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Luftverkehrsbranche kritisiert Absenkung der Ticketsteuer als unzureichend
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Handelsblatt22.05.2026Business1 dk okumaGermany

Luftverkehrsbranche kritisiert Absenkung der Ticketsteuer als unzureichend

Auf einen Blick

  • Die deutsche Luftverkehrsbranche kritisiert die vom Bundestag beschlossene Absenkung der Ticketsteuer als unzureichend.
  • Vertreter von Verbänden und Airlines fordern weitere Entlastungen, da die aktuellen Maßnahmen als "Tropfen auf den heißen Stein" bezeichnet werden und das Wachstum in Deutschland behindern.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Der Bundestag hat eine Absenkung der deutschen Ticketsteuer beschlossen. Die Luftverkehrsbranche kritisiert diese Maßnahme als nicht weitreichend genug und fordert weitere Entlastungen.

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Die vom Bundestag beschlossene Absenkung der deutschen Ticketsteuer geht der Luftverkehrsbranche nicht weit genug. Vertreter von Verbänden und Airlines kritisieren zu niedrige Absenkungsbeträge und fordern weitere Entlastungen des Flugverkehrs.

Der neue Eurowings-Chef Max Kownatzki bezeichnete die Korrektur als „Tropfen auf den heißen Stein“. Er sagte laut Mitteilung: „Die Industrie benötigt deutlich wirksamere Maßnahmen, wenn der Druck auf Kosten und Ticketpreise nachlassen soll – etwa substanzielle Entlastungen bei der Luftverkehrsteuer sowie bei Luftsicherheits- und Flugsicherungsgebühren.“ Hierzu sind weitere Maßnahmen im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD angekündigt.

Es bestehe kein ernsthafter Wille, den „kaputten“ deutschen Luftverkehrsmarkt zu reformieren, erklärte der Chef des Billigfliegers Ryanair, Eddie Wilson, nach der Entscheidung. Deutschland werde zu teuer für Wachstum, weshalb man Flugzeuge in andere Länder verlege.

Wilson lockte: „Ryanair könnte das Passagieraufkommen in Deutschland auf 34 Millionen Passagiere pro Jahr verdoppeln und Tausende neue Arbeitsplätze schaffen, allerdings nur, wenn die Bundesregierung endlich tiefgreifende Kostenreformen umsetzt.“

Der Airline-Verband BDF kritisierte Details des Gesetzes. So seien die Sätze nicht wie versprochen vollständig auf das Niveau vom Mai 2024 abgesenkt worden. Die damals tatsächlich gezahlten Steuersätze waren niedriger ausgefallen, weil das Finanzministerium Einnahmen aus dem Emissionshandel angerechnet hatte. Dieser 2024 abgeschaffte Anpassungsmechanismus sei leider nicht wieder in das Gesetz zurückgeholt worden, klagt der Verband.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Ryanair verlagert Flugzeuge aus Deutschland in andere Länder.

    Möglich · Mittelfristig

  • Weitere Entlastungen für den Flugverkehr werden im Rahmen des Koalitionsvertrags diskutiert und umgesetzt.

    Wahrscheinlich · Mittelfristig

Offene Fragen

  • Welche weiteren Maßnahmen sind im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD angekündigt?
  • Wie hoch sind die genauen Beträge der geforderten Entlastungen?
  • Welche konkreten Flugzeuge will Ryanair aus Deutschland verlegen und wohin?
  • Wird es eine erneute Anpassung der Steuersätze geben, die dem Niveau von Mai 2024 entspricht?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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