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Deutschland schneidet im Kinderschutz gut ab
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Die Zeit18.05.2026Law2 dk okumaGermany

Deutschland schneidet im Kinderschutz gut ab

Auf einen Blick

  • Deutschland belegt im internationalen Vergleich des Kinderschutzes vor sexueller Gewalt Platz drei.
  • Der Bericht von Economist Impact bewertet Gesetze, Programme und Services zur Unterstützung von Opfern und zur Prävention.
  • Deutschland schneidet bei der "Heilung" von Betroffenen gut ab, aber bei der "Vorbeugung" nur mittelmäßig.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Ein internationaler Vergleich des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und der Betreuung von Opfern hat Deutschland auf Platz drei von 60 Ländern platziert. Der Bericht von Economist Impact, der nach 2019 und 2022 zum dritten Mal erschien, bewertet 23 Faktoren wie Gesetze, Richtlinien und Programme.

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In einem internationalen Vergleich des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und der Betreuung von Opfern schneidet Deutschland vergleichsweise gut ab.

Im Ranking der Denkfabrik Economist Impact liegt Deutschland unter 60 Ländern auf Platz drei, nur hinter Australien und Großbritannien. Frankreich, Kanada, Schweden und Italien folgen auf den Plätzen dahinter. Besonders schlecht schneiden in der Auswertung Russland, Venezuela, Kamerun und Saudi-Arabien ab.

Alle Länder hätten aber Luft nach oben beim Schutz vor Kindesmissbrauch, heißt es in dem Bericht, der nach 2019 und 2022 zum dritten Mal erschienen ist. Insgesamt sei der Schutz gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen unzureichend. Regierungen müssten koordinierte Maßnahmen ergreifen und Zivilgesellschaft und Betroffene einbinden.

Bei der Untersuchung wurden 23 Faktoren bewertet, darunter Gesetze, Richtlinien, Programme und Services, die Behörden anbieten, um Kinder zu schützen und im Fall von erlebter Gewalt aufzufangen. Die Denkfabrik ist Teil der Economist Group, die die Zeitschrift gleichen Namens herausgibt. Deutschland bekam in dem Ranking 74,1 von 100 Punkten, der Durchschnitt lag bei 52,6 Punkten.

Gute Noten für Umgang mit Betroffenen, schlechtere für Prävention

Sehr gut schneidet Deutschland in der Kategorie »Heilung« ab. Da geht es etwa darum, wie schnell Betroffene Zugang zu kostenloser Unterstützung haben, ob es nationale Leitlinien für Fachkräfte gibt, ebenso wie Rechtsbeistand und Wege zur Entschädigung. Topwerte erreichen in der Kategorie auch Indien, Indonesien, Italien, Mexiko, Nepal und Sri Lanka.

In der Kategorie »Vorbeugung« kommt Deutschland dagegen nur auf Platz 20, mit einer Bewertung von 46,7 von 100 und knapp über dem Durchschnitt. Dabei werden Maßnahmen bewertet, die das Risiko von sexuellem Missbrauch von Kindern verringern können, wie schnell bei einem Verdacht auf Missbrauch reagiert wird, wie Eltern und Betreuungspersonen unterstützt werden oder ob es leicht zugängliche Hotlines gibt.

Offene Fragen

  • Welche spezifischen Maßnahmen könnten Deutschlands Präventionsarbeit verbessern?
  • Wie unterscheiden sich die Ansätze der Top-Performer Australien und Großbritannien von denen Deutschlands?
  • Welche konkreten Auswirkungen haben die schlechten Ergebnisse von Russland, Venezuela, Kamerun und Saudi-Arabien auf die betroffenen Kinder?

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This article was originally published by Die Zeit.

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