Angriffe auf Tanker und US-Offensive treiben Ölpreise in die Höhe
Auf einen Blick
- Der eskalierende Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie Angriffe der Huthi-Milizen auf saudi-arabische Tanker im Roten Meer lassen die Ölpreise steigen.
- Ein Barrel Brent nähert sich der 100-US-Dollar-Marke, während die USA ihre Angriffe auf Ziele im Iran fortsetzen.
KI-generierte Zusammenfassung
Warum es wichtig ist
Der Iran-Krieg eskaliert seit Anfang des Monats wieder wegen des Streits um die Straße von Hormus, die für den weltweiten Handel mit Energieträgern wichtig ist.
London. Der Krieg zwischen den USA und dem Iran treibt die Ölpreise weiter in die Höhe. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent bewegt sich in Richtung von 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter). In der Spitze stieg der Preis bis auf 98,42 US-Dollar. Am späten Vormittag lag der Preis der Referenzsorte etwas darunter bei 97,59 Dollar. Das waren 3,7 Prozent mehr als am Vortag.
Getrieben wird der Preis, der bis Anfang Juli noch auf rund 70 Dollar gefallen war, von der Eskalation im US-iranischen Krieg. Vom Iran unterstützte Huthi-Milizen erklärten zudem, sie hätten zwei saudi-arabische Tanker im Roten Meer angegriffen; dies verschärft den Nahostkonflikt weiter und droht zu schwerwiegenderen Versorgungsunterbrechungen zu führen.
In der Nacht führte das US-Militär eine erneute Angriffswelle gegen Ziele im Iran durch. Die fünfstündige Angriffswelle sei um 22.30 US-Ostküstenzeit (6.00 Uhr Ortszeit im Iran) beendet worden, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom über die Plattform X mit.
Zu den Zielen zählten demnach Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Die Angriffe sollten künftige Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute verhindern, hieß es. Es war die zwölfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen.
Wegen des Streits um die für den weltweiten Handel mit Energieträgern wie Öl und Flüssiggas wichtige Straße von Hormus eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder. US-Medien berichten seit Tagen über Indizien für eine mögliche Ausweitung der US-Angriffe - etwa über die Verlegung weiterer Kampfflugzeuge in die Region.
Noch liegt der Ölpreis aber ein gutes Stück unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Damals hatte der Beginn des Iran-Krieges durch die USA und Israel den Preis stark nach oben getrieben.
Offene Fragen
- Wie werden Iran und die Huthi-Milizen auf die US-Angriffe reagieren?
- Welche weiteren US-Angriffe sind geplant?







