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Berlin: Neue Gedenkstätte für queere Menschen in Schöneberg eingeweiht
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Die Welt17.05.2026Other2 dk okumaGermany

Berlin: Neue Gedenkstätte für queere Menschen in Schöneberg eingeweiht

Auf einen Blick

  • In Berlin-Schöneberg wurde eine neue Grab- und Gedenkstätte für queere Menschen eingeweiht.
  • Sie bietet Platz für Särge und Urnen und soll ein Zeichen gegen Ausgrenzung setzen.
  • Ein "Kissing Stone" lädt zum Hinterlassen von Lippenstiftabdrücken ein.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Eine neue Grab- und Gedenkstätte für queere Menschen wurde in Berlin-Schöneberg eingeweiht. Sie befindet sich auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof und wurde am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit eröffnet. Die Stätte soll an queere Lebensgeschichten erinnern und ein Zeichen gegen Ausgrenzung setzen.

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Mit einer neuen Grab- und Gedenkstätte in Berlin-Schöneberg bekommen queere Menschen in Berlin einen eigenen Ort der Trauer. Auf dem Alten-St.-Matthäus-Kirchhof wurde sie am Nachmittag am Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit eingeweiht. Dazu gehört ein „Kissing Stone“. Auf dem hellen Stein kann mit einem Kuss ein Lippenstiftabdruck hinterlassen werden.

Die Grab- und Gedenkstätte soll an queere Lebensgeschichten erinnern, Raum für Trauer und Gedenken schaffen sowie ein Zeichen gegen Ausgrenzung und Vergessen setzen, wie die Schwulenberatung Berlin mitteilte.

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Gedenkwand mit eingravierten Namen

Die Anlage bietet Platz für bis zu acht Särge und 100 Urnen. Auf einer mehrere Meter langen, mit verschiedenfarbigen Steinen errichteten Friedhofsmauer sollen zudem die Namen der Verstorbenen erscheinen.

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Der „Kissing Stone“ knüpft zudem an eine lange Tradition queerer Symbolik an, an die Küsse, die an den Gräbern von Oscar Wilde (1854-1900) und Simone de Beauvoir (1908-1986) als Zeichen von Liebe, Freiheit und Anerkennung hinterlassen wurden, hieß es. Schöneberg wird als Regenbogenkiez bezeichnet und gilt als ein Zentrum für queeres Leben in der Hauptstadt.

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Das Projekt soll einen würdevollen Ort des Erinnerns schaffen, insbesondere für Menschen, die keinen Kontakt mehr zu ihren Herkunftsfamilien haben oder deren Bestattung sonst anonym erfolgen würde, wie es hieß. „Einige LSBTI-Personen, insbesondere jene, die Diskriminierung und Ausgrenzung erlebt haben, empfinden ihr Leben als wenig wertvoll und machen sich keine Gedanken darüber, was nach ihrem Tod geschieht. Diesen Herausforderungen wollen wir mit einer besonderen Grab- und Gedenkstätte entgegentreten“, teilte die Schwulenberatung mit. Die Abkürzung LSBTI steht für Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle.

Regenbogenflaggen gehisst

Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit wurden an Rathäusern in Berlin und Brandenburg Regenbogenflaggen gehisst, auch auf dem Reichstagsgebäude. Die queere Community sei vermehrt Anfeindungen und Angriffen ausgesetzt, beklagte das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg.

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Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit wird seit 2005 jährlich am 17. Mai als Aktionstag begangen. Das Datum bezieht sich auf den 17. Mai 1990, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschlossen hatte, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen.

dpa/epd/saha

Offene Fragen

  • Wie hoch sind die Kosten für die Errichtung und Unterhaltung der Gedenkstätte?
  • Gibt es bereits eine Warteliste für Bestattungen oder Urnenbeisetzungen?
  • Welche weiteren Organisationen oder Initiativen unterstützen das Projekt?
  • Wie wird die Gedenkstätte in Zukunft gepflegt und verwaltet?

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This article was originally published by Die Welt.

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