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Trump will Iran-Krieg ohne Parlamentsgenehmigung fortsetzen
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Spiegel Ausland01.05.2026Politik2 dk okumaGermany

Trump will Iran-Krieg ohne Parlamentsgenehmigung fortsetzen

US-Präsident beruft sich auf Waffenruhe und beruft sich auf fehlende Präzedenzfälle – Kongressdebatte über Kriegsbefugnisse eskaliert

Auf einen Blick

  • US-Präsident Donald Trump will den Krieg gegen Iran ohne Genehmigung des Kongresses fortsetzen.
  • Er beruft sich darauf, dass kein Präsident jemals eine solche Genehmigung beantragt habe.
  • Die 60-Tage-Frist der War Powers Resolution von 1973 läuft theoretisch am Wochenende ab.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die War Powers Resolution von 1973 soll verhindern, dass die USA in langwierige, nicht legitimierte Militäreinsätze hineingezogen werden. Sie erlaubt dem Oberbefehlshaber maximal 60 Tage Offensive ohne Parlamentszustimmung. Frühere Präsidenten wie Clinton und Obama umgingen das Parlament ebenfalls.

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US-Präsident Donald Trump will sich die Fortsetzung seines Kriegs gegen Iran nicht vom Parlament genehmigen lassen. »Nie zuvor« sei eine solche Genehmigung beantragt worden, sagte er in Washington. »Warum sollten wir da eine Ausnahme bilden?« Trump betonte zugleich, dass er im Austausch mit dem Kongress stehe. Zum Wochenende läuft theoretisch die Frist ab, in der Trump den Krieg führen darf. Dem Gesetz War Powers Resolution von 1973 zufolge darf der Oberbefehlshaber maximal 60 Tage lang die Offensive befehligen. Will ein Präsident darüber hinaus Kampfhandlungen des US-Militärs befehligen, bedarf es der förmlichen Zustimmung des Parlaments. Damit soll verhindert werden, dass die USA in langwierige, nicht legitimierte Einsätze hineingezogen werden. Trump wäre nach Ende der 60 Tage theoretisch gezwungen, die US-Truppen schrittweise abzuziehen. Das würde auch für die Seestreitkräfte und Schiffe gelten, die trotz der Waffenruhe zurzeit die US-Blockade iranischer Häfen aufrechterhalten. Allerdings gibt es Schlupflöcher, sodass Trump auch nach Verstreichen der Frist den Krieg fortsetzen könnte. Auch frühere Präsidenten wie die Demokraten Bill Clinton und Barack Obama hatten das Parlament umgangen. Regierung argumentiert mit Waffenruhe In einem Brief an das Parlament sagte Trump, die Kampfhandlungen seien beendet. Damit gelte die 60-Tage-Regelung nicht. Auch das Weiße Haus argumentierte so: »Im Sinne der War Powers Resolution sind die am Samstag, dem 28. Februar, begonnenen Kampfhandlungen beendet«, teilte ein hochrangiger Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur mit. Washington und Teheran hätten sich am 7. April auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt, und diese sei verlängert worden. »Seit Dienstag, dem 7. April, gab es keinen Schusswechsel mehr zwischen den US-Streitkräften und Iran«, hieß es. Am Donnerstag hatte Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärt, die Regierung dürfe den Krieg gegen Iran noch Wochen ohne Zustimmung des Kongresses fortsetzen. »Wir befinden uns derzeit in einer Waffenruhe, was nach unserem Verständnis bedeutet, dass die 60-Tage-Frist (…) pausiert oder stoppt«, sagte er vor einem Ausschuss des Senats. Unterdessen ist der Konflikt zwischen den USA und Iran noch weit von einer Lösung entfernt. Friedensgespräche sind bislang ergebnislos geblieben. Iran übergab nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna am Freitag einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan. Trump sagte, er sei »unzufrieden« damit, ging jedoch nicht ins Detail.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Der Kongress wird die Rechtmäßigkeit der Trump-Position anfechten

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • Die Waffenruhe wird verlängert oder die Kämpfe werden wieder aufgenommen

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

Offene Fragen

  • Wird der Kongress die Position der Regierung akzeptieren?
  • Wie wird Iran auf die amerikanische Haltung reagieren?
  • Gibt es tatsächlich ein Schlupfloch für Trump, die 60-Tage-Frist zu umgehen?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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