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UNHCR-Chef Salih: Zahl der Flüchtlinge sinkt, doch neue Gefahren lauern
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Handelsblatt11.06.2026العالم2 dk okumaGermany

UNHCR-Chef Salih: Zahl der Flüchtlinge sinkt, doch neue Gefahren lauern

نظرة سريعة

  • Die Zahl der weltweiten Flüchtlinge ist erstmals seit über zehn Jahren gesunken, laut UNHCR auf 41,6 Millionen.
  • UNHCR-Chef Barham Salih warnt jedoch vor Zwangsrückführungen und fordert mehr Bildungschancen und Integration.

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Die Zahl der weltweiten Flüchtlinge ist erstmals seit über zehn Jahren gesunken. UNHCR-Chef Barham Salih meldet für das vergangene Jahr 41,6 Millionen Menschen, die vor Gewalt und Konflikten geflohen waren. Dies ist ein Rückgang von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings warnt Salih, dass viele Rückkehrer unfreiwillig in unsichere Länder zurückgedrängt werden.

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Erstmals seit Jahren sinkt die Zahl der Flüchtlinge, doch Zwangsrückführungen und ungelöste Krisen bergen neue Gefahren. Was UNHCR-Chef Salih fordert. 11.06.2026 - 09:53 Uhr Artikel anhören

Barham Salih: Bei einer Pressekonferenz in Genf stellt er die neue Globale Allianz für Menschenrechte vor. Foto: AFP

Genf, Berlin. Erstmals seit mehr als zehn Jahren ist die Zahl der Flüchtlinge weltweit gesunken. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) meldet für das vergangene Jahr 41,6 Millionen Menschen, die vor Gewalt und Konflikten aus ihrer Heimat geflohen waren, drei Prozent weniger als im Jahr davor.

„Dieser kleine Rückgang ist eine gute Nachricht“, sagte der neue UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Barham Salih. Er ergänzt jedoch ein „Aber“. Zwar seien nur einmal in den vergangenen 60 Jahren mehr Menschen in ihre Heimat zurückgekehrt als 2025, aber das sei in weiten Teilen nicht freiwillig geschehen.

Wenn Menschen zur Rückkehr in ein Land gezwungen werden, das nicht sicher ist und wo sie kein Auskommen finden, könne das schnell die nächste Fluchtwelle auslösen, sagte Salih.

Unter anderem haben Pakistan und der Iran 2025 Millionen Afghanen, die teils seit Jahren im Land lebten, zur Heimkehr gezwungen.

Deutschland mit zweithöchster Flüchtlingszahl

5,4 Millionen Menschen flohen 2025 wegen Konflikten und Verfolgung neu ins Ausland. Rund Zweidrittel lebten nahe ihrer Heimat, oft in Ländern, in denen es vielen Einwohnern selbst am Nötigsten fehlt.

Laut UNHCR ist Deutschland das Land mit den meisten Flüchtlingen, hinter Kolumbien und vor der Türkei. In Kolumbien lebten 2,8 Millionen Flüchtlinge, in Deutschland 2,7 Millionen und in der Türkei 2,4 Millionen.

Rund 70 Prozent der Flüchtlinge leben seit mehr als fünf Jahren im Exil und haben nach Angaben des UNHCR wenig Aussicht auf eine Lösung der Probleme, die sie in die Flucht getrieben haben. Salih will erreichen, dass diese Zahl bis 2035 auf die Hälfte reduziert wird.

Neuer Fokus des UNHCR

Oberstes Ziel sei Frieden in ihrer Heimat, sagte er. Plan B müsse aber sein, dass Flüchtlinge mehr Bildungschancen erhielten, um ein neues Leben aufzubauen. Flüchtlinge bräuchten mehr Integrationschancen. „Inklusion ist keine Bürde, sondern ein Gewinn“, sagte Salih. Sie trügen dann zur Wirtschaft und dem Sozialsystem im Gastland bei.

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Verwirrend ist zunächst der Vergleich mit früheren UNHCR-Zahlen. Bislang wurde die Gesamtzahl der Vertriebenen in den Mittelpunkt gestellt, einschließlich der Menschen, deren Asylanträge noch in Bearbeitung sind und solcher, die fliehen mussten, aber im eigenen Land geblieben sind.

Das waren Ende 2024 nach revidierten Zahlen 123,2 Millionen. Die Vergleichszahl Ende 2025 gibt das UNHCR mit 117,8 Millionen an. Das entspricht einem Rückgang von gut vier Prozent.

Dieses Jahr fokussiert das UNHCR auf die Zahl der Flüchtlinge, ohne Binnenvertriebene und ohne Asylsuchende.

ما الذي يجب مراقبته

توقعات الذكاء الاصطناعي — احتمالات وليست حقائق

  • Die Zahl der Flüchtlinge, die seit mehr als fünf Jahren im Exil leben, wird bis 2035 halbiert.

    محتمل · المدى المتوسط

  • Zwangsrückführungen in unsichere Länder werden zu neuen, größeren Fluchtwellen führen.

    مرجح · المدى القصير

أسئلة مفتوحة

  • Wie viele der unfreiwilligen Rückkehrer werden erneut fliehen müssen?
  • Welche konkreten Maßnahmen wird UNHCR ergreifen, um die Bildungschancen und Integrationsmöglichkeiten für Flüchtlinge zu verbessern?
  • Welche Rolle spielen die Gastländer bei der Umsetzung von Salihs Forderungen nach Inklusion?
  • Wie wird die Unterscheidung zwischen Flüchtlingen, Binnenvertriebenen und Asylsuchenden in zukünftigen Berichten gehandhabt?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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