Eilmeldung
CN資深電影人陸叔遠驚傳波蘭失聯超過一週 親友憂心協尋CN巴威颱風來襲 台9丁線蘇澳至東澳段今晚預警性封路TRİstanbul'da Yasa Dışı Bahis ve Kripto Varlık Operasyonu: 68 GözaltıIN19-year-old drummer found dead in Bhilai hotel room, suicide or murder suspectedJP皇室典範改正案、衆院通過し参院へ 国会成立の公算大JPライブ配信中の女性刺殺、検察が懲役20年求刑 東京地裁KR의료데이터특별법 신설·의료계 면허관리원 추진 필요성 강조KR제주 여름철 호흡기 감염병 증가…보건당국 예방수칙 당부RUЛаос намерен развивать сотрудничество с ШОС в сфере торговли, туризма и логистикиAUSix-year-old boy dies after Scenic Rim crashCN資深電影人陸叔遠驚傳波蘭失聯超過一週 親友憂心協尋CN巴威颱風來襲 台9丁線蘇澳至東澳段今晚預警性封路TRİstanbul'da Yasa Dışı Bahis ve Kripto Varlık Operasyonu: 68 GözaltıIN19-year-old drummer found dead in Bhilai hotel room, suicide or murder suspectedJP皇室典範改正案、衆院通過し参院へ 国会成立の公算大JPライブ配信中の女性刺殺、検察が懲役20年求刑 東京地裁KR의료데이터특별법 신설·의료계 면허관리원 추진 필요성 강조KR제주 여름철 호흡기 감염병 증가…보건당국 예방수칙 당부RUЛаос намерен развивать сотрудничество с ШОС в сфере торговли, туризма и логистикиAUSix-year-old boy dies after Scenic Rim crash
Newsgather
BackGebäudemodernisierungsgesetz sorgt für heftige Debatten im Bundestag
Gebäudemodernisierungsgesetz sorgt für heftige Debatten im Bundestag
In Entwicklung
Tagesschau Inland22.06.2026Politik4 dk okumaGermany

Gebäudemodernisierungsgesetz sorgt für heftige Debatten im Bundestag

Auf einen Blick

  • Trotz Entspannungssignalen der Wirtschaftsministerin sorgt das neue Gebäudemodernisierungsgesetz für heftige Debatten im Bundestag.
  • Experten und Verbände üben deutliche Kritik, insbesondere am Klimaschutz und den Regeln für Mieter und Vermieter.
  • Klagen sind angekündigt.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Das Gebäudemodernisierungsgesetz soll die Klimaziele im Gebäudesektor umsetzen. Nach einem Kabinettsbeschluss wird es nun im Bundestag beraten und stößt auf breite Kritik von Experten und Verbänden.

Schriftgröße

Katherina Reiche zeigte sich sichtlich zufrieden. "Es war jetzt mal wichtig, Entspannung zu schaffen", sagte die Wirtschaftsministerin noch vor einigen Tagen auf einem Kongress in Berlin. Immerhin habe die Regierung ein hoch umstrittenes Gesetz vom Tisch genommen und nun etwas Pragmatisches geschaffen.

Im Bundestag kann von "Entspannung" allerdings keine Rede sein - im Gegenteil. Die Pläne der Regierung beim Gebäudemordernisierungsgesetz sorgen weiterhin für heftige Debatten. In einer Anhörung vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Energie haben nun zahlreiche Experten und Verbände teils deutliche Kritik geübt.

Deutsche Umwelthilfe will klagen

Größter Kritikpunkt: der Klimaschutz. "Sollte der Betrieb von Heizkesseln auf unbestimmte Zeit zugelassen werden, verstößt dies gegen die verfassungsrechtliche Verpflichtung, Klimaneutralität zu erreichen", sagen die Rechtsanwälte Geulen und Klinger in einer Stellungnahme vor dem Ausschuss. Vor allem das abgeschaffte Betriebsverbot für Gas- und Ölheizungen nach 2044 widerspricht nach Ansicht der Juristen der verfassungsrechtlich erforderlichen Klimaneutralität.

Die Deutsche Umwelthilfe hat deshalb angekündigt, vor dem Bundesverfassungsgericht zu klagen. Auch der wissenschaftliche Dienst des Bundestags hatte vor einigen Tagen in einem Gutachten verfassungsrechtliche Zweifel geäußert.

