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Ifo-Barometer: Stimmung in deutscher Autoindustrie verschlechtert sich weiter
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Spiegel Wirtschaft04.05.2026Business1 dk okumaGermany

Ifo-Barometer: Stimmung in deutscher Autoindustrie verschlechtert sich weiter

Trump kündigt höhere EU-Zölle an - Heliumknappheit durch Irankrise belastet Produktion

Auf einen Blick

  • Die Stimmung in der deutschen Automobilindustrie hat sich laut Ifo-Institut verschlechtert: Das Geschäftsklima-Barometer fiel im April auf minus 23,8 Punkte, die Geschäftserwartungen sogar auf minus 30,7 Punkte.
  • Grund sind unter anderem Heliumknappheit durch die Irankrise und steigende Unsicherheit.
  • US-Präsident Trump kündigte zudem an, die Einfuhrzölle für EU-Fahrzeuge von 15 auf 25 Prozent zu erhöhen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die deutsche Automobilindustrie kämpft bereits seit längerem mit strukturellen Problemen. Die Irankrise hat nun zusätzlich Auswirkungen auf die Heliumversorgung, die für Chipproduktion, Airbags und Batteriefertigung essentiell ist.

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Mit der Ankündigung von höheren Zöllen auf Autos aus der EU hat Donald Trump der deutschen Wirtschaft erneut einen Schlag versetzt. Eine Umfrage des Münchner Ifo-Instituts zeigt, dass sich die Stimmung in der Automobilindustrie hierzulande schon vor Trumps neuer Strafaktion verschlechtert hat. Das Barometer fiel im April auf minus 23,8 Punkte, von minus 19,0 Zählern im März, wie das Ifo-Institut mitteilte. Die Unternehmen bewerteten zwar ihre aktuelle Geschäftslage besser, blickten aber erheblich pessimistischer auf die kommenden Monate. Das Barometer für die Geschäftserwartungen fiel auf minus 30,7 Punkte, von minus 15,3 Punkten im März. »Die Automobilindustrie schafft es nicht aus der Krise heraus«, erklärte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl. Helium wird knapp Bei 9,3 Prozent der Unternehmen fehlten im April wichtige Vorprodukte, im März waren es noch knapp ein Prozent. »Die Irankrise beeinträchtigt etwa die Produktion und Lieferung von Helium«, sagt Wölfl. Dieses Edelgas sei direkt und indirekt für die Automobilproduktion wichtig. Helium wird zum Beispiel in der Chipproduktion, für Airbags, bei der Metallbearbeitung und der Leckortung von Batterien verwendet. Die EU bezieht mit etwa 40 Prozent einen bedeutenden Anteil ihres Heliumbedarfs aus Katar, verwies das Ifo-Institut auf Daten der Deutschen Rohstoffagentur. Sorge vor Kaufzurückhaltung Die Forscher verwiesen zudem auf indirekte Wirkungen aus der Irankrise, die sich in den gesunkenen Geschäftserwartungen niederschlagen würden: Die generelle Unsicherheit bei Unternehmen und Haushalten steigt. »Zusammen mit den hohen Energiepreisen könnte dies für Kaufzurückhaltung beim Kauf von Neuwagen sorgen«, so das Ifo-Institut. Seit Freitag kommt ein neuer Belastungsfaktor hinzu. US-Präsident Trump hat angekündigt, die Einfuhrzölle für Fahrzeuge aus der Europäischen Union schon in dieser Woche von 15 auf 25 Prozent heraufzusetzen. »Die Kosten durch diese zusätzlichen Zölle wären für die deutsche sowie europäische Automobilindustrie in ohnehin sehr herausfordernden Zeiten enorm, hätten aber wahrscheinlich auch Auswirkungen auf die Verbraucherinnen und Verbraucher in den USA«, sagte die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Weitere Verschlechterung der Geschäftserwartungen in den kommenden Monaten

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • EU könnte Gegenmaßnahmen oder Verhandlungen einleiten

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Wie wird die EU auf die Zollerhöhung reagieren?
  • Können alternative Heliumquellen gefunden werden?
  • Wie stark werden die Verbraucherpreise in den USA steigen?

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This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

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