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Krankengeld: Langwierige Leiden sind größter Kostenblock für Kassen
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Krankengeld: Langwierige Leiden sind größter Kostenblock für Kassen

Auf einen Blick

  • Eine Analyse des BKK Dachverbandes zeigt, dass langwierige, oft psychisch oder muskulös-skelettale Erkrankungen die größten Kostentreiber für gesetzliche Krankenkassen sind.
  • Das Krankengeld steigt, was Präventionsstrategien erfordert.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Eine Analyse des BKK Dachverbandes zeigt, dass langwierige Erkrankungen die größten Kostentreiber für gesetzliche Krankenkassen sind. Die Koalition plant strengere Regeln für Krankschreibungen.

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Künftig sollen strengere Regeln für die Krankschreibung gelten. Doch der größte Kostenblock seien die langwierigen Erkrankungen, sagen die Krankenkassen. Sie raten zu mehr Prävention. 07.07.2026 - 06:12 Uhr Artikel anhören

Unfall, OP, Reha: Wer längere Zeit im Job ausfällt, bekommt in der gesetzlichen Versicherung Krankengeld von der Krankenkasse. Foto: dpa

Berlin. Eine Analyse des BKK Dachverbandes der Betriebskrankenkassen zu Krankschreibungen hat ergeben, dass nicht kurze Erkältungen, sondern lange schwere Krankheiten die großen Kostentreiber für gesetzliche Krankenversicherungen sind. „Es sind die langen, oft Muskel-Skelett und psychisch bedingten Ausfälle, die zum eigentlichen Kostentreiber werden“, sagte Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes.

Das Krankengeld – das erst ab dem 43. Krankheitstag gezahlt wird und damit vor allem Menschen mit langwierigen Erkrankungen betrifft – zähle inzwischen mit 21,6 Milliarden Euro zu den größten Ausgabepositionen der gesetzlichen Krankenversicherung überhaupt, so die BKK. 2025 entfielen demnach mehr als ein Viertel aller Fehltage auf den Bezug von Krankengeld. Die Krankengeldtage seien in den vergangenen zehn Jahren um 24,4 Prozent gestiegen.

Haupttreiber seien psychische Erkrankungen und Muskel-Skelett-Leiden. Zwar machten psychische Erkrankungen nur 5,4 Prozent aller Krankschreibungen aus, im Schnitt dauerten sie jedoch mehr als fünf Wochen an – mit steigender Tendenz.

Klemm fordert deswegen eine ernsthafte Debatte über Präventionsstrategien: „Wir beobachten den Trend der psychischen Belastungen in der Arbeitswelt schon lange. Diese Rechnung zahlen wir sonst noch viele Jahre weiter - und hinter jeder steht das lange Leiden einer betroffenen Person.“

Der Krankenstand insgesamt blieb 2025 mit 6,1 Prozent stabil. Häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit seien Atemwegserkrankungen gewesen, die wegen ihrer kurzen Dauer aber laut BKK finanziell kaum ins Gewicht fallen.

Die schwarz-rote Koalition hatte vor einigen Tagen angekündigt, die Pflicht zur Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf den ersten Krankheitstag vorziehen zu wollen und die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung abzuschaffen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begründete die Pläne damit, dass der Krankenstand gesenkt werden solle.

Mehr: Das gilt künftig bei Krankschreibungen im Job

dpa Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Legen Sie das Handelsblatt als Ihre wichtige Nachrichtenquelle fest.

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Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Strengere Regeln für Krankschreibungen werden eingeführt.

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Offene Fragen

  • Welche konkreten Präventionsstrategien werden umgesetzt?
  • Wie wirken sich die neuen Krankschreibungsregeln aus?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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