Das Bundeswirtschaftsministerium widerspricht. Auf Anfrage der ARD heißt es, man habe das neue Gebäudemodernisierungsgesetz ausführlich geprüft. Es sei europarechts- und verfassungsrechtskonform. Auch der Jurist Johann-Christian Pielow, der auf Antrag der Unionsfraktion im Ausschuss aussagte, sieht keinen Verfassungsbruch. Das Klimaschutzrecht der EU stehe dem nicht im Wege und es sei das Recht des Bundestags, die Gesetzgebung zum Klimaschutz zu ändern.

Debatte über Regeln für Mieter und Vermieter

"Da ich als Mieterin keine Wahlfreiheit habe, muss ich die Kröte schlucken, die mein Vermieter mir vorsetzt", sagt Ruth Carcassonne, eine Mieterin, die auf Antrag der Linken vor dem Ausschuss aussagte. Denn auch die neuen Regeln für Mieter und Vermieter sorgen für heftige Diskussionen.

Der Deutsche Mieterbund warnt vor dem Ausschuss vor "erheblichen Kostenrisiken für Mieter". Der bislang getroffene Kompromiss, eventuelle Mehrkosten durch fossiles Heizen zwischen Mietern und Vermietern aufzuteilen, geht dem Mieterbund nicht weit genug.

Anders sieht das der Eigentümerverband Haus und Grund. Er kritisiert in seiner Stellungnahme, das neue Gesetz verlagere verbrauchsabhängige Kosten auf Vermieter, obwohl diese auf den tatsächlichen Energieverbrauch der Mieter nur begrenzten Einfluss hätten.

Kommunen beklagen Unsicherheit

Heftige Kritik kommt auch von den Städten und Kommunen. Viele Gemeinden hatten in den vergangenen Jahren ihre Wärmeplanung vorangetrieben und sich dabei auf ein Heizen ohne Öl und Gas eingestellt. Dass nun plötzlich beides wieder möglich sein soll, ist für viele ein teures Problem. So müssten neben den Netzen für Fernwärme auch Gasnetze weiter betrieben werden. "Es braucht klare Planungssicherheit und eine Vermeidung von Doppelstrukturen", sagt eine Vertreterin vor dem Ausschuss.

Deutliche Worte findet auch der Deutsche Gewerkschaftsbund. Das neue Gesetz sei "klimapolitisch fragwürdig und in hohem Maße bürokratisch". Es gefährde einen sozialverträglichen Wandel bei der Wärmewende.

Insgesamt könnte die laute und deutliche Kritik der Experten noch zu Konsequenzen führen. Nach dem Kabinettsbeschluss der Bundesregierung befindet sich das Gebäudemodernisierungsgesetz derzeit in der Parlamentarischen Beratung. Es ist deshalb gut möglich, dass die Abgeordneten noch die ein oder andere Änderung beschließen.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Abgeordnete beschließen weitere Änderungen am Gesetz.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Wie werden die Kosten für Mieter und Vermieter aufgeteilt?
  • Welche Auswirkungen hat die Unsicherheit auf die Wärmeplanung der Kommunen?
  • Wird es weitere Änderungen am Gesetz geben?

Verwandte Themen

This article was originally published by Tagesschau Inland.

Ähnliche Meldungen

Joachim Gauck bei Lanz: Über Freiheit, Heimat und die AfD
Politik·12 dk önce

Joachim Gauck bei Lanz: Über Freiheit, Heimat und die AfD

Joachim Gauck diskutiert bei Markus Lanz über die Herausforderungen der globalisierten Moderne, das Bedürfnis nach Entlastung von Freiheit und die Attraktivität von Nationalpopulismen. Er bezieht sich auf eine Studie über "Entdecker und Verteidiger" und kritisiert die inflationäre Nutzung des Faschismus-Vokabulars. Gauck sieht einen "Grundverdacht gegenüber unserer offenen Gesellschaft" als Ursache für die Flucht zur AfD und schlägt ein Bündnis von Union und Linken vor, um "weniger Schlechtes" zu gestalten.

FAZ
Mehr zu diesem ThemaGebäudemodernisierungsgesetz