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Union legt Steuerreformkonzept mit 25-30 Milliarden Euro Entlastung vor
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Spiegel Wirtschaft22.04.2026Politik2 dk okumaGermany

Union legt Steuerreformkonzept mit 25-30 Milliarden Euro Entlastung vor

CDU-Politiker Bury und CSU-Politiker Dorn schlagen Abbau von Subventionen und höhere Grundfreibräge vor – Spitzensteuersatz soll erst ab 85.000 Euro greifen

Auf einen Blick

  • Unionpolitiker haben ein Steuerreformkonzept vorgelegt, das Steuerzahler um 25 bis 30 Milliarden Euro jährlich entlasten soll.
  • Die Finanzpolitiker Yannick Bury (CDU) und Florian Dorn (CSU) schlagen vor, den Grundfreibetrag um mindestens 1000 Euro zu erhöhen und den Spitzensteuersatz von 42 Prozent erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 85.000 Euro (statt bisher rund 70.000 Euro) greifen zu lassen.
  • Die Gegenfinanzierung soll durch Abbau von Bundes-Subventionen (15 Prozent jährlich, bis 2029 insgesamt 22 Milliarden Euro) und Einsparungen bei Verwaltungsausgaben (acht Milliarden Euro bis 2029) erfolgen.

KI-generierte Zusammenfassung

Warum es wichtig ist

Die große Koalition hat eine Einkommensteuerreform zur dauerhaften Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen angekündigt. Die Finanzierung ist umstritten – die SPD will Reiche stärker belasten, die Union lehnt dies ab.

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Unionspolitiker haben ein Konzept für eine Steuerreform vorgelegt, welche die Steuerzahler um insgesamt 25 bis 30 Milliarden Euro im Jahr entlasten soll. Es enthält auch Vorschläge zur Gegenfinanzierung, wie den Abbau von Subventionen. Das Konzept haben die beiden Finanzpolitiker Yannick Bury (CDU) und Florian Dorn (CSU) erarbeitet, wie sie in einem Gastbeitrag für das »Handelsblatt« erläutern. Die Koalition hat angekündigt, mit Wirkung zum 1. Januar 2027 eine große Reform der Einkommensteuer zur dauerhaften Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen umzusetzen. Das kostet viele Milliarden Euro. Umstritten ist, wie das finanziert werden soll. Die SPD will Menschen mit hohen Einkommen und Erbschaften stärker belasten. Das sieht die Union sehr skeptisch. Die Einkommensteuerreform sei dringend nötig, schreiben Bury und Dorn. »Bisherige Reformvorschläge unterstellen, dass diese Entlastung aber nur mit gleichzeitiger Mehrbelastung bei höheren Einkommen und Betrieben möglich wäre. Statt nach immer höheren Staatseinnahmen zu suchen, sollten jedoch zuerst die Einsparpotenziale im Haushalt konsequent gehoben werden. Tut man dies, wird eine Steuerreform möglich, die alle Einkommen entlastet.« Subventionen abbauen Die beiden Unionspolitiker schlagen vor, die Finanzhilfen des Bundes jährlich um 15 Prozent zu reduzieren. Diese seien »vor allem als Folge einer zunehmend staatlich gelenkten Energie- und Wirtschaftspolitik« stark gestiegen. Dieser Schritt würde demnach den Haushalt schrittweise bis 2029 um 22 Milliarden Euro entlasten. Die Politik müsse sich fragen, ob es nicht sinnvoller sei, die Standortkosten zu senken, statt »gestiegene Standortkosten mit Subventionen dirigistisch auszugleichen«. Einsparungen bei den nicht sicherheitsrelevanten Verwaltungsausgaben des Bundes könnten den Autoren zufolge bis 2029 weitere knapp acht Milliarden Euro jährlich bringen. Arbeitsanreize bei kleineren Einkommen, Entlastung von Wohlhabenden Um ärmere Arbeitende zu entlasten, sieht das Konzept vor, den Grundfreibetrag um mindestens 1000 Euro zu erhöhen. Der Grundfreibetrag ist die Summe, ab der eine Person überhaupt erst Einkommensteuer zahlen muss. Im Jahr 2026 liegt der Grundfreibetrag bei 12.348 Euro. Auch Wohlhabende sollen profitieren: Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent soll dem Vorschlag zufolge künftig erst ab einem zu versteuernden Einkommen von 85.000 Euro greifen, statt wie bisher ab rund 70.000 Euro. Ein Steuerzahler, der mit 70.000 Euro zu versteuerndem Einkommen davor noch in den Spitzensteuersatz fiele, würde künftig knapp 1400 Euro weniger Steuern im Jahr zahlen. Der Solidaritätszuschlag solle für alle entfallen. Für 90 Prozent der Steuerpflichtigen wurde der Zuschlag inzwischen abgeschafft. Bury und Dorn nannten die vorgeschlagenen Konsolidierungsschritte ambitioniert. Ambitionslosigkeit könne sich der Standort Deutschland in der aktuellen Lage nicht leisten.

Worauf zu achten ist

KI-Ausblick — Möglichkeiten, keine Fakten

  • Koalitionsverhandlungen zur Gegenfinanzierung werden fortgesetzt

    Sehr wahrscheinlich · Innerhalb von Wochen

  • Subventionsabbau wird auf Widerstand in betroffenen Branchen stoßen

    Wahrscheinlich · Innerhalb von Monaten

Offene Fragen

  • Wird die Koalition das Konzept tatsächlich umsetzen?
  • Welche konkreten Subventionen sollen abgebaut werden?
  • Wie wird die SPD auf den Unions-Vorschlag reagieren?

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This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

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