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Kirchen äußern sich besorgt über geplante Reformen in der Denkmalpflege
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Kirchen äußern sich besorgt über geplante Reformen in der Denkmalpflege

Auf einen Blick

  • Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche und das Bistum Dresden-Meißen äußern Bedenken hinsichtlich der geplanten Eingliederung des Landesamtes für Archäologie und Denkmalpflege in die Landesdirektion Sachsen.
  • Sie befürchten einen Verlust an Fachlichkeit beim Erhalt kirchlicher Denkmale.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die sächsische Landesregierung plant eine Reform der Denkmalpflege, die eine Eingliederung des Landesamtes für Archäologie und Denkmalpflege in die Landesdirektion vorsieht. Dies geschieht im Rahmen von Sparmaßnahmen und Verwaltungsreformen.

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Heimatvereine, Denkmalschützer und Archäologen haben sich bereits gegen geplante Reformen in der Denkmalpflege gewandt - jetzt melden sich auch die Kirchen besorgt zu Wort. Für den Schutz und den Erhalt kirchlicher Denkmale bedürfe es der «Beständigkeit im Grundsatz bewährter Verwaltungsstrukturen», teilten die Evangelisch-Lutherische Landeskirche und das Bistum Dresden-Meißen mit.

Hintergrund sind Beschlüsse der Landesregierung, nach denen das Landesamt für Archäologie und das Landesamt für Denkmalpflege in die Landesdirektion Sachsen eingegliedert und damit Teil einer großen Vollzugsbehörde werden sollen.

Sachsen sei mit 101.000 Bau und 13.000 Bodendenkmalen eines der denkmalreichsten Bundesländer, so die Kirchen. «Einen wesentlichen Anteil an diesem reichen und vielfältigen Denkmalbestand haben die Kirchen und Kapellen.» Für deren Erhalt seien Expertise und Verständnis der kirchlichen Belange nötig. Beides sei im Landesamt für Denkmalpflege zu finden.

Verlust von Fachlichkeit?

«Im Zusammenspiel der Integration der Fachämter für Archäologie und Denkmalpflege in die Landesdirektion mit der von der Staatsregierung angestrebten Novellierung des Denkmalschutzgesetzes ist ein Verlust an Fachlichkeit beim Erhalt und der Pflege kirchlicher Denkmale mit ihren Besonderheiten zu befürchten», kritisierten die Kirchen. Die Landesämter sollten daher fortbestehen.

Anfang Juni hatten bereits zahlreiche Initiativen, Heimat- und Geschichtsvereine sowie bundesweite Fachverbände einen offenen Brief mit dem Titel «Keine Zerschlagung der Archäologie, keine Zerstörung der Denkmalpflege in Sachsen» auf den Weg gebracht.

Der Freistaat Sachsen muss sparen und will dazu Tausende Stellen bei den Landesbediensteten abbauen. Zudem sollen Verwaltungsstrukturen reformiert werden.

Offene Fragen

  • Wie wird die Fachlichkeit im Detail erhalten?
  • Welche konkreten Sparziele werden verfolgt?
  • Wie reagieren andere Bundesländer auf ähnliche Reformen?

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This article was originally published by Die Zeit.

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