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Homeoffice-Nutzung in Deutschland leicht gestiegen
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Tagesschau Wirtschaft22.04.2026Business2 dk okumaGermany

Homeoffice-Nutzung in Deutschland leicht gestiegen

Ein Viertel der Erwerbstätigen arbeitet zumindest zeitweise von zu Hause aus – IT-Branche und junge Eltern führen die Statistik an

Auf einen Blick

  • Im vergangenen Jahr arbeiteten 25 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland zumindest zeitweise im Homeoffice.
  • Damit liegt der Anteil leicht über dem EU-Durchschnitt, wobei hybride Arbeitsmodelle dominieren und die IT-Branche die höchste Verbreitung aufweist.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Seit der Corona-Pandemie hat sich das Homeoffice als fester Bestandteil der deutschen Arbeitswelt etabliert, wobei die Nutzung im Vergleich zu 2019 deutlich gestiegen ist.

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Homeoffice hat sich in Deutschland seit der Corona-Pandemie etabliert und wird häufiger genutzt als im EU-Schnitt. Ein Viertel (25 Prozent) der Erwerbstätigen arbeitete im vergangenen Jahr zumindest zeitweise von zu Hause aus. Damit lag der Anteil etwas höher als in den beiden Vorjahren 2024 (24 Prozent) und 2023 (23 Prozent), wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Wie sehr Arbeiten von zu Hause aus inzwischen Usus sei, zeige der Vergleich mit dem Niveau vor der Corona-Pandemie, ordneten die Wiesbadener Statistiker ein: 2019 arbeiteten lediglich 13 Prozent der Erwerbstätigen zumindest gelegentlich im Homeoffice. Im Krisenjahr 2021 waren es dann wie jetzt 25 Prozent aller Arbeitnehmer und Selbstständigen.

Allerdings wird das Homeoffice inzwischen weniger umfassend genutzt als damals. So arbeiteten im vergangenen Jahr 24 Prozent der Erwerbstätigen, die Homeoffice nutzten, ausschließlich von zu Hause aus, wie das Statistikamt weiter mitteilte. 2021 waren es noch 40 Prozent.

Zudem arbeitete knapp die Hälfte (46 Prozent) weniger als die Hälfte der Zeit von zu Hause aus, was auf ein verbreitetes Nutzen von Hybrid-Modellen hindeutet. Wie stark das mobile Arbeiten letztlich angenommen wird, hängt sehr von der Branche ab. Weit verbreitet war es in Deutschland 2025 bei IT-Dienstleistern, Verwaltungstätigkeiten und in der Unternehmensberatung mit einem Anteil von jeweils knapp drei Viertel.

Besonders beliebt ist das Arbeiten von zu Hause aus den Statistikern zufolge außerdem in Altersgruppen, die Beruf und Familie verbinden müssen: Den höchsten Anteil unter den Erwerbstätigen, die gelegentlich am heimischen Schreibtisch arbeiteten, hatten die 35- bis 44-Jährigen mit 30 Prozent, bei den 25- bis 34-Jährigen waren es 28 Prozent.

"Es ist grundsätzlich ein positives Signal, dass der Anteil der Menschen, die auch im Homeoffice arbeiten, leicht gestiegen ist", sagte Bettina Kohlrausch, wissenschaftliche Direktorin des WSI-Instituts der Hans-Böckler-Stiftung. Aus der Forschung wisse man aber, dass das Potenzial, im Homeoffice zu arbeiten, noch lange nicht ausgeschöpft sei und dass sich mehr Menschen Arbeit in den eigenen vier Wänden wünschten.

"Auch um Personen in Zeiten der Energiekrise von hohen Spritpreisen zu entlasten, wäre ein Recht auf Homeoffice, wie es während der Pandemie auch diskutiert wurde, sinnvoll", sagte die Expertin. Gerade für Frauen, die meist immer noch den ganz überwiegenden Teil der Sorgearbeit erledigten - also etwa Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Arbeit im Haushalt - "ermöglicht Homeoffice Flexibilität bei der Vereinbarkeit".

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert wegen der hohen Spritpreise mehr Homeoffice. Und die Internationale Energieagentur IEA hält das Arbeiten von zu Hause ebenfalls für sinnvoll, um den Spritverbrauch zu reduzieren - neben einem stärkeren Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel oder einem Tempolimit.

Im vergangenen Jahr lag der Homeoffice-Anteil in Deutschland den Angaben zufolge leicht über dem Durchschnitt der 27 Staaten der Europäische Union, der 23 Prozent aller Erwerbstätigen ab 15 Jahren betrug. Die höchste Quote gab es wie in den Vorjahren in den Niederlanden, wo mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Erwerbstätigen zumindest zeitweise von zu Hause arbeitet.

Danach folgen Schweden mit einem Anteil von 45 Prozent und Luxemburg (43 Prozent). In Rumänien und Bulgarien (jeweils 4 Prozent) und Griechenland (7 Prozent) arbeiteten den Angaben zufolge anteilig die wenigsten Berufstätigen im Homeoffice.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Debatte über ein gesetzliches Recht auf Homeoffice wird anhalten

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wird die Bundesregierung ein gesetzliches Recht auf Homeoffice einführen?
  • Wie entwickeln sich die Büroflächenbedarfe langfristig durch den Trend zum hybriden Arbeiten?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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