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SpaceX-Börsengang: So können Anleger indirekt investieren
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Handelsblatt20.05.2026Business5 dk okumaGermany

SpaceX-Börsengang: So können Anleger indirekt investieren

Auf einen Blick

  • SpaceX plant einen Börsengang mit einer Bewertung von über zwei Billionen Dollar.
  • Deutsche Privatanleger können indirekt über Investmenttrusts wie Scottish Mortgage, Eltifs wie den Ark Private Innovation Eltif oder über die Alphabet-Aktie investieren.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

SpaceX is preparing for a potential IPO that could value the company at over two trillion dollars, making it one of the most valuable companies globally. This would surpass Saudi Aramco's 2019 IPO. German retail investors face challenges in directly participating in such high-value IPOs.

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In wenigen Wochen dürfte das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX an die Börse gehen – und augenblicklich zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt aufsteigen. Bis zu 80 Milliarden Dollar will das Unternehmen laut Insidern einsammeln und nach Angaben des Finanzdiensts Bloomberg eine Bewertung von mehr als zwei Billionen Dollar erreichen.

Damit würde die von Elon Musk gegründete Weltraumfirma den bisher größten Börsengang (IPO) des saudischen Ölförderers Saudi Aramco im Jahr 2019 deutlich übertreffen. Während die Wall Street auf den Rekord-IPO wartet, können Privatanleger in Deutschland die Anteile nur mit sehr hohen Mindestanlagesummen auf sogenannten Secondary-Plattformen kaufen. Allerdings gibt es drei Möglichkeiten, sich schon jetzt mit kleineren Anlagesummen indirekt an SpaceX zu beteiligen.

Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Investmentgesellschaften. Dazu zählt etwa der an der Londoner Börse notierte „Scottish Mortgage Investment Trust“ des Fondsmanagers Baillie Gifford (ISIN: GB00BLDYK618). Investmenttrusts sind vor allem in Großbritannien verbreitete Investmentgesellschaften ohne operatives Geschäft, die teils in private Unternehmen investieren und deren Anteile an der Börse gehandelt werden.

Der mehr als 150 Jahre alte Scottish Mortgage Investment Trust investiert früh auch abseits der Börse in Tech-Unternehmen. Wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilt, darf er in Deutschland an professionelle Anleger vertrieben werden und gilt rechtlich als alternativer Investmentfonds. Daher können Anleger mit ausreichend Erfahrung und Budget das Produkt kaufen.

SpaceX allein kam Ende April auf einen Portfolioanteil von knapp 18 Prozent. Die Position sei zuletzt auf Grundlage einer Unternehmensbewertung von 1,25 Billionen Dollar angesetzt worden, teilte der Trust vor wenigen Tagen mit. Nach dem IPO gibt es eine sogenannte Lock-up-Periode, in der Anteilseigner die SpaceX-Anteile nicht verkaufen können. Wie lang diese für den Scottish Mortgage Investment Trust dauere, sei bisher nicht bekannt.

Der Trust investierte zuletzt insgesamt etwas mehr als 40 Prozent des Portfolios in Unternehmen abseits der Börse und kostet Anleger jährlich Gebühren in Höhe von 0,31 Prozent. In den vergangenen Monaten hat er sich von einem Wertverlust von mehr als 50 Prozent ab Ende 2021 erholt.

Für Anleger wichtig: Der Börsenkurs ist nicht identisch mit dem Wert der Beteiligungen. Der Kurs kann deshalb deutlich vom eigentlichen Wert des Portfolios, dem sogenannten Nettoinventarwert (NAV), abweichen. Das ist ein entscheidender Unterschied zu anderen Fondsstrukturen wie European Long-Term Investment Funds (Eltifs).

Investoren haben also keine Garantie darauf, dass sie von Wertgewinnen des Portfolios selbst profitieren. Auf ein solches Risiko von Investmenttrusts weist Fondsmanager Gifford selbst hin: Der Anteilspreis könne sich unabhängig vom Portfoliowert entwickeln.

Laut Christian Leuchtweis, Experte für alternative Anlagen beim Analysehaus Scope, ist die Differenz zum NAV für Anleger deshalb eine entscheidende Kennzahl. „Der Abschlag, zu dem Anleger einsteigen, kann einen erheblichen Einfluss auf die Rendite haben“, sagt er. Laut der Plattform Morningstar wurde der Trust zuletzt mit einem Aufschlag von 3,5 Prozent gehandelt.

