem ursprünglichen Konto zurückgehalten oder transferiert wurden, sollen in vollem Umfang zugänglich gemacht werden, um sie allen beliebigen Endbegünstigten auszahlen zu können, die von der Zentralbank der Islamischen Republik Iran bestimmt werden. Die Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten sich, alle dafür notwendigen Lizenzen und Autorisierungen entsprechend auszustellen.
Paragraf 12 - Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran stimmen darin überein, dass ein ausführender Mechanismus eingerichtet wird, der die erfolgreiche Umsetzung dieser Absichtserklärung überwacht, wie auch die zukünftige Einhaltung des abschließenden Abkommens.
Paragraf 13 - Nach Unterzeichnung dieser Absichtserklärung und vorbehaltlich des Beginns der Umsetzung der Paragrafen 1, 4, 5, 10 und 11 dieser Absichtserklärung sowie der anhaltenden Umsetzung dieser Maßnahmen, werden die Vereinigten Staaten von Amerika und die Islamische Republik Iran Verhandlungen bezüglich des endgültigen Abkommens ausschließlich zu den übrigen Paragrafen aufnehmen.
Paragraf 14 - Das abschließende Abkommen wird von einer verpflichtenden Resolution des UN-Sicherheitsrats bestätigt.“
Die in Washington verlesene englische Version des Memorandums finden Sie etwa bei unseren Kollegen von CNN.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Sabrina Frangos
Schweiz: Gespräche zwischen USA und Iran abgesagt
Die für diesen Freitag geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran wurden dem Schweizer Außenministerium zufolge abgesagt. Das Treffen auf dem Bürgenstock in der Nähe von Luzern finde nicht statt, teilte das Ministerium am Freitagmorgen mit. Dort sollten die Unterhändler beider Seiten über einen dauerhaften Waffenstillstand verhandeln. US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian haben bereits ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das die im April verkündete Waffenruhe verlängert und unter anderem eine Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Für die anschließenden Verhandlungen wurde eine Frist von 60 Tagen gesetzt. US-Vizepräsident JD Vance hatte seine Teilnahme bereits abgesagt.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Sabrina Frangos
USA heben Blockade von Iran auf: Tanker passieren Straße von Hormus
Nach Inkrafttreten des vorläufigen Rahmenabkommens zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und Iran passieren wieder Öltanker die Straße von Hormus. Die US-Regierung erklärt ihre Blockade von Iran für aufgehoben. Der Ölpreis fällt daraufhin auf den niedrigsten Stand seit dem 2. März.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Sabrina Frangos
Vance reist vorerst nicht zu Verhandlungen in die Schweiz
US-Vizepräsident J.D. Vance wird vorerst nicht für Verhandlungen mit Iran in die Schweiz reisen. Stand jetzt werde er in der Nacht zu Freitag (Ortszeit) nicht wie ursprünglich vorgesehen in die Schweiz fliegen, sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur am späten Donnerstagabend (Ortszeit). „Die Logistik für diese Verhandlungen war noch nie einfach oder vorhersehbar.“ Ob oder wann die Reise stattfinden soll, blieb zunächst unklar.
Eigentlich war vorgesehen, dass sich Delegationen aus Iran und den USA bereits heute treffen, um über ein dauerhaftes Ende des Krieges zu verhandeln. Vance sagte später, die Verhandlungen würden stattfinden, ließ aber den Zeitpunkt offen. „Unser Plan ist es, in die Schweiz zu fahren. Ich weiß nicht genau wann.“ Er gehe davon aus, dass die technischen Verhandlungen irgendwann an diesem Wochenende starten könnten.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Philipp von Reinersdorff
USA heben Blockade iranischer Häfen auf
Die US-Armee hat nach eigenen Angaben nach mehr als zwei Monaten ihre Blockade iranischer Häfen aufgehoben. „Heute haben die US-Streitkräfte die Blockade für den gesamten Schiffsverkehr, der iranische Häfen und Küstengebiete anläuft oder verlässt, aufgehoben“, erklärte das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom am Donnerstag im Onlinedienst X. US-Kriegsschiffe würden jedoch „in dem Gebiet bleiben, um sicherzustellen, dass alle Teile der Vereinbarung eingehalten werden“.
US-Vizepräsident J.D. Vance sagte vor Journalisten im Weißen Haus, die US-Armee habe am Donnerstag „mehr als ein Dutzend Schiffe unsere Seeblockade passieren lassen“. Damit erfülle Washington seinen Teil der Vereinbarung.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Philipp von Reinersdorff
Netanjahu schließt Truppenabzug aus Libanon vorerst aus
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen Truppenabzug aus Südlibanon bis auf weiteres ausgeschlossen. Netanjahu bezeichnete in einer Rede die von der Armee errichtete „Sicherheitszone“ als Barriere zwischen der Hizbullah-Miliz in Libanon und den Bürgern und Gemeinden in Nordisrael. Israel werde sich nicht zurückziehen, solange es seine Sicherheitsbedürfnisse erforderten. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal hingegen als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.
Das Rahmenabkommen zwischen Iran und den USA sieht zwar eine umfassende Beendigung der militärischen Konflikte in der Region vor, enthält aber keine explizite Klausel über einen Abzug der israelischen Truppen.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Philipp von Reinersdorff
Trump: Erwarte Waffenstillstand an allen Fronten
US-Präsident Donald Trump hat abermals betont, dass er nach dem unterzeichneten Rahmenabkommen mit Iran einen „vollständigen Waffenstillstand an allen Fronten, einschließlich Libanon, Hizbullah und Israel“ erwarte. Die Aktienmärkte würden „lieben, was passiert“, und die Ölpreise stark sinken, schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social.
Link kopieren
Auf Facebook teilen
Auf X teilen
Per E-Mail teilen
Philipp von Reinersdorff
Khamenei billigt Verhandlungen zwischen Iran und USA
Irans geistliches Oberhaupt Modschtaba Khamenei billigt ein von den Präsidenten Irans und der USA unterzeichnetem Rahmenabkommen trotz eigener Vorbehalte. Er habe Zusicherungen von Präsident Massud Peseschkian und anderen ranghohen Vertretern erhalten, dass die Rechte Irans und die Interessen der „Widerstandsfront“ gewahrt blieben, erklärt Khamenei. In einer schriftlichen Botschaft an die Nation heißt es, Peseschkian trage als Chef des Nationalen Sicherheitsrates die Verantwortung für den Schutz der iranischen Interessen. Der Präsident habe zugesich
ما الذي يجب مراقبته
توقعات الذكاء الاصطناعي — احتمالات وليست حقائق
Technische Verhandlungen könnten am Wochenende starten.
محتمل · خلال أيام
Aktienmärkte reagieren positiv auf das Abkommen.
مرجح · خلال أيام
أسئلة مفتوحة
- Wann werden die Verhandlungen nachgeholt?
- Wie wird die Einhaltung des Abkommens überwacht?
- Welche Rolle spielt Israel bei der Umsetzung?





