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Dieter Nuhr receives Leo Baeck Prize from Central Council of Jews in Germany
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Die Zeit6/10/2026Politics2 min readGermany

Dieter Nuhr receives Leo Baeck Prize from Central Council of Jews in Germany

Quick Look

  • Comedian Dieter Nuhr has been awarded the Leo Baeck Prize by the Central Council of Jews in Germany for his commitment against antisemitism.
  • The prize, endowed with 15,000 euros, recognizes Nuhr's efforts in exposing double standards in the German media landscape and standing with the Jewish community during a time of increasing antisemitism.

AI-generated summary

Why It Matters

Dieter Nuhr, a well-known German comedian, author, and presenter, received the Leo Baeck Prize from the Central Council of Jews in Germany. This prize is the highest honor bestowed by the council and is awarded for outstanding contributions to the Jewish community. The award ceremony took place in Berlin.

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Der Kabarettist, Autor und Moderator Dieter Nuhr hat den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland erhalten. Den höchsten Preis des Zentralrats, der in der Vergangenheit schon an mehrere Bundespräsidenten und an die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ging, wurde am Mittwochabend in Berlin übergeben. Er ist mit 15.000 Euro dotiert.

Mit der Auszeichnung will der Zentralrat Nuhrs Einsatz gegen Antisemitismus ehren. Nuhr decke Doppelstandards auf, »denen die deutsche Medienlandschaft bei diesen Themen oftmals unterliegt«, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster bei der Veranstaltung. Die Verleihung falle in eine Zeit, in der Jüdinnen und Juden enorm unter Druck stünden, teilte er weiter mit. »Was wir erleben, ist eine Normalisierung des Judenhasses.« In dieser Lage stehe Nuhr an der Seite der jüdischen Gemeinschaft.

Der Psychologe und Autor Ahmad Mansour, der die Laudatio für Nuhr hielt, würdigte ihn als Kabarettisten, der den Mut habe, »Themen zu denken, die kaum noch jemand anzusprechen wagt«. Als Beispiele nannte er Klima-Aktivismus, Cancel Culture und den Krieg im Nahen Osten. Bei vielen dieser Themen eckte Nuhr in der Vergangenheit an. Weiter sprach er davon, dass Nuhrs Auszeichnung zeige, dass »das Selbstverständliche außergewöhnlich geworden ist«.

Kritik an Nuhr für die Einladung von Kabarettistin Lisa Eckhart

Nuhr selbst sagte, der Preis mache ihn stolz. Es sei aber auch etwas »gruselig«, dass man einen Preis dafür bekomme, »kein Antisemit zu sein«, teilte er mit und thematisierte anschließend den Antisemitismus in der Kulturszene. Im weiteren Verlauf seiner Rede kritisierte er unter anderem auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg, den linken Antisemitismus sowie die deutsche Medienlandschaft. »Der Unterschied zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung war noch nie so groß wie heute.«

An der Entscheidung für Nuhr hatte es zuvor auch Kritik gegeben, unter anderem, weil er in seiner Sendung die Kabarettistin Lisa Eckhart eingeladen hatte. Eckhart wird vorgeworfen, mit antisemitischen Witzen zu spielen.

Mit dem Leo-Baeck-Preis werden seit 1957 Persönlichkeiten geehrt, die sich nach Ansicht des Zentralrats in herausragender Weise für die jüdische Gemeinschaft eingesetzt haben. Zu den Preisträgern gehören unter anderem die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker (1994), Roman Herzog (1998) und Christian Wulff (2011). Zuletzt ging die Auszeichnung vor zwei Jahren an den damaligen Geschäftsführer und heutigen Präsidenten von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke.

Open Questions

  • What specific 'double standards' in the German media landscape did Josef Schuster refer to?
  • What are the specific antisemitic jokes attributed to Lisa Eckhart?
  • What were the specific criticisms leveled against Dieter Nuhr regarding his invitation to Lisa Eckhart?
  • What specific points did Dieter Nuhr make about the cultural scene's antisemitism?

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This article was originally published by Die Zeit.

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