Neben dem Scottish Mortgage Investment Trust investiert auch die in New York notierte Investmentgesellschaft Destiny Tech100 (ISIN: US25063F1075) einen wesentlichen Teil des Portfolios in SpaceX. Ihre Aktie schwankt aber immer wieder enorm, zuletzt hat sich der Kurs binnen weniger Tage verdoppelt. Der Aufschlag zum NAV beträgt laut Morningstar 92 Prozent.

Eine zweite Möglichkeit, indirekt in SpaceX zu investieren, ist der Ark Private Innovation Eltif (ISIN: IE0007OY3DL2). Dabei handelt es sich um einen illiquiden Investmentfonds des von der Tech-Investorin Cathie Wood geführten US-Anbieters Ark Invest.

Das Ark-Produkt ist erst wenige Monate alt und hatte zuletzt nach Unternehmensangaben knapp 15 Prozent des Portfolios in SpaceX investiert. Darüber hinaus enthält der Fonds bislang nur sechs weitere Unternehmen und ist damit wenig diversifiziert.

Anleger in Deutschland können Fondsanteile unter anderem über die Plattform Nao kaufen. Der nächste mögliche Einstiegszeitpunkt ist laut deren Angaben Mitte Juni. Damit könnte dieser Weg für Privatanleger unattraktiv werden, denn laut Medienberichten von Freitag könnte SpaceX bereits am 12. Juni an die Börse gehen und dann auch direkt investierbar werden.

Die Anlageklasse ist außerdem nicht unumstritten. Der Präsident der deutschen Finanzaufsicht Bafin, Mark Branson, kritisierte zuletzt etwa die Gebühren und verdeckte Risiken von Eltifs. Die Produkte sind weniger liquide, oft teurer und meist weniger transparent als herkömmliche Börsenfonds. Scope-Analyst Leuchtweis weist auf die beschränkten Rückgabemöglichkeiten hin. Dafür gebe es, anders als bei Investmenttrusts, keine Diskrepanz zwischen Anteilswert und NAV.

Eltifs sind grundsätzlich langfristige Investments. Den Ark-Fonds können Anleger frühestens Anfang 2027 und dann einmal im Quartal zurückgeben. Der Anbieter kann die Rücknahme von Anteilen zudem beschränken. Die jährliche Verwaltungsgebühr des Fonds beträgt 2,7 Prozent. Hinzu kommen eine Einstiegsgebühr von bis zu fünf Prozent und unter Umständen eine Erfolgsgebühr.

Eine unkomplizierte dritte Möglichkeit, indirekt in SpaceX zu investieren, ist die Aktie des Technologiekonzerns Alphabet. Dessen Tochterfirma Google hat sich schon 2015 gemeinsam mit der US-Fondsgesellschaft Fidelity mit einem Investment in Höhe von einer Milliarde Dollar an dem Weltraumunternehmen beteiligt.

Ende vergangenen Jahres belief sich Googles Anteil auf 6,11 Prozent, wie aus Mitte April vom US-Bundesstaat Alaska veröffentlichten Unternehmensdaten hervorgeht. Der Nachrichtendienst Bloomberg schätzt, dass der Anteil mit der Zusammenlegung von SpaceX und dem KI-Unternehmen xAI im Februar auf etwa fünf Prozent gesunken ist.

Sollte die Raumfahrtfirma über den IPO tatsächlich mit zwei Billionen Dollar bewertet werden, wäre Googles Beteiligung somit etwa 100 Milliarden Dollar wert. Allerdings wird die Alphabet-Aktie natürlich nicht nur vom Wert der SpaceX-Beteiligung beeinflusst.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • SpaceX will go public via an IPO.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • The SpaceX IPO will be one of the largest in history.

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

  • Indirect investment options will remain popular for German retail investors.

    Wahrscheinlich · Kurzfristig

Offene Fragen

  • What will be the exact IPO date for SpaceX?
  • What will be the final valuation of SpaceX post-IPO?
  • How long will the lock-up period be for the Scottish Mortgage Investment Trust?
  • What are the specific risks and fees associated with each indirect investment option?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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