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NASA-Chef Jared Isaacman will Pluto wieder zum Planeten machen
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Heise Online29.04.2026Wissenschaft2 dk okumaGermany

NASA-Chef Jared Isaacman will Pluto wieder zum Planeten machen

Bei Anhörung im US-Senat kündigt er an, die Debatte über die 2006 getroffene Entscheidung der IAU wieder aufnehmen zu wollen

Auf einen Blick

  • Bei einer Anhörung im US-Senat hat NASA-Chef Jared Isaacman angekündigt, sich für eine Wiederherstellung von Plutos Status als Planet einzusetzen.
  • Die Internationale Astronomische Union (IAU) hatte Pluto 2006 aufgrund einer neuen Planetendefinition zum Zwergplaneten herabgestuft.
  • Isaacman verwies auf Clyde Tombaugh, den einzigen Amerikaner, der einen Planeten im Sonnensystem entdeckte, und kündigte an, die NASA werde dazu Veröffentlichungen vorbereiten.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die Internationale Astronomische Union (IAU) stufte Pluto 2006 aufgrund einer neuen Planetendefinition zum Zwergplaneten herab. Die NASA-Sonde New Horizons lieferte 2015 unerwartet komplexe Bilder von Pluto, was Rufe nach einer Rücknahme der Entscheidung verstärkte.

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Knapp 20 Jahre nachdem dem Pluto sein Status als Planet aberkannt wurde, will sich die NASA, angeführt von ihrem neuen Chef, angeblich dafür einsetzen, dass diese Entscheidung rückgängig gemacht wird. Das hat Jared Isaacman ganz am Ende einer Anhörung im US-Senat gesagt. Damit würde auch der einzige US-Amerikaner, der einen Planeten im Sonnensystem entdeckt hat, „die Anerkennung erhalten, die ihm einst zuteilwurde und die er zu Recht wieder verdient“, meint Isaacman. In der US-Weltraumagentur arbeite man dazu an Veröffentlichungen, die man der Wissenschaft bekannt machen wolle, „um die Debatte wieder aufzunehmen“. Er persönlich gehöre jedenfalls ganz klar zu jenen, die Pluto wieder zu einem Planeten machen wollen.

Die überraschende und insgesamt nur wenige Worte lange Stellungnahme ist am Dienstag in einer Anhörung des US-Senats gefallen, in der es eigentlich um das Budget für die NASA ging. Der Senator Jerry Moran (Republikaner) aus dem US-Bundesstaat Kansas hatte Isaacman gefragt, welches Interesse die NASA an Pluto hat. Dabei hat er darauf verwiesen, dass Clyde Tombaugh, der Entdecker des Pluto, aus seiner Heimat stammte. Der NASA-Chef versichert, dass er das Thema auch noch habe anbringen wollen. Was genau die NASA jetzt vorhat und wie ernst es ihr mit dem Ansinnen tatsächlich ist, geht aus der kurzen Stellungnahme von Isaacman aber nicht hervor. Die letzte große Debatte über den Status von Pluto ist inzwischen auch schon wieder rund zehn Jahre her.

Der ursprünglich aus Illinois stammende, aber als Jugendlicher nach Kansas umgezogene Clyde Tombaugh hat den Pluto am 18. Februar 1930 am Lowell-Observatorium in Flagstaff in Arizona entdeckt. Über den Vergleich von Hunderten Fotoplatten war Tombaugh auf Aufnahmen vom 23. und 29. Januar 1930 unter zahlreichen Fixsternen fündig geworden. Damit hat er bestätigt, was der Begründer des Observatoriums 25 Jahre zuvor anhand von Bahndaten des Neptun und Uranus vorhergesagt hatte. Tombaugh hat zum Zeitpunkt der Entdeckung erst wenige Wochen an dem Observatorium gearbeitet, das vorher jahrelang wegen eines Rechtsstreits lahmgelegt gewesen war. Der Weltöffentlichkeit wurde der neunte Planet am 13. März vorgestellt – auf den Tag genau 149 Jahre nach der Entdeckung des Uranus durch William Herschel.

76 Jahre später hat die Internationale Astronomische Union (IAU) dann eine neue Definition für Planeten angenommen, die zur Folge hatte, dass Pluto seitdem nur noch als Zwergplanet gilt. Viele der bei der entscheidenden Abstimmung Unterlegenen haben diese Entscheidung aber nie akzeptiert. Auftrieb haben sie bekommen, als New Horizons 2015 spektakuläre Bilder vom Vorbeiflug an dem Himmelskörper zur Erde geschickt hat. Die NASA-Sonde war Anfang 2006 gestartet worden, wenige Monate bevor Pluto der Status als Planet aberkannt wurde. Ihre Beobachtungen haben der Menschheit einen unerwartet komplexen Pluto offenbart, woraufhin die Rufe nach einer Rücknahme der Degradierung wieder lauter wurden. Eine wirklich große Bewegung dafür gab es aber nie.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Die NASA wird wissenschaftliche Publikationen vorbereiten, die die Debatte über Plutos Status erneut anzustoßen

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Die IAU könnte unter Druck geraten, ihre Definition zu überdenken

    Möglich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wie genau will die NASA die Debatte wieder aufnehmen?
  • Welche wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind geplant?
  • Wie ernst ist NASA-Chef Isaacman tatsächlich mit diesem Anliegen?

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This article was originally published by Heise Online.

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