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Merz will Rentenvorschläge vollständig umsetzen
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Spiegel Wirtschaft23.06.2026Politik3 dk okumaGermany

Merz will Rentenvorschläge vollständig umsetzen

Auf einen Blick

  • Bundeskanzler Merz kündigt die vollständige Umsetzung der Reformvorschläge der Rentenkommission an.
  • Ein Kernelement ist eine zusätzliche Kapitalrente, die das Versorgungsniveau erhöhen soll.
  • Langfristig sollen alle Erwerbstätigen in die Rentenversicherung einzahlen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Rentenexperten haben der Bundesregierung ihre Reformvorschläge übergeben. Bundeskanzler Merz hat die vollständige Umsetzung angekündigt.

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Dieser Ausdruck wurde am 23.06.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert.

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Reform der Altersvorsorge Merz will Rentenvorschläge vollständig umsetzen

Die Rentenexperten haben der Bundesregierung ihre Reformvorschläge übergeben. Kanzler Merz erklärt, »alle Elemente« rasch umsetzen zu wollen. Arbeitsministerin Bas lobt das Konzept als »Gesamtkunstwerk«.

23.06.2026, 12.17 Uhr

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die vollständige Umsetzung der Vorschläge der Rentenkommission angekündigt. »Alle Elemente dieses Reformpakets müssen jetzt zügig umgesetzt werden«, sagte Merz nach der Übergabe des Berichts in Berlin. Man könne es sich nicht erlauben, einzelne Maßnahmen herauszunehmen oder abzulehnen.

In der Pressekonferenz nach der Übergabe hat Merz das Rentenpaket als unverzichtbares Gesamtkonzept verteidigt und für eine konstruktive Diskussion geworben. Mit dem vorliegenden Papier könne es gelingen, »die gesetzliche Rente dauerhaft verlässlich zu machen«, sagte der Kanzler.

Ein Kernelement des Konzepts ist eine zusätzliche Kapitalrente, die nach Merz’ Worten zu einem insgesamt höheren Versorgungsniveau bei gleichzeitig sinkenden Beiträgen führen soll. Das Modell nutze die positiven Effekte des Kapitalmarkts und sei krisenfest – selbst eine Bankenkrise würde die langfristig steigenden Kapitalerträge nicht gefährden, so Merz.

Der Kanzler räumte ein, dass das Paket zu Mehrkosten führen werde, die Beitragssätze würden unterm Strich steigen. Er betonte jedoch, dass gerade Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen profitieren sollen. Damit werde eine Forderung der christlichen Soziallehre umgesetzt.

»Wir nehmen der jungen Generation eine gewaltige Last von den Schultern«, lobte Merz das Konzept. Und für Menschen, die bald in Rente gehen, betonte er: »Die Rente wird nicht gekürzt.«

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas lobte die Kommission, die in Rekordzeit ein wichtiges Gesamtpaket vorgelegt habe und ebenfalls warnte, einzelne Elemente herauszulösen: »Man kann das nicht aufschnüren.«

Alle Erwerbstätigen in die Rentenversicherung

Bas stellte in den Mittelpunkt, dass mit dem Papier auch der Einstieg in eine Erwerbstätigenversicherung bewerkstelligt wird. Das heißt: Künftig sollen langfristig auch Beamte in die gesetzliche Rente einzahlen, zu Beginn sollen es zumindest die Abgeordneten der Landtage und des Bundestags sowie Selbstständige und Vorstände von Aktiengesellschaften sein. Bei den Beamten sei die Lage komplex, weil es zahlreiche juristische und politische Hürden gibt. Die Altersversorgung erfolgt bei Beamten aus Pensionen, die allerdings nicht bundeseinheitlich geregelt sind und zum großen Teil im Verantwortungsbereich der Länder liegen. Deshalb kann es hier keine schnelle Änderung geben.

Beide Politiker sowie anwesende Kommissionsmitglieder regierten auf Nachfragen, ob die Pläne nicht eine soziale Schlagseite hätten, weil das Rentenalter mit der Lebenserwartung steigen soll, schlechter ausgebildete Erwerbstätige aber eine geringere Lebenserwartung hätten und damit ein ungünstigeres Verhältnis zwischen Erwerbsjahren und Ruhestandsjahren. Demnach sollen Härtefallregelungen korrigierend wirken, die Menschen weiter einen früheren Renteneintritt ermöglichen, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen nicht so lange arbeiten können. Außerdem sollen zusätzliche Hilfen, vor allem Grundsicherung im Alter, besser zugänglich werden.

Constanze Janda, Kommissionsmitglied und Professorin für Sozialrecht an der Uni Speyer wies darauf hin, dass viele der Reformpunkte erst mit starkem Zeitversatz zum Tragen kommen können. Wer bereits Rentner ist oder kurz vor dem Ruhestand steht und Planungen getroffen hat, die sich nun nicht mehr ändern lassen, genießt Vertrauensschutz. Das bedeutet, dass für viele Änderungen lange Übergangsfristen gelten werden.

mwo/mamk/dpa

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die vollständige Umsetzung des Reformpakets wird zügig erfolgen.

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Langfristig werden Beamte und Selbstständige in die gesetzliche Rente einzahlen.

    Möglich · Langfristig

Offene Fragen

  • Wie werden die Mehrkosten finanziert?
  • Wie werden Härtefallregelungen konkret ausgestaltet?
  • Wann beginnt die Umsetzung für Beamte?

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This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